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Rezension

Text


von bbx

Vor mir liegt eine bemerkenswerte Neuerscheinung mit dem Titel "Vom Wohl und Wehe der Heidschnucken“.
Der schmale Band von knapp 100 Seiten ist das Erstlingswerk eines außerhalb seines kleinen Heimatdorfes in der Lüneburger Heide völlig unbekannten Autors. Es beginnt mit dem Impressum: Autor, Titel, Verlag, Erscheinungsjahr und so weiter.
Seite 5 enthält eine Widmung: Für Edgar. Vermutlich der Sohn / Vater / beste Freund oder auch nur Ratgeber (Tu dies, tu das. Hier noch ein Komma, nein, das würde ich streichen. In der Kürze liegt die Würze. Leg die Pistole weg. Morgen ist ein neuer Tag. Ja, das Zeug ist rezeptfrei).

In einem Vorwort wird der Leser überflüssigerweise über den Gebrauch des Inhaltsverzeichnisses aufgeklärt. Die Lebensgeschichte des Verfassers nebst Ahnen folgt, womit acht Seiten kostbaren Papiers verbraucht sind.

Ein einführendes Kapitel über Viehzucht und Ökologie nimmt weitere zehn Seiten in Anspruch. Hier wird der Leser etwas mehr gefordert. Der Text - in anschaulichem Erzählstil verfasst und mit Anekdoten gewürzt - kommt erheblich differenzierter daher als ein gewöhnlicher Krimi oder Liebesroman, ohne jedoch zu komplex zu sein für jemanden, der nicht über Abitur verfügt; eine gelungene Gratwanderung.

In der folgenden Abhandlung des eigentlichen Themas entdeckt der aufmerksame Leser einen feinsinnigen, unaufdringlichen  Humor zwischen den Zeilen - was der von einem wissenschaftlichen Werk erwarteten Präzision hingegen kaum Abbruch tut.
Eine Fülle von Diagrammen und statistischen Tabellen verstärkt den Eindruck, es mit einer auf hart erarbeitetem Wissen basierenden Studie zu tun zu haben.
Erstaunlicherweise kommt das  Werk über weite Strecken ohne Sexzenen aus. Dennoch regt die bilderreiche Sprache mit einem dezenten Anflug von Romantik die Phantasie des Lesers an, beispielsweise der Abschnitt über die Mastschweinhaltung (Seite 51ff.) oder der Bericht über den Besuch des Oktoberfestes in München (Seite 59).

Im letzten Kapitel veranschaulicht der Autor seine Darstellung durch einen siebzehnseitigen Bericht über seine Mitwirkung am Aufbau der veterinärmedizinischen Abteilung des Berliner Flughafens BER. (Leider mussten einige Daten und Namen aufgrund Gerichtsentscheid in letzter Minute geschwärzt werden.)

Fazit: Man erhält mit diesem in geschmackvollem Sumpfgrün gehaltenen Büchlein eines viel versprechenden Newcomers für den fairen Preis von 19,95 Euro eine wertvolle Tischbeinunterlage.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von michaelkoehn (76) (13.03.2019)
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (13.03.2019)
der Abschnitt über die Mastschweinhaltung (Seite 51ff.) oder der Bericht über den Besuch des Oktoberfestes in München (Seite 59).

Beispiel

Herrliche Anreihung!
_______________________________
Eine lakonische Betrachtungsweise, eine Rezension, die nur in winzigen Teilen eine (verzichtbare) Wertung vornimmt:

womit acht Seiten kostbaren Papiers verbraucht sind.


Ich mag Texte, die vorgeben, sachlich sein zu wollen und die letztendlich mit verborgenen Humor bestechen.

Lotta

Kommentar geändert am 13.03.2019 um 08:19 Uhr
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bbx meinte dazu am 13.03.2019:
Stimmt, ich könnte noch ausdünnen.

Danke und Gruß
bbx
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (13.03.2019)
Schön geschildert, was so aus der BOD-Hölle kommt.

P.S.: Bücher haben kein Impressum, der korrekte Begriff ist hier "Titelei".
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Kommentar von Trainee (71) (13.03.2019)
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bbx antwortete darauf am 13.03.2019:
Schnittig? Ich? Ach so, der Text.

Grins
bbx
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (13.03.2019)
Ein Text, bei dem einem schwant, dass das Ende seltsam zu werden scheint. Da machen sogar die „Sexzenen“ einen richtig lebendigen Eindruck. Eine feine Rezension. Was machst du beruflich? (kleiner Scherz). LG von Gil.
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bbx schrieb daraufhin am 13.03.2019:
Beruf: Schäfer. Mit vieel Zeit.

Gruß
bbx
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bbx
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Veröffentlicht am 13.03.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 13.03.2019). Textlänge: 343 Wörter; dieser Text wurde bereits 109 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.06.2019.
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