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dagegen

Prosagedicht zum Thema Gerechtigkeit/ Ungerechtigkeit


von Sätzer

sie wollt als frau
ihr eignes geld
verdienen
die eltern warn
dagegen

den traum doch hat sie
durchgesetzt
der lohn war sehr
bescheiden
obwohl geackert
wie ein mann      [alternativ:  wie ein mensch nur ackern kann]
konnt sie davon
nicht leben

das fand sie
voll
daneben

Anmerkung von Sätzer:

Montag war Equal Pay Day


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Trainee (71) (20.03.2019)
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Na, dann bin ich für die Lyrik ja noch nicht verloren
Ich formuliere solche Gedichte intuitiv, ohne irgendwelche Regeln zu kennen, bzw. anzuwenden. Das ist ein Prozess, der jeweils so über drei Tage läuft, bis ich mit meinem bescheidenen lyrischen Sprachvermögen zufrieden bin.
Dank dir für deine Empfehlung und
LG in den sonnigen Tag
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Hilde
Kommentar von Hilde (20.03.2019)
Hallo Uwe,

erst einmal in Ehren, dass du diesen Tag bedacht hast, und in deinem Gedicht versuchsweise in die Rolle einer Frau geschlüpft bist.
Das Gedicht hat für mich einen großen Haken

"obwohl geackert
wie ein mann"

Eine Frau ist eine Frau, und genau in dieser Position auch zu bemerken. Eine Frau ackert nicht wie ein Mann, eine Frau ackert wie eine Frau ackert.
Hier steht ein Mann, der ackert wie ein Mann ackert.
Hier steht eine Frau, die ackert wie eine Frau ackert.
Dein Gedicht erhöht leider weiterhin die Position Mann, und diese Position hat eine Frau zu erreichen, damit sie gelten kann - ?
Grad das ist verkehrt. Vielleicht verstehst du, was mir hier so aufstößt?

Insgesamt sehe ich dein Gedicht als einen Versuch, auch als einen sprachlichen Versuch, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Es könnte noch daran geschmiedet werden? ^^

LG
HM
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Ebenholz (68) antwortete darauf am 20.03.2019:
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Sätzer schrieb daraufhin am 20.03.2019:
@ Hilde, Ebenholz
Es gab Zeiten, wo Frauen auf gleichwertigen Arbeitsplätzen >ihren Mann standen< und es auch so formuliert wurde. Klar, aus feministischer Sicht ist das nicht mehr opportun.
Doch in dem Gedicht habe ich mir das fiktionale Recht genommen, es so zu formulieren, denn es wird nicht gesagt, in welcher Zeit der Text spielt. Ich hatte eher so die 70er-Jahre im Kopf, denke aus inhaltlicher Sicht aber, dass es auch heute noch geschlechtsspezifische Lohndiskriminierungen zwischen Männern und Frauen am gleichen Arbeitsplatz gibt, wenn keine Tarifverträge existieren.
LG Sä
In akademischen Berufen sind inzwischen Gehaltsunterschiede weitgehend abgeschafft, vor allem natürlich im Staatsdienst. Viele Frauen arbeiten z.B. in sozialen Berufen, die generell schlechter bezahlt werden, sodass die Einkommensunterschiede übers Ganze betrachtet auch heute noch erheblich sind.

Antwort geändert am 20.03.2019 um 09:44 Uhr
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Hilde äußerte darauf am 20.03.2019:
@Sä

Uwe, es bleibt der grundverkehrte Ansatz, den du in deinem Gedicht noch einmal unterstreichst. Und ich finde das unglaublich schade. Und bitte meinen Kommentar nicht auch noch in die Feministen-Ecke drängen, das setzt dem Ganzen noch ein weiteres Geht-so-nicht auf.
Hier spricht einfach eine Frau, eine ganze Frau, Uwe.
Bedenke noch einmal in Ruhe ... eine grundsätzlich dringende Kehrwende eines sich einsuggerierten Verständnisses von Frau/Mann.
Lieben Gruß

@Ebenholz

Ich freue mich sehr über deinen Kommentar. Da sind wir schon einmal zwei (denkende und wissende, erkennende) Frauen. Die Frau in der Frau.
Lieben Gruß
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Sätzer ergänzte dazu am 20.03.2019:
Naja, dann mach doch mal einen KONSTRUKTIVEN Änderungsvorschlag.
Vielleicht "geackert wie eine Pferd" ?
Das würde von der Grundproblematik ablenken.
Nochmal: Der Text spielt in einer Zeit, wo so geredet wurde. Es ist ein FIKTIONALER Text.
Persönlich kann ich deine Auffassung nachvollziehen!!!!
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Hilde meinte dazu am 20.03.2019:
Ja, aber grad DIESE Zeit, in der die Sprache hier spielt, wollen wir ja eben nicht weiter verschleppen.

Freue mich, dass du persönlich mich verstehst!

An das volkstümliche "geackert wie ein Pferd" hatte ich auch gedacht. Empfände ich aber ebenfalls nicht als stimmig. Weshalb sollte eine Frau, ein Mann ackern wie ein Pferd? Ein Pferd ackert wié ein Pferd

"obwohl geackert
wie ein mann"

Vielleicht die zweite Zeile gänzlich fortlassen, Uwe?
Ich darf übrigens durchaus ein Gedicht lesen, kommentieren und mein Unbehagen äußern, ohne einen KONSTRUKTIVEN Änderungsvorschlag vorbringen zu MÜSSEN!

LG
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Cora meinte dazu am 20.03.2019:
geackert wie ein Mann ist für mich verständlich und sprachlich ok. Was nicht ganz passt ist die Zeit. Hier verschwimmen die Vergleiche. Zu der Zeit als einer westlich erzogenen Frau noch von den Eltern verboten wurde zu arbeiten, konnte eine Krankenschwester, eine Pflegerin, eine Sekretärin sehr wohl von ihrer Arbei gut leben, sogar bei sparsamer Lebensweise war eine Eigentumswohnung erschwinglich.

Die Entwertung der Arbeit trifft beide, Frau und Mann. Zusammenhalten ist das Gebot der Stunde!

Antwort geändert am 20.03.2019 um 10:07 Uhr
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Ebenholz (68) meinte dazu am 20.03.2019:
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Hilde meinte dazu am 20.03.2019:
@Cora

Ich kann solche Vergleiche einfach nicht mehr hören/lesen/sehen. Weil darin der eben grundverkehrte Denk- und Empfindungs-Ansatz weitergetragen wird, immer noch weitergetragen wird.

Zu deinen weiteren Gedanken: War der Verdienst in den besagten Zeiten "gleicher Maßen"?
LG

@Sä
@Ebenholz

Oder evtl. einfach

"obwohl geackert
wie eine Frau"

?

LG
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Cora meinte dazu am 20.03.2019:
@Hilde
zu deiner Frage, die nehme ich rhetorisch, wir alle kennen ja die Antwort.

Ein Herumdoktern an "grundverkehrte Denk- und Empfindungs-Ansatz" gutwilliger Menschen empfinde ich als kontraproduktiv.
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
@ Hilde
Ich glaube, dass die Lösung von Nadel deine Bedenken ausräumen können. Ich hab die zwei umstrittenen Zeilen nach seinem Vorschlag geändert.
LG Sä
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Cora meinte dazu am 20.03.2019:
Mein Kommentar bezieht sich nur auf die ehemal. BRD, nicht auf die ehemal. DDR. Dort war es noch mal ganz anders in den 50-ern bis 80-ern. Auch durchschnittliche Männer mit normalen Berufen ohne anderweitige Beziehungen konnten sich kein Wohneigentum selbst erarbeiten.
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Kommentar von mystika (70) (20.03.2019)
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Danke dir, auch für deine Empfehlung.
LG in einen sonnigen Tag
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Trainee (71) meinte dazu am 20.03.2019:
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Bei der heissen Debatte bleibt mir nur noch >Das Weinen wie eine Frau< .... kleine Provokation
LG Sä(mann)
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Stelzie meinte dazu am 20.03.2019:
@Sätzer:
Eine Frau, die genau die gleichen Leistungen bringt wie ein Mann und trotzdem schlechter bezahlt wird - das gibt es, glaube ich, auch heute noch. Demzufolge ist es auch deswegen ein sehr aktuelles Gedicht, das sich außerdem noch gut lesen lässt. Das ist meine Meinung als Frau und Möchtegernintellektuelle
Danke dafür und liebe Grüße.
Kerstin

@Trainee:
Schön gesagt Bin da ganz bei dir, hätte es nur nicht so gut formulieren können.
Liebe Grüße
Kerstin
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Nadel (31) meinte dazu am 20.03.2019:
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Danke Nadel, das ist die Lösung, um die aufgebrachten Damen hoffentlich zu befrieden
LG Sä
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
@ Stelzie
Soweit ich weiß gabs bei euch in der DDR eine ausgeprägtere Gleichbehandlung von arbeitenden Frauen. In der BRD zu der Zeit sah es sicher schlechter aus. Insofern verstehe ich, dass die Sichtweisen im Hinblick auf historisch gewachsene konkrete Zustände unterschiedlich eingeordnet werden müssen. Das erklärt vielleicht auch etwas die Vehemenz der Argumentationen.
Ich weiß nicht, ob das heute noch so in den Ostländern ist. Eine große Unzufriedenheit, was den Zulauf zur AfD verstärkt, scheint zu bestehen. Aber das hängt wpohl eher damit zusammen, dass sich die Menschen abgehängt fühlen.
Frage: Hat es in der beruflichen Gleichberechtigung im Hinblick auf die Bezahlung Rückschritte nach der Wiedervereinigung gegeben?
Dank dir für deine Empfehlung und
LG Uwe
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Trainee (71) meinte dazu am 20.03.2019:
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Nadel (31) meinte dazu am 20.03.2019:
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Stelzie meinte dazu am 21.03.2019:
@Sätzer
Die berufliche Gleichberechtigung inklusive gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit war eines der "guten Dinge" in der DDR. Mir fallen dazu noch einheitliche Preise und die soziale Sicherheit ein. Jeder hatte einen Job und wer früh nicht zur Arbeit erschien, wurde abgeholt. Kostenlose Kinderbetreuung und schriftliche Benachrichtigung bei anstehenden Impfterminen der Kleinen... Ja, sozial- und gesundheitspolitisch war die DDR der BRD einen Schritt voraus.
Liebe Grüße
Kerstin

PS: Die erste Version gefiel mir besser.
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Sätzer meinte dazu am 21.03.2019:
Ich habs nach Überschlafen zurückgeändert und die Alternative daneben gestellt. So kann sich jede(r) aussuchen, was ihr/ihm besser gefällt.
LG Sä
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (20.03.2019)
Gut, wenn welche sich erheben
statt bloß zu sagn: So ist das eben.

Beste Grüße, Dirk
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Keine ahnung, ob sich alle erheben. Revolutionäre Bewegungen in der Hinsicht kann ich in der BRD nicht erkennen, außer bei Feministinnen und Gewerkschaften. Wo schon Tariflohn gezahlt wird, ist die Situation klar.
Dank dir für deine Empfehlung und Grüße in einen sonnigen Tag.
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Didi.Costaire meinte dazu am 20.03.2019:
Welche sind nicht alle.
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Oh sorry, ja!
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (20.03.2019)
Mein einziger Einwand fokussiert sich ebenfalls auf "geackert wie ein Mann".
(heutzutage arbeiten ja alle hart! )

Das könnte völlig anders formuliert werden. Ackern: eine Bäuerin? Das Verb finde ich unpassend, weil zu umgangssprachlich.
"geschuftet" - Eine Alternative, es gäbe aber auch andere.
Vielleicht kann es stilistisch auch völlig anders formuliert werden, muss man gar nicht an der Vorgabe festhalten?

Im Übrigen : Meine Kollegen beschweren sich glücklicherweise noch nicht, dass ich mehr verdiene als sie. Sowas gibt's auch! ;)

Kommentar geändert am 20.03.2019 um 10:56 Uhr
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Ich hab mir beim Schreiben eine Weinbäuerin hier im Oberen Rheintal, wo ich seit 10 Jahren wohne, vorgestellt. In den mittelständischen Betrieben wird hart gearbeitet, wobei die Rollenverteilung oft noch so ist, dass der Mann die Felder bzw. Weinberge beackert und die Frau meist mehrere Kinder versorgt und einen aufwändigen Haushalt führt. Das wird dann von den weiblichen Nachkommen i.d.R. auch erwartet. Da auszubrechen ist für Frauen nicht einfach.
Deine Kollegen sind weise Männer, dass sie deine Leistungen anerkennen.
Danke für die Empfehlung und
LG Sä
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Cora meinte dazu am 20.03.2019:
Den Hintergrund verstehe ich jetzt besser. Diese Familienbetriebe gibt es noch, sie sind heutzutage die Ausnahme. Nicht von ungefähr wird weltweit nach Nachfolgerinnen*** gefahndet "Bauer sucht Frau" *gggg*
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LottaManguetti meinte dazu am 20.03.2019:
Ich nochmal.
Wenn da schon mal ein detailliertes Bild vor Augen schlummert, dann wäre es eventuell gut, dieses auch zu benennen (die Überschrift böte sich da an z. B.) Gleichzeitig rechtfertigte das sogar das "geackert wie ein Mann"?

Überlegt grad Lotta
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Cora meinte dazu am 20.03.2019:
Diese Betriebe wirtschaften ja in Eigenregie, insofern ist es Selbstausbeutung, wenn die Frau zu kurz käme.
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Ich denke, dass nach Änderung der zwei umstrittenen Zeilen der Text so allgemeingültig Bestand hat.
Familienbetriebe sind dann doch nicht total vergleichbar. Dort besteht häufig der Druck, dass Kinder übernehmen sollen. Wenn sie es dann nicht wollen, müssen sie schon sehr vehement für ihre Interessen kämpfen, was schon bei der Wahl der Schulform anfängt - studieren oder eine praktische Lehre.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (20.03.2019)
Ich auch, aber nicht Deinen Textz. Der ist gut. LG
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Danke dir auch für die Empfehlung.
LG Sä
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (20.03.2019)
Hallo Sä, ich lasse es bei der Empfehlung. Gut, dass du den Tag nicht vergessen hast, obwohl heute in meinem Kalender Frühlingsanfang steht. Auch gut. LG von Gil.
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
An besagtem Equal-Pay-Day kam ich auf die Idee, das Thema mal lyrisch anzugehen, wollte nur nicht gleich die erste Version, die sicher voll verrissen worden wäre, einstellen. Es brauchte zwei weitere Tage der Reflexion und Bearbeitung
Dank dir für deine Empfehlung und
LG Sä
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loslosch
Kommentar von loslosch (20.03.2019)
die stoßrichtung, dass frauen nicht ihr eigenes geld verdienen sollen, ging eindeutig vom (künftigen) ehemann aus. noch bis ende der 1950er jahre musste die ehefrau grundsätzlich das schriftliche einverständnis ihres mannes vorlegen, wenn sie einen job antreten wollte. (gilt natürlich nicht für die ddr.)

zum equal pay day: die echten einkommensunterschiede zwischen mann und frau betragen aktuell nicht 21%, sondern ca. 6%; denn struktureffekte (überproportionale beschäftigung von frauen in schlecht bezahlten jobs und höhere teilzeitquote) müssen abgezogen werden.

natürlich sind 6% immer noch zu viel.
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
So ist es. Die Frage bleibt, warum Frauen mehr in strukturell schlechter bezahlten Berufen arbeiten und warum diese aufreibenden Berufe wie z.B. als Sozialarbeiterin so schlecht bezahlt werden und warum Männer viel seltener bereit sind, in Teilzeit mehr für die Kinder da zu sein (ich hatte das gemacht in fairer Absprache mit meiner Frau, wobei wir beide im Staatsdienst fast gleiche Gehälter hatten, sodass die Ausgangsbedingungen besser waren). Heute ist das jedoch bei Männern viel eher möglich. Doch da die Frau in den meisten Fällen weniger verdient, setzt sie i.d.R. aus oder geht auf Teilzeit, obwohl das heute auch Männer können. Mit der Folge für niedrige Altersrenten.
Da ist die Egalisierung auf 6% moralisch betrachtet nicht schlüssig, obwohls mathematisch stimmt.
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Cora meinte dazu am 20.03.2019:
Das Lohngefälle muss man differenziert betrachten, wenn man es überhaupt richtig verstehen will.
Pauschale Zahlen erzeugen Missverständnisse. Die Frau in der Werkhalle bekommt nicht 21% weniger als ihr Kollege Mann. Das wäre 19.Jhd.

Die strukturelle Differenz ist auch dadurch bedingt, dass Mädchen in der Wahl der Ausbildung z.B. Mint-Fächer immer noch nicht bevorzugen, sondern lieber "was mit Menschen" oder "was mit Medien" machen wollen. In diesen Bereichen werden sie eher ausgebremst.

Wenn bei den Demos gleiche Bezahlung gefordert wird, ist mir das zu diffus. Um das zu erreichen sind viele kleinere Schritte an unterschiedlichen Stellen nötig. Ähnlich wie beim Klima. Diffuse Forderungen bringen nichts, weil sie unerfüllbar sind. Es wäre wirksamer kleinere Ziele konkret anzugehen, als das große ganze pauschal zu fordern, ohne aufzuzeigen, wie man dahin kommen kann.

Antwort geändert am 20.03.2019 um 16:08 Uhr
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Na ja Cora, in Demokratien gehts sowieso immer nur in kleinen Schritten voran, wenn ein Problem denn überhaupt mal angepackt wird. Z.B. beim Thema Klima ist trotz der Postulate Regierender bisher nicht viel passiert. Da machen die großen Demos der Jugendlichen, die die unterlassenen Reformen anmahnen, etwas Dampf, damit endlich gehandelt wird. Denn sie sind zukünftig sehr viel stärker betroffen als wir Alten.
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Kommentar von niemand (20.03.2019)
Sie wollte als Frau ihr eigenes Geld verdienen. Die Eltern waren dagegen. Den Traum jedoch hat sie durchgesetzt.
Der Lohn war sehr bescheiden. Obwohl geackert wie
ein Mensch nur ackern kann, konnte sie davon nicht leben.
Das fand sie voll daneben.


Ich weiß nicht, Uwe, wo andere hierin ein Gedicht sehen,
denn aneinander gereiht ist es für mir reine Prosa.
Zwei kleine Reime machen noch kein Gedicht. Warum es also in
Strophen setzen? Für ein Gedicht müsste es noch etwas mehr
in sich haben. Nichts für ungut, denn der Inhalt stimmt, dagegen kann man nichts sagen. LG Irene
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Sätzer meinte dazu am 20.03.2019:
Tja, da scheints keine Einigkeit unter euch LyrikerInnen zu geben.
So prosamäßig formuliert gehts natürlich auch. ist vielleicht etwas langweilig, weil, dann da so etwas wie ein Sprachrhythmus fehlt, der durch die Umbrüche begünstigt wird.
Trainee hat in ihrem ersten Kommentar eine gewisse formale Struktur erkannt und beschrieben.
Klare Gesetze scheints nicht zu geben. Da bleibt mir nur, weiterhin zu experimentieren. Aber das macht Spaß, wenn sich darüber auseinandergesetzt wird. Dafür sind wir ja hier mit all unseren idividuellen Meinungen, Vorurteilen und Wertvorstellungen..
LG Sä
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Politik - Gesellschaft (Gedichte).
Veröffentlicht am 20.03.2019, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.03.2019). Textlänge: 45 Wörter; dieser Text wurde bereits 421 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.07.2019.
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