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Nicht nur nicht richtig bösartig...

Erzählung zum Thema Annäherung


von toltec-head

Nicht nur habe ich es nicht zustande gebracht, so richtig schön bösartig zu werden, nein, ich habe es nicht zustande gebracht, irgendetwas so ganz richtig zu werden. So wie ich auf diesem Internetliteraturforum ja wohl kein ganz richtiger Autor, aber auch nicht wirklich nichts bin, so bin ich in alles Bereichen - naja sagen wir: in allen sozialen Bereichen - nichts so ganz richtig aber auch nicht so richtig nichts. Zum Beispiel möchte ich definitiv kein Gutmensch oder ein Süßholzraspler oder so jemand sein, dessen Rede 3 Meilen gegen den Wind nach Zucker im Urin riecht. Aber so ein richtiger Nazi bin ich jetzt auch nicht; so etwas käme mir auch komisch und zu gewollt vor. Also, ich denke schon, dass ich mich in irgendeine Form eines universellen Antisemitismus oder Rassismus hineinsteigern könnte. Aber so etwas scheiterte dann sofort an meiner Realität. Ich kenne keine Juden - allein das Wort "Jude" kommt mir irgendwie total gewollt und unnatürlich vor - und den einen Schwarzen, den ich mal kennen gelernt habe, wollte, dass ich ihn im Bett ständig Negerfotze nenne, und nach 1,2 x fand ich das dann auch schon wieder blöd.

Es ist wirklich so, dass Internetliteraturforentum mit dem ganzen Grau-in-Grau, das damit einhergeht, zieht sich als eine Art Prinzip durch mein ganzes Leben. Kein Sozialschmarotzer, aber doch wohl auch kein sogenannter Leistungsträger, weder so richtig schön pervers, aber auch nicht mehr sexuell ganz normal veranlagt, kein glücklicher Analphabet aus Afghanistan, was ich aber noch lieber wäre, als ein richtiger Schriftsteller, was ich aber natürlich auch nicht wirklich bin. Was ist weniger als Less than Zero? Na, so ein universalisiertes Forenliteratentum eben. In allen Bereichen die anderen hassen, ohne sie dann aber gar nichts zustande bringen, einfach nur in Depressionen versinken und nicht mehr aus dem Bett aufstehen wollen. Ich hasse die anderen Leute hier, die hier ihre Texte einstellen; ich hasse sie wirklich. Aber eigentlich hasse ich sie nur genauso wie ich meine Kollegen in allen anderen Bereichen des sogenannten sozialen Lebens hasse.

Die meisten Leute sind unfähig, haben sich so abgepuffert in ihrem Dasein, dass sie sich nicht einmal den ganz normalen Futterneid eingestehen können. Noch viel weniger aber können sie sich den sexuellen Futterneid eingestehen, obwohl sie diesen natürlich in jeder Sekunde ihres Lebens, noch als alter Mann oder als alte Frau, empfinden. Was soll man da erst über den Futterneid auf all die höheren Dinge sagen, auf Spiritualität, den Yoga-Futterneid oder eben den auf Literatur? Und damit mein ich nicht auf Preise und Anerkennung von irgendwelchen intellektuellen Kaffee-und-Torten-Dickerchen, sondern Neid auf Eingebung, auf Inspiration, auf das richtige Wort oder wie immer man das nennen will. Das universalisierte Kollegentum bringt eine Art universalisierten Futterneid hervor. Die Kollegen sind die Juden und Neger von heute. Ich hasse sie. Ich hasse sie wirklich. Ich bin wie sie. Sie sind wie ich. Man kann selbst noch auf das Nichtssein neidisch sein. Selbst im Nichtssein gibt es heute Kollegen. So Beckett Typen mit schwarzen Rolli und Brille. Leute, die ihr Nichtssein zelebrieren und damit dann auch noch Erfolg haben, weil sie sich besser ausdrücken können als ich. So etwas hasse ich selbstverständlich auch. Demgegenüber bin ich eben noch viel weniger als nichts. Internetliteraturforen-Autor. In allen Bereichen. Universalisiert. Wenn es eine große Entdeckung in meinem Leben gibt, dann nur die, dass die Internetliteraturforen-Prinzipien heute überall gelten.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Trainee (71) (24.03.2019)
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toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Notizen aus dem Wohnklo.
Veröffentlicht am 24.03.2019, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.03.2019). Textlänge: 559 Wörter; dieser Text wurde bereits 134 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.11.2019.
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