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Herr Höcke machte einen Trommelkurs im Senegal und heiratete dort

Groteske zum Thema Andere Kulturen


von Sätzer

Mein ehemaliger Nachbar Herr Höcke war vor gut einem Jahr nach Senegal geflogen, um das Afrikanische Trommeln zu erlernen. Er kam nie zurück, schrieb mir, dass er endgültig bleiben wolle. Heute lese ich eine Reportage in einem aktuellen Wochenmagazin über sein Leben dort. Ein Reporter besuchte ihn in der Hütte eines Krals auf dem Land in der Nähe von Kaolack. Bei der Begrüßung saß seine dunkelhäutige Frau Jamila mit einem Baby an der Brust dabei.

Folgende Fragen des Reporters machten mich nachdenklich und seine Antworten erstaunten mich sehr.
„Herr Höcke, warum sind Sie im Senegal geblieben und haben dort geheiratet?“
„Ja, …. ich muss das erläutern, warum ich hier glücklich geworden bin. Beim Trommeln auf Djembés habe ich erfahren, dass Loslassen ein wunderbares Gefühl von Freiheit gibt, vor allem dann, wenn mehrere Musiker in der archaischen Musik schräge Rhythmen spielen, nicht diese eintönigen geraden Rhythmen, die immer auf der Eins auftakten.“

„Ist das der einzige Grund, weshalb Sie in diesem armen Land geblieben sind?“
„Nein, natürlich nicht. Ich bin nach ein paar Monaten zu der Erkenntnis gekommen, dass, wenn andere Menschen nicht frei sind, ich es auch nicht bin. Man kann doch nicht von Zivilisation sprechen, wenn man Menschen die Freiheit nimmt und dann behauptet, dass man nur dann frei ist als Land.
Wir lassen Menschen im Mittelmeer absaufen, weil wir sie als Fremde ansehen. Was hat das mit Zivilisation zu tun? Auch das Wort Integration ist Scheiße. Es klingt so, als wären wir Europäer überlegen, als wüssten wir, wie man andere Menschen integriert. Dabei geht es darum, Unterschiede zu verstehen. Das ist Integration. Und ich bin hier geblieben, weil die Menschen authentisch leben und in der Dorfgemeinschaft zueinander stehen.“

Der Reporter hakte nach:
„Im Senegal gehören 95 Prozent dem Islam an und Christen sind somit eine kleine Minderheit. Wie gehen die Menschen mit Ihnen als Christ um?“
„Das ist ja gerade das Tolle. Die Verhältnisse zwischen den Religionen sind offen und tolerant. Wenn jemand konvertieren möchte, ist das kein Problem. Christlich-muslimische Mischehen sind keine Seltenheit. Hier im Land hat Liebe keine Religion. Wir mussten uns vor der Trauung nur entscheiden, ob wir polygam leben wollten, wie es im Land weit verbreitet ist, haben uns aber für die Monogamie entschieden.“

Am Ende des Interviews holte Herr Höcke noch ein paar Fotos von der muslimischen Hochzeitszeremonie mit dem Imam aus der Hütte. Seine Frau trug einen dunkelroten Boubou, das typische Gewand der Senegalesen, und um die Haare ein geknotetes Tuch.
Beim Abschied des Reporters konnte man auf dem Bild zum Artikel sehen, wie ein Lächeln über das runde Gesicht von Jamila huschte und auch Herr Höcke lächelte, was er in Deutschland nie gemacht hatte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Cora
Kommentar von Cora (14.03.2019)
"Es wird auf eine erhöhte Gefahr von Entführungen und Erpressungen im Zusammenhang mit per Internet angebahnten Liebesbeziehungen aufmerksam gemacht. In der Vergangenheit wurden mehrere Deutsche, die ihre senegalesische Internet-Bekanntschaft besuchen wollten, von angeblichen Familienmitgliedern oder Freunden der Frau teilweise über mehrere Tage hinweg festgehalten und erst gegen Zahlung nicht unbeträchtlicher Geldbeträge wieder freigelassen."

(Auswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise Senegal, Stand - 14.03.2019)
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
Das mag schon real vorkommen liebe Cora, aber es gibt auch gegenteilige Erfahrungen, die ich durch persönliche Beziehungen im Freundeskreis kenne.
Ein Neidhammel hier bei KV hat ja auch sofort die Kombi depressiv-gruselig-profan gleich nach Einstellung des Textes geklickt und sich vermutlich auf die Schenkel geklopft. War wohl ein Fan des gleichnamigen AFD-Politikers Höcke
Merci für deinen Kommentar und
LG Sä
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Cora antwortete darauf am 14.03.2019:
Also ich wars nicht, ich klicke nie Leserwertungen, ich schaue auch nicht drauf, was andere da klickten.

Bin kein Höcke-Fan, im Gegenteil.

Deinen Text will ich nicht anzweifeln, ich möchte zum Thema etwas einbringen, was es außerdem auch noch gibt. Der Senegal ist kein Paradies, schon gar nicht für Frauen (FGM).



Hintergrund, der zu deinem Text passt, fand ich hier:

 Reportage über den Senegal
Folgt man dem Link zur Autorin, findet man eine Modejournalistin.

Antwort geändert am 14.03.2019 um 10:51 Uhr
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Sätzer schrieb daraufhin am 14.03.2019:
Ist völlig o.K. Cora. Ich hab das schon verstanden. Habe dir die üblen Leserklickereien nicht unterstellt. Es gibt einfach so ein paar daämliche Typen hier bei KV, die könnens an den unmöglichsten Stellen nicht lassen. Hat vermutlich was mit Neid zu tun.
Dass du kein Höcke-Fan bist finde ich sehr erfreulich. Wenn der mal an die Macht kommen sollte, wandere ich vielleicht doch lieber aus nach Afrika. Aber meinem Text-Höcke gönne ich das gute Leben in seinem Kral
LG Sä
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Cora äußerte darauf am 14.03.2019:
So ein fantasievolles Leben, gönne ich ihm auch

Noch eine Ergänzung zum Hintergrund, ein traditionelles friedliches Miteinander von Christentum und Islam in den Dörfern gab es vor 100 Jahren auch in der Türkei. Unter Atatürk wurde dies durch die Vertreibung der Griechen gewaltsam zerstört.

Gemischtreligöse Gemeinschaften sind hochgradig gefährdet. Ich hoffe, der Senegal kann sich diese noch lange bewahren.
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (14.03.2019)
Die Idee ist super. Die Ausführung, na ja, kennst ja meine Einwände. Dennoch muss ich sagen, da hast du ein feines Teilchen geschrieben!
Die Ähnlichkeit mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen ist rein zufällig, nicht wahr?
Der letzte Satz mag mir sehr gefallen. Der ist pointiert und gelungen.

x Lotta hat gelobt!

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Sin ergänzte dazu am 14.03.2019:
Ich bin völlig perplex!
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
@ Lotta
Na Lotta, das ist ja ein absoluter Durchbruch mit deiner Belobigung. Da bleib ich doch lieber in der BRD, obwohl ich die westafrikanische Trommelei sehr mag . Also Dank dafür
LG Sä
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
@ Sin
Perplex - hm. Hast du denn die Höcke-Ironie nicht erkannt oder bist du gerade deshalb perplex?
Auf jeden mal herzlichen Dank für deine Empfehlung und
LG Sä
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LottaManguetti meinte dazu am 14.03.2019:
@Sin
Meine Kommentare unterliegen sehr selten Sympathien oder Antipathien. Ich meine durchaus ehrlich, was ich schreibe und sortiere nicht vor.
Zumindest bemühe ich mich darum, auch wenn ein gewisser Holzscheit mir unter Habakuks Text vorwirft zu lügen.
Hab ich gar nicht nötig! Wäre auch viel zu anstrengend.

Dass mich Sätzers Texte z. T. provozieren, hat Gründe, die nicht unbedingt im zwischenmenschlichen Bereich zu finden sind.

Aber schön, wenn ich dich überraschen konnte.

Antwort geändert am 14.03.2019 um 10:58 Uhr
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Sin meinte dazu am 14.03.2019:
@Sätzer
Lottas Belobigung war gemeint.

@Lotta
Ganz allgemein und mal lösgelöst von "eurer Debatte": Mit den Jahren lernt man sich in diesem Forum natürlich ein bisschen kennen. Man merkt, wie der andere so "tickt". Was man ihm gegenüber lieber nicht sagen sollte, wie man etwas sagen sollte usw. Oder auch was man am besten überhaupt nicht sagen sollte, weil es sonst von diesem oder jenem so richtig auf den "Deckel" gibt. Dabei ist oft gar nicht der Inhalt entscheidend, oder die natürliche Gegensätzlichkeit von Standpunkten, sondern eher die Form, wie man etwas geschickt in Worte verpackt und dem anderen "unterjubelt". Man kann hier auf Zustimmung von Leuten treffen, denen man im realen Leben eher aus dem Weg gehen würde. Oder auf Ablehnung bei Leuten, mit denen man im realen Leben freundschaftlich verbunden wäre. Ich finde jedenfalls, das macht den Aufenthalt in einer virtuellen Community erst so richtig interessant. LG Sin
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
Das sind sehr weise Sätze, die du da geschrieben hast. Danke und
LG Sä
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (14.03.2019)
Schön, dass es außer uns Deutsche noch andere Menschen gibt

Liebe Grüße
Kerstin
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
Relativ, auf die Bevölkerungsentwicklung betrachtet, wird die BRD immer mehr zu einem Entwicklungsland. Afrika wird der kommender Kontinent werden. Die Chinesen haben das lange erkannt und investieren dort.
Dank für deine Empfehlung und
LG Sä
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (14.03.2019)
Ich bin heute nur auf Arschtexte fokussiert. Sorry.

BG
H.
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
Das ist noch lang kein Grund, mir die Arschkarte zu zeigen - du "Arsch". Sorry, die Arschtexte sind infektiös :0
LG Sä
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Kommentar von Trainee (71) (14.03.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
Ja, an eigenen Utopien fehlt es in einer gesättigten Wohlstands-gesellschaft. Man hat ständig Angst, dass Andere etwas wegnehmen wollen, anstatt zu sehen, wie diese auch Gesellschaften bereichern können.
Klar gibts auch destruktive Einwanderer. Aber destruktive "Ur"deutsche gibts auch so schon im Land. Höcke ist da nur ein Beispiel.
LG Sä

Antwort geändert am 14.03.2019 um 13:48 Uhr
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (14.03.2019)
Hallo Sä, wenn man den Text liest, ohne sich über den Senegal zu informieren, liegt man nicht so gut. Der Senegal ist ein ziemlich gespaltenes (geografisch) und armes Land. Es scheint auch nichts rausholbar zu ein, Öl oder andere Rohstoffe. Und dennoch wird sich die Bevölkerungszahl von gut fünfzehn Millionen ziemlich schnell verdoppeln. Wohin soll das führen. Von Fruchtbarkeit war auch kaum die Rede. Eher von Trockenzeiten und Heuschreckenplagen. Die Alphabetisierungsquote liegt noch bei 50%, obwohl das Recht auf Schule allen eingeräumt wird. Der Vorteil der religiösen Toleranz kann bald umschlagen. Man soll aber nicht unken. Leider gibt es neben dem Französischen als "Amtssprache" noch einige regionale Sprachgruppen, die zwar verwandt sind, aber sich kaum verständigen können. Überrascht bin ich immer wieder, dass von Freiheit gesprochen wird, die damit nichts zu tun hat. Das Erbe des Kolonialismus ist für alle Regionen, die es betraf, auch das Ende der angestrebten Freiheit. Freiheit ist ein unerfüllbares Versprechen für alle, die nichts besitzen. Das ist im Senegal sicher nicht anders als im Rest aller ex-kolonialen Drittländer. Dennoch, dein Text ist eine schöne Illusion. Auch vom Begriff Freiheit. LG von Gil.

Kommentar geändert am 14.03.2019 um 21:38 Uhr
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2019:
Klar, in den meisten afrikanischen Ländern wirkt der Kolonialismus nach. Ein Kernproblem sind natürlich auch die hohen Geburtenraten. Erst mit einem Rückgang dieser und zunehmenden Bildungsanstrengungen werden sich die Zustände bessern. Ich glaube, dass es in vielen Ländern Fortschritte geben wird, wenn der Einfluss korrupter Politiker eingedämmt werden kann.
Dank dir und LG
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Jorge
Kommentar von Jorge (14.03.2019)
Die Zuordnung hat mich zunächst irritiert.
Wegen des “verbrannten” Namens des Protagonisten dachte ich eher an eine Groteske.
Insgesamt finde ich den Text gut geschrieben.
LG
Jorge
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Sätzer meinte dazu am 15.03.2019:
Na ja, könnte auch als Groteske durchgehen, wenn man den AFD-Höcke annimmt.
Danik dir auch für deine Empfehlung und
LG Sä
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Sätzer meinte dazu am 04.04.2019:
Es ist in der Tat als Groteske angelegt. Ich werds ehrlicherweise auch in dem Sinne umfirmieren.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (09.04.2019)
Ich werde das mal an die zuständige Staatsanwaltschaft - also jene, deren Mitarbeiter gerne und fleißig an die AfD spenden - weiterleiten. Klingt mir doch stark nach Bildung einer terroristischen Vereinigung. Keine Bewertung, nur meine Meinung.

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Sätzer meinte dazu am 09.04.2019:
Ich glaube da kommst du zu spät. Beim Googlen von Höcke kommt immer dieser Text zuerst auf den Monitor. Doch Google kann nicht zwischen fiktiven und echten Höckes unterscheiden. Ist halt ein schwacher Algorhythmus ohne menschliche Intelligenz. Das wird der Staatsanwalt wissen
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Kommentar von Regina (09.04.2019)
Also, Senegalesen, bleibt in eurem Land und bietet fleißig Trommelkurse an, am besten mit angegliederter Partnervermittlung. So spart ihr euch die unbequeme Auswanderung und die Deutschen kommen zu euch, in eure Freiheit. Wer sich nicht bei euch integriert, den schiebt ihr mit der Absturzboeing ab. Direkt in den Himmel.
Nichts für ungut, überall, wo die Liebe hinfällt, kann man lächeln.
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Sätzer meinte dazu am 10.04.2019:
)) Da stören nur noch die hohen Geburtenraten in Afrika und die wenigen Männer, die das Trommeln kernen wollen ))
LG Sä
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BahnfahrtInhaltsverzeichnisHerr Gauland will sich ein neues Gehirn einsetzen lassen
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