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Ein Tanka ist eine reimlose, japanische Gedichtform bestehend aus 31 Silben. Während in Japan durchweg geschrieben wird,... weiterlesen
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Wasser und LandInhaltsverzeichnisDie Möglichkeit der Liebe

Die Magie der Grenze

Text


von aliceandthebutterfly

Doch bis zum Meeresgrund wagt sich das Mädchen nicht vor – ihre Schritte gehen nur bis an die Grenze, an der Hafenmole bleiben sie stehen.
Hans Peter Duerr spricht in Traumzeit von „ortlosen Orten“, die „in der Mitte“ liegen und an welchen sich einst die Geister zu erkennen gaben. Dies waren zum Beispiel Kreuzwege oder die Mitte eines Hauses mit seiner Herd- Feuergrube, durch welche „die Achse der Welt“ verlief, „(…) die die Schichten des Kosmos miteinander verband.“
Nun meint er, dass sie geographisch nicht bestimmbar seien: jeder Punkt kann eine Mitte und damit ein Nichtpunkt sein. Doch auch „Kreuzweg“ und „Hausmitte“ sind geographische Angaben und ein Hafen ist – für mich - einfach die Mitte zwischen Stadt und Meer.  Denn er ist keines von beiden, sondern der Ort des Übergangs – ein Nichtort – und hier begegnet das Mädchen ihrem Sirenenmann.
Auch als literarisches Symbol steht der Hafen oft für einen Übergangsort und in seiner Bedeutung als „letztem Hafen“ symbolisiert er den Tod.
Und am Hafen ist es nun auch, wo sich die Ich – Erzählerin mit ihren Erfahrungen des Sterbens konfrontiert: mit dem drohenden Tod ihrer Mutter, der den (Tod) Zusammenbruch ihrer bisherigen Welt auslöst, sowie mit dem Tod der Kindheit an dieser Etappe ihres Lebens.

In Traumzeit wird auch zwischen der „Welt der Wildnis“ und der „Welt der Zivilisation“ unterschieden, welche durch einen Zaun voneinander getrennt sind. In der einen hausen Geister, gelten die Gesetze einer unbeschnittenen Natur, während die andere unsere Kultur beherbergt. Auf die Interpretation der Erzählung übertragen, gehört für mich die Stadt, als Ort des Alltagsbewusstseins, zur „Welt der Zivilisation“; doch die unbewusste Wildheit des Meeres, der Wohnort des Sirenenmannes, das ist die „Welt der Wildnis“. Und durch ihre Offenheit für die Begegnung mit dieser anderen Welt, wagt sich die Ich – Erzählerin in den Bereich der Wildnis vor – und begegnet dem Tod.
Wie der archaische Mensch lässt sie sich auf dieses Abenteuer ein, um am Ende wieder in die Stadt, die „Welt der Zivilisation“, zurückzukehren.

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