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Symbolische und mythologische Bedeutung des HundesInhaltsverzeichnisBombón und die Symbolik des Hundes

Bombón im Film

Dokumentation


von aliceandthebutterfly

Bombón erfüllt im Film verschiedenste Kriterien und auch Funktionen.
So ist er eine Hauptfigur und Träger der Handlung. Ohne diesen Hund würde diese
Handlung überhaupt nicht passieren. Denn nur dadurch, dass Juan ihn trifft und zu
seinem Halter wird, kommt es zu den dargestellten Geschehnissen: der Aufbruch
Juans zu neuen Ufern, Orten, Berufen und Handlungen, die Reise durch Patagonien,
das Treffen auf verschiedene Menschen und Hunde und das Erleben von neuen
Situationen. Bombón stellt damit für mich das Zentrum dieser Geschichte dar, treibt
gleichzeitig die Handlung voran und hält sie zusammen, indem er der eigentliche
Verursacher der verschiedenen Situationen ist. Damit wird das Tier im behandelten
Film ganz entschieden seiner Außenseiterrolle (zum Menschen) enthoben und in den
Mittelpunkt gestellt.
   
Eine weitere Funktion, die Bombón erfüllt, ist als Quelle Juans für Prestige. Juan, ein
Arbeitsloser in mittleren Jahren ist nämlich eine absolute Randfigur. Diese Situation
wird im Film auch ganz klar dargestellt. So findet er sich am Anfang des Filmes in
mehreren demütigenden Situationen wieder. Einmal wäre da seine Begegnung mit
dem Polizisten, der ihn nach seiner Genehmigung zum Verkauf von Messern
verlangt und seine Stellung sichtlich genießt und dazu benutzt ein Gratismesser von
Juan zu erlangen. Diese Messer versucht Juan (aber er schafft es nie) eigentlich zu
einem angemessenen Preis zu verkaufen, da er ihre Griffe in aufwendiger
Handarbeit selbst geschnitzt hat. Eine weitere demütigende Figur sehen wir im
Beamten des Arbeitsamtes, bei dem Juan in freundlicher Art nach Unterstützung bei
der Arbeitssuche ansucht und der ihn aber durchwegs von oben herab, unfreundlich
behandelt und so gut wie überhaupt nicht wahrnimmt. Dann wäre auch noch seine
Beziehung zu seiner Tochter, denn er wohnt bei ihr und ihrer Familie. Man merkt,
dass sie selbst im harten Alltag um ihr tägliches Brot kämpfen muss, immer gestresst
zwischen Haushalt, Kindern und Arbeit. Ihr Lebensgefährte ist depressiv und kann
sie in keinster Weise unterstützen. Aus diesen Umständen heraus gibt auch sie Juan
zu verstehen, dass er eine weitere Schwierigkeit in ihrem so schon schweren Leben
darstellt.

In besagten Szenen stellt der Regisseur schon verschiedenste Randfiguren
mit geringem Prestige (wie die gestresste Mutter mit finanziellen Problemen), mit so
gut wie keinem Prestige (der psychisch Erkrankte, der weder spricht noch handelt)
und mit verlorenem Prestige (der Mann in den 50ern der seine Arbeit verloren hat)
dar. Diesen Figuren stellt er sozial gesicherte Autoritätspersonen (der Polizist und
der Beamte) gegenüber, die in ihrem Auftreten das Missbilligen und Unterdrücken
der Außenwelt versinnbildlichen. Dabei rückt der Regisseur die Randfiguren aber
ganz klar in den Mittelpunkt, gibt ihnen den Raum, den sie in der nicht fiktiven Welt
sehr selten bekommen.  Die Hauptfigur bleibt hierbei ganz klar Juan und dadurch,
dass er auf Bombón trifft,  kommt er auch langsam zu etwas Ansehen. So erhält er
zuerst eine Arbeit als Aufseher und wird dann von einem Bankdirektor in sein Büro
eingeladen, wobei er die hervorstechenden Qualitäten des Rassehundes lautstark
bewundert. Auch Walter und die anderen Hundezüchter bewundern Bombón und
sehen Juan nun als „einen von ihnen“. Die Hundeausstellung, mit anschließendem
Preis für Bombón, ist wohl das größte Sinnbild für den steigenden Ruhm des neuen
Hundezüchters. Dabei ist Bombón natürlich auch immer eine Geldbeschaffungsquelle.
Denn Juan kommt durch seinen Job als Wächter zu Beruf und Geld und später, als
er mit seiner Züchterkarriere startet, bietet Bombón, sowohl für Juan, als auch für
den Trainer Walter Aussichten auf gutes Geld. Er verfügt über wichtige Kriterien
eines Zuchthundes mit dem man Geld verdienen kann: ein reiner Stammbaum, 
„gutes Aussehen“ und eine gute physische Kondition und Koordination.
   
Des Weiteren ermöglicht Bombón Juan neue soziale Kontakte. Am Anfang des Films
sehen wir ihn im Grunde meistens alleine. Da sind keine Freunde, keine Frau und in
seiner Familie schenkt man ihm auch nicht viel Beachtung. Nachdem dieser Hund in
sein Leben tritt, ändert sich dies. Nach dem Bankdirektor trifft er auf Walter und auf
die anderen Hundezüchter. Im Laufe des Hundetrainings wird Walter zu einem
Kollegen und Freund. Und auch die Anderen sehen in ihm zumindest einen Kollegen
in der Hundezucht. Juan macht auch viele andere neue Bekanntschaften, wie
Susana, die Bauchtänzerin / Sängerin, Walters Familie.. Und natürlich wird Bombón
selbst im Laufe des Filmes zu einem unverzichtbaren Freund und Begleiter von
Juan.
   
Auch möchte ich nun kurz Bombón in seiner Funktion als eigenständiger
Filmcharakter in dieser kleinen Geschichte aus Patagonien erwähnen. Denn wie
schon erwähnt fungiert er hier als zentraler Punkt. Er ist ein sehr eigensinniger Hund,
dies kann man auch daran erkennen, dass er sich weigert auszusteigen, wenn man
ihn dazu zwingt. Er beißt Juan deshalb sogar, worauf die anderen Hundezüchter
Juan voller stolz ihre eigenen Narben zeigen. Auch wehrt er sich in gewisser Weise
gegen die Instrumentalisierung durch die Menschen, die ihn als
Geldbeschaffungsmittel missbrauchen. So weigert er sich, sich mit der von den
Menschen gewählten Rassehündin zu paaren und wählt stattdessen nach eigenem
Geschmack. Dabei möchte ich wieder besonders auf die im Kapitel Mensch – Tier
erwähnte Instrumentalisierung des Tieres durch die Menschen verweisen. Denn sie
wählen für ihn nicht nur die Partnerin, sondern auch den Moment der Paarung und
wollen ihn schlussendlich dazu zwingen, indem sie selbst eingreifen. Dies ist eine
wirklich hässliche Szene, die eine Assoziation der Vergewaltigung des Tieres durch
den Menschen hervorruft.
   
Schlussendlich möchte ich noch über die Parallelen von Juan und Bombón erzählen.
Denn gemeinsam machen sie im Verlauf der Handlung eine Entwicklung durch.
Schon ihre Ausgangssituation ist vergleichbar, denn sie stehen beide auf dem
Abstellgleis. Juan dadurch, dass er seinen gelernten Beruf nicht ausüben kann und
Bombón dadurch, dass er seine ursprüngliche Bestimmung als Zuchthund durch den
Tod seines alten Besitzers, einem Züchter, nicht mehr erfüllen kann. Dabei
vegetieren die zwei am Rande ihrer jeweiligen Familien, die nicht so recht wissen,
was sie mit ihnen anfangen sollen. Durch ihr Aufeinandertreffen kommt es für beide
zu neuen Situationen, Herausforderungen, Erlebnissen und Handlungsweisen.  Auch
in der Liebe geht es voran: Juan überwindet seine Schüchternheit und knüpft zarte
Bande zu Susana und Bombón findet nach anfänglicher sexueller Verweigerung
auch Gefallen an der Damenwelt der Hunde. Im Verlauf der Zeit und im Laufe ihrer
Reise (dabei verstärkt das Motiv der Patagonien Reise nochmal die Wirkung) durch
Land und Begebenheiten entwickeln sie sich weiter und wandeln sich zu starken
Charakteren, die sich dem Leben und seinen Herausforderungen gestellt haben und
stellen werden.

Symbolische und mythologische Bedeutung des HundesInhaltsverzeichnisBombón und die Symbolik des Hundes
aliceandthebutterfly
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Bombón – el perro.
Veröffentlicht am 01.03.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 01.03.2019). Textlänge: 1.037 Wörter; dieser Text wurde bereits 23 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.05.2019.
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