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Die nervigsten Antragsteller waren natürlich Lehrer

Erzählung zum Thema Krieg/Krieger


von toltec-head

Die nervigsten Bocksprämien-Antragsteller waren natürlich Lehrer und unter diesen hatte es tatsächlich einmal einen total Verrückten gegeben, der sich über mich bei meinem Vorgesetzten beschwerte. Die Sache ist, man bekommt für seine Brut nun einmal nur dann Kindergeld, wenn man nachweisen kann, dass diese sich in Ausbildung befindet oder zumindest ausbildungswillig ist. Und Ausbildung heißt nicht Fantasie-Ausbildung oder Ausbildung zum Internetliteraturforenautor oder tibetanischen Hirtentrommler oder so, sondern Ausbidlung zu was richtigem, Punkt. Nun hatte Meister Lämpel aber ein Töchterchen, für das er als grünfaschistisches Papachen, welches konventionellen Berufen kritisch gegenübersteht,  höchstpersönlich - lange bevor von einem solchen Monstrum überhaupt die Rede war - eine Ausbildung zu einer Art Greta Thunberg vorgesehen hatte; in Eigenregie versteht sich. Greta Thunberg als Karriereweg sozusagen. So etwas lässt sich dann auf hundertseitigen Schriftsätzen wunderschön begründen, was für eine Ausbildung das denn sein soll, wie lange sie dauert, welche Bücher oder besser Internetseiten man dafür studieren muss, warum Being Greta Thunberg heute sehr viel sinnvoller ist, als ein protestantischer Pfarrer oder Psychoanalytiker zu sein (beides anerkannte Berufe), warum man mit Greta-Thunberg-Sein auch viel mehr Geld verdienen könne und wie dies mit dem Internet zusammenhänge undsoweiter undsoweiter, auf hunderten Seiten, mit wöchentlichen Sachstandsanfragen. Irgendwann reichte es mir und ich schrieb ihm zurück, seine Marietta, Hanna, Emilia, oder wie immer sie hieß, solle es doch lieber mit etwas ordentlichem wie  Escort-Dame oder Pornostar versuchen, wo sie dann auch krankenversichert sei. Zwei Tage später lag dann die zweihundertseitige Dienstaufsichtsbeschwerde auf dem Schreibtisch meines Vorgesetzten, der mich in sein Zimmer rief, damit wir zusammen überlegen konnten, wie man sie, ohne sie ganz zu lesen, abschmierte mit dem Zusatz, dass weitere Schriftsätze nicht beantwortet würden. Schicht im Schacht, endlich.

Das allerdings war in meiner Jugend. Wisst ihr aber denn, ihr lieben Literatur-Onkel und Literatur-Tantchen, was den heißen Kern dieser meiner Boshaftigkeit ausmachte, worum es mir mit ihr in der Hauptsache ging? Der heiße Kern meiner Boshaftigkeit war, dass ich mir in jeder Sekunde meines Daseins schamvoll bewusst war, dass ich nicht nur nicht ein boshafter, nicht einmal ein verbitterter Mann war, sondern so etwas wie eine humane Taubenvergrätzungsmaschine auf dem Dach eines Hochhauses, umgeben von immer wieder neuen Schwärmen von Tauben, und das mich das amüsierte!!!! Ich glaube, ich kotze gleich. Schnell etwas Porno & Limo und ich beruhige mich vielleicht wieder. Ich werde dann villeicht sogar in die Fußgängerzone gehen und etwas für Brot für die Welt spenden, nur um dann später im Schlaf so laut mit den Zähnen knirschen, dass ich davon aufwache und den Rest der Nacht wach liegen, ohne nicht einmal wichsen zu können, weil man in meinem Alter, wenn überhaupt, nun einmal nur einmal  pro Tag abspritzen kann :(:(:(

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isensee
Kommentar von Isensee (16.03.2019)
Mehr als gern gelesen sach ich.
Es fehlt nicht an Bashing und fuck wie klar hab ich sie vor mir, die Tabeas und Anna-Helenes aus Wohnungen in denen die Decken Hoch und die Väter lange nachdenken bevor etwas gesagt wird.
Mir war es möglich, meinen Schwanz in eine Anna-Helena zu stecken. Besoffen wie ich war, hab ich Ihr dann noch zum Abschied in den Flur gekotzt. Heißt in den Flur der Altbauwohnung Ihrer Eltern. Als ich dann Ihre Mutter wach machen wollte, damit sie mir was zum Essen kocht, kam zum Glück der Vater und war auf einmal nicht mehr so vom Laissez-Fair überzeugt. Angenehm zu beobachten war, dass ich in seiner Wohnung stehe und er doch irgendwie Angst hat und mich auf Abstand hält. Als würde man bei einem räudigen Hund auf Abstand gehen, nicht zu wissen welche Krankheiten er überträgt oder gar beißt, furchtbar.
Diese Anna wohnt jetzt in Berlin, staatlich subventionierte Wohnung (Gönn ich Ihr) und dann gammeln auf Bühnen. Leider wird die Frau auch älter. Mittlerweile geht Sie auf die 30 und so schwinden die Gründe für Besuche. Schade, sie hatte wirklich wunderschöne Brüste.
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toltec-head meinte dazu am 16.03.2019:
Ich glaube wir sollten uns mal wieder mit Damen mittleren Alters, welche zu den Abendilluminationen im großen Garten miteinander picknicken, unterhalten.
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Isensee antwortete darauf am 16.03.2019:
Zugegeben, die Rotwein saufenden Singlemuttis bei enormer Nachtbeleuchtung im Park, haben Spuren hinterlassen.
Das Bild hat sich doch sehr in meinem Kopf verankert.
Zu einer Wiederholung will ich es aber nicht kommen lassen.
Ich schlage dir stattdessen vor, dass wir die Initiative ergreifen, eine Picknickdecke in dein Cabriolet werfen und uns in den Park begeben. Irgendwann Anfang Mai. Das besetzen von öffentlichen Grünflächen unter Softalk und Mary Jane, führt oft in einen angenehmen Abend. Wenn Hannover der falsche Ort dafür ist, schlage ich Leipzig vor. Dort können wir zur Not auf zwei unkomplizierte Freunde zurückgreifen. Auf einer Liegewiese lümmeln oder auch angenehm feiern gehen. Denken wir daran, Hannover ist eine dunkle, langweilige Stadt und am einzig erträglichen Ort hats Öffnungszeiten. Deine Wohnung als Raum zum Verweilen zu bezeichnen ist wage gesagt unmöglich. Ständig wird man in dieser sterilen Umgebung gezwungen, sich auf Details zu konzentrieren. Die Symmetrie aller Dinge. Nicht geeignet für eine zweite Person im Raum. Der Blick auf den Hinterhof ist deprimierend, die Warnvögel an den Fensterscheiben berichten davon, dass gelebt wird. geklebt auf ein von Rasenmatten und Beton Umringtes Parkhausdach. Herrlich is anders. Klar, wenn ich aus dem Fenster schaue, bestrahlt mich die Reklame vom Pennymarkt und der Preisbombe. Nicht selten wünsche ich mir, dass diese doch mal detonieren sollte und dabei so viel Schaden wie möglich anrichtet. Kann man von seelischer Gesundheit sprechen und dabei den Reiz spüren, etwas wie Genugtuung zu erwarten wenn Metalsplitter in Körper gleiten.
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Lluviagata schrieb daraufhin am 26.03.2019:
Ebenbürtiger Kommentar, Isensee!
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Vierzig jetztInhaltsverzeichnisDer Mann aus dem Kellerloch muss ein furchtbares Geständnis machen
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Notizen aus dem Wohnklo.
Veröffentlicht am 16.03.2019, 9 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.03.2019). Textlänge: 447 Wörter; dieser Text wurde bereits 203 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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