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Die verletzte GrenzeInhaltsverzeichnisSchreiben auf der Grenze: Realitätskritik durch Grenzüberschreitung

Der tote Schmetterling

Text


von aliceandthebutterfly

Wie in El hombre sirena und in gewisser Weise in Pájaros en la boca spielt eine der größten Grenzüberschreitungen, der Tod, auch in Mariposas eine wichtige Rolle. Und so verwundert es nicht, wenn Samanta Schweblin angibt, dass er eine ihrer größten Ängste und ein wichtiges Thema ihrer Erzählungen sei. Doch mit „Tod“ meint sie nicht nur das körperliche Sterben, sondern auch, beispielsweise, den Verlust eines Menschen und das Aufgeben eigener Fähigkeiten, denn „(…) Uno está vivo mientras tenga la posibildad de saber hacer lo que mejor sabe hacer. Pero perder esa posibildad es una forma de morir.“
Dass der Verlust der Möglichkeit sich frei entfalten zu können für Schweblin eine Form des Todes ist, hat sie in Mariposas bildlich umgesetzt.
Dabei steht der Schmetterling meiner Meinung nach für die Entfaltung, für etwas das ich als „das wahre Kind“ bezeichnen möchte. Auch die Textstellen, die sich auf die Buntheit, Verschiedenartigkeit der Schmetterlinge sowie der Kinder beziehen, drücken diese Einzigartigkeit aus, die nur in der Entfaltung überleben kann:
„En cualquier momento se abren las puertas y los chicos salen disparados, riendo a gritos en un tumulto de colores, (…)“ / (…)cientos de mariposas de todos los colores y tamaños“ / „(…) teme, quizá, reconocer en sus alas muertas, los colores de la suya.“

Einerseits finde ich, dass der Schmetterling für diese Freiheit und Entfaltung steht, doch andererseits drückt er auch den Tod aus; denn, wie es der Mythenforscher Friedrich Creuzer ausdrückte:
"Endlich war ja der Schmetterling die befreite Seele, und, Raupe zuerst, hatte er sich aus der harten Hülle der Puppe entwunden; wodurch er also ganz natürlich an jene Wandelung erinnerte, die dem Menschen im Tode bevorstehet, und an die Befreiung seines bessern Selbst, die er im Tode hoffet."
Damit finden wir den Tod also zweifach ausgedrückt im Text: einmal der Vater, der einen Schmetterling, und damit – vielleicht - seine Tochter, tötet und das andere Mal im Bild des Tieres, das den Tod symbolisiert.

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