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M.

Kurzprosa zum Thema Liebe, lieben


von Miss_May_B.

Wie das gusseiserne Tor einer Mittelmeervilla waren wir: groß, dunkel, geheimnisvoll. Wie das Betreten eines verwunschenen Gartens voller meterhoch rankender Bougainvilleen, ein Paradies abertausend pinker Blüten, verschwenderisch an Fülle und Schönheit. Wie das tiefrote Leuchten schweren Weins in kerzenscheinerhellten Abenden am Pool. Da, wo es nachts nie kühler war als am Tage. Wo einem die Sonne vorgaukelte, alles verbliebe für immer in jener seltsam feuchtwarmen Schwebe, die jeder Tagbeginn mit sich brachte und die verwunschene Nähe zueinander ewig.

Es gäbe unzählige Bilder, mit denen ich beschreiben könnte, wer wir waren. Ich könnte problemlos Hunderte kleiner Dinge benennen, die dich besonders machten. Du warst für mich da, als niemand für mich da war. Du beschütztest mich, wo ich kaum zu überleben vermochte. Du hast meine ersten Geschichten redigiert und mich ermutigt mit dem Schreiben fortzufahren, als es niemanden gab, den interessierte, was ich tat. Du warst, ohne jeden Zweifel, meine Heldin. Du warst das Boot, das mich zum sicheren Ufer brachte, wenn ich zu ertrinken drohte. Ich erinnere mich daran, wie ich dir oft nachsah und mich fragte, wie das Leben etwas so Wunderbares wie dich hatte hervorbringen können.

Dennoch zögere ich, Gedanken wie diese zu Papier zu bringen. Vielleicht, weil das für mich hieße, mich wieder in der Schönheit jener Tage zu verlieren. Mich zu verlieren in der Erinnerung an Gemeinsamkeiten, die für mich alles bedeuteten. Gemeinsamkeiten, die verstummten, seit unser Palast über Nacht zu einer Ruine geworden war. Zu einem von Hass und Missgunst beherrschten Ort, an dem das Schöne plötzlich keine Bedeutung mehr hatte. Ein Verließ für Erinnerungen, in dem Stille jedes Wort auf kalten Lippen ersterben ließ und jede Nähe vergiftete. Mein Weinen verebbte am Rande der Zeit. Damals.

Ich hätte ewig sein wollen mit dir. Und noch immer wollte ich dich bei der Hand nehmen, den Schlüssel im Schloss unserer Villa drehen, ein paar Flaschen Wein mit dir am Pool trinken, der Boden blütenüberflutet, im Hintergrund La Traviata… Ich würde dich ansehen und lächeln, dankbar dich in meinem Leben zu haben.

Stattdessen kaufe ich weiße Lilien. Jedes Jahr im Sommer, wenn die Bougainvilleen blühen.


© Katja Herrmann (März 2018)

Anmerkung von Miss_May_B.:

Dies ist ein Text, den ich extra für eine Vernissage in Frankfurt zum Thema "Besondere Frauen" geschrieben und vorgetragen habe. Wie vermutet, kam er beim Publikum super an.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Sternenpferd
Kommentar von Sternenpferd (29.03.2019)
schön dich wieder zu lesen
deine wunderbaren bilder im text
dass ich deine texte sehr mag, ist dir ja bekannt

lg m.

Kommentar geändert am 29.03.2019 um 09:01 Uhr
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Miss_May_B. meinte dazu am 29.03.2019:
Hallo Sternenpferd, danke! Ich musste hier mit einer Menge Bildern arbeiten und recht eindringlich formulieren, damit ich auch wirklich alle Anwesenden der Vernissage, auf der ich lesen sollte, "abhole". War ein voller Erfolg. 🙂 Kryptischeres wäre dort völlig fehl am Platz gewesen. Schön, wenn es dir gefällt.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (29.03.2019)
Guten Morgen.

Stellenweise sehr kitschig, der Text.
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Miss_May_B. antwortete darauf am 29.03.2019:
Ist Geschmackssache und es kommt natürlich darauf an, zu welchem Thema er welchem Publikum vorgetragen wird.
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 29.03.2019:
Das kann sein, für eine öffentliche Lesung ist "M." sicherlich ungeeignet. Wobei, rein handwerklich gesehen, es sind schon sehr viele schwülstige Adjektive und Stilmittel dabei, die nicht sein müssen.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (29.03.2019)
Im ersten Absatz sind für meinen Geschmack zu viele Bilder. Da wäre weniger mehr. Ansonsten ist der Text in Form und Ausdruck einheitlich und stimmig..
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (09.07.2019)
Extrem viele blumige Adjektive im ersten Absatz.
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Miss_May_B.
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Veröffentlicht am 28.03.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.03.2019). Textlänge: 353 Wörter; dieser Text wurde bereits 86 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.09.2019.
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