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Genre des Tages, 19.10.2019:
Hymne
Gedicht, das in gehobener, frei rhythmischer Sprache seinen Gegenstand - nahezu - religiös besingt
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Zusatz Strophe für die Deutsche Nationalhymne @ von Februar (22.06.19)
Recht lang:  Die Herrin der verlorenen Träume von Mondsichel (1175 Worte)
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Selten gelesen:  Hymne an meine Helden von Hamlet (nur 65 Aufrufe)
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Nika....Das ungewöhnliche Eichhörnchen

Märchen zum Thema Begegnung


von Borek

R
Nika
Das ungewöhnliche Eichhörnchen.

Leicht rauschen die Wälder im Wind. Sie erzählen sich Geschichten die ihnen der Wind mitbringt, von den fernen Meeren, den gigantischen Bergen, und den einsamen Wüsten.
Ein buntes Treiben herrscht unter dem grünen Dach des Waldes. Hasen, Rehe, Käfer und so läuft ihr aller Leben im Schatten des Mondes und der lichtspendende Sonne in gesetzten Gleichmäßigkeiten ab.
Auch die Eichhörnchen knacken Eicheln, suchen nach Nahrung und klettern von Ast zu Ast und Baum zu Baum. Es wäre alles sehr friedlich gewesen, hätte Nika nicht  die Sehnsucht gekannt auf den höchsten Bäumen ganz oben in der Spitze zu sitzen und sich zu beklagen, warum gibt es nicht noch höhere Bäume die mir erlauben zum Mond oder zur Sonne zu klettern. Er fragte auch immer, warum sind die Eicheln nicht größer, warum nicht weicher, warum müssen wir im Winter frieren. Er wollte sich einfach nicht mit den Gesetzmäßigkeiten, die für Mensch und Tier ähnlich sind, zufrieden geben.
Er saß wieder ganz oben in der Spitze des größten Baumes und stellte so seine Betrachtungen an, er müsste mit der Sonne reden warum sie nicht jeden Tag schiene, auch mit dem Mond ließen sich Fragen erörtern, warum er in manchen Nächten nur zur Hälfte anwesend war und in einigen Nächten glänzte er ganz mit Abwesenheit. Plötzlich sah er eine Leiter neben sich, die weit über den Baumwipfel hinausging und direkt in den Wolken des Himmels verschwand.
Nika lies sich die Gelegenheit nicht entgehen und schwang sich mit einem eleganten Sprung auf die unterste Sprosse, und noch eine Sprosse und noch eine, er konnte schon kaum noch den Wipfel seines Baumes erkennen, aber auch ein Ende der Leiter sah er ebenso wenig. Leichtes Unbehagen beschlich ihn und er merkte auch leichte Müdigkeit vom zu vielen Sprossen klettern, doch was sollte er tun.

Eine Stimme riss ihm aus seinen Betrachtungen.
"Hallo Nika, was turnst du hier auf der Himmelsleiter, wo willst du hin?"
"Ach, ich will nur einmal mit denen da oben reden, mit denen die für alles verantwortlich sind. Der Wind erzählt mir, die Tiere in der Wüste müssen verdursten, weil es kein Regen gibt, deshalb hätten sie auch keine Nahrung. Der Wind erzählt mir, dass den Eisbären das Eis unter ihren Pranken schmilzt und sie immer weniger Lebensraum haben. Darüber will ich reden!!"
"Ach so," sagte die Stimme. "Nun ich werde versuchen für dich ein Gespräch zu arrangieren."
" Wer bist du? ich kann dich nicht sehen, ich bin müde und kann nicht weiter klettern,"
kam es kleinlaut von unserem Eichhörnchen Nika, welches jetzt auf der Himmelsleiter saß und kein erkennbares Ziel vor Müdigkeit sehen konnte.
"Ich bin der Wächter der Himmelsleiter, damit alles reibungslos klappt und keine ungebetenen Gäste zu unserem Herrgott kommen. Halte dich fest an der Sprosse, ruhe dich etwas aus, ich werde mit dem Herrgott reden."
Nika  schlief traumlos, erschöpft auf einer seidenweichen Wolke und als er aufwachte, saß neben ihm eine Lichtgestalt, schöner als er es je gesehen hatte.
"Hallo Nika, du willst mit mir reden? In drei Tagen habe ich etwas Zeit, aber solange kannst du an meiner Seite bleiben und etwas von den Weltabläufen mitzubekommen. Einverstanden?"
"Ja", kam es ganz schüchtern von Nika.
Drei Tage, saß Nika neben dem Schöpfer aller Dinge. Er lernte das Schicksal, das
Glück, ebenso das Unglück kennen, die zum Herrgott gerufen wurden. Der Papst schickte seine gedanklichen Boten ebenso wie die Regierungen um Verhinderung
finanzieller Katastrophen. Menschliche Gebete flossen zu Strömen von Bitten zusammen, wieder als Mensch vollwertig zu sein. Wie sollen wir ohne Arbeit unsere
Kinder ernähren. Dann werden in Afghanistan wieder Menschen in die Luft gesprengt,
weil sie einen anderen Glauben haben. Der Papst hat Befürchtungen seine Kirche verliert immer mehr Gläubige.
"Nika," sagte der Schöpfer aller Dinge mit einem leichten Stöhnen, "die Welt die ich
einstmals im guten Glauben geschaffen habe, ist ein Narrenhaus und wird sich selbst
Zugrunde richten. Ich brauche keine Sinnflut, die menschliche Gier und Dummheit breitet sich aus wie die Pest und frisst sich selbst auf. Schade um meine Schöpfung.
Morgen sprechen wir miteinander über deine Sorgen."
Der Dritte Tag begann mit ebensolcher Hektik wie jeder anderer Tag verschlungen war. Es gab eine kleine Pause und so fragte der Herrgott, "nun Nika erzähle mir Deine Sorgen und Wünsche."
"Herr, ich habe keine Sorgen mehr, warum soll ich dich damit belasten. Einen Wunsch habe ich allerdings, ich möchte zurück wieder in meinen stillen grünen Wald und den Wind in den Wipfeln singen hören und nicht den Sorgen und Nöten der Welt zuhören."
Der Herrgott sah Nika lange an, streichelte sein Fell und sagte:
"Ich danke dir für deinen Besuch und es ist erfreulich ein kleines Eichhörnchen aus
meiner Schöpfungsgeschichte zu sehen, du bist ein wunderschönes Tier.
Würden nur Tiere auf der Erde leben, hätte ich nicht so viel Ärger und mehr Freude
an meiner Schöpfung. Ein Wolkenboot wird dich wieder zu den Deinen bringen und nimm meinen Segen für alle Tiere des Waldes mit.

Alle bestürmten Nika, wo er die ganze Zeit gewesen sei, alle Tieren des Waldes hätten ihn gesucht und er dankte allen Tieren die ihm ein Gefühl einer Gemeinschaft wieder gab. Nika war plötzlich zufrieden. Die Bäume waren hoch genug, die Nüsse schmeckten wieder und wenn die Sonne schien oder der Mond einmal nicht zu sehen war brach für ihn nicht die Welt zusammen.
Und so lebten alle Tiere im Wald mit dem Segen des Schöpfers glücklicher als die
Menschen in aller Welt.

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