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Soziosexuelle Hierarchographie

Dokumentation zum Thema Erziehung


von Jack

Um die soziosexuelle Hierarchie zu verstehen, genügt es nicht, ihr Vorhandensein zu postulieren. Laut dem Schriftsteller Vox Day sind Alphas die Leader, Betas bzw. Bravos ihr loyales Gefolge, an dritter Stelle stehen dann wunderlicherweise die Deltas und nicht die Gammas, die weiter unten stehen, weil sie die Hierarchie nicht akzeptieren. Das unmittelbar Vorhandene wird nach dessen Feststellung verabsolutiert. Um diesen Fehler zu vermeiden, bedienen wir uns einer Anleihe aus Acemoglu/Robinson (Warum Nationen scheitern), und versehen die Stereotypen mit einem Pluszeichen, wenn sie konstruktiv, und mit einem Minuszeichen, wenn sie destruktiv sind. Der konstruktive Alpha führt eine inklusive Gruppe, in welcher jedes Mitglied zu seinem Recht kommt; der destruktive Alpha herrscht über eine extraktive Gruppe, die auf Ausbeutung und Parasitismus basiert.

Unus Überblickus kurzus:

● α+ ist der gute Anführer (Captain America)
● α- ist der villaineske Anführer (Stalin, Hitler, Sauron)
● β+ ist der wertloyale Gefolgsmann (Iolaus)
● β- ist der hündisch loyale, aber auch verräterische Gefolgsmann (Stalin ggü. Lenin)
● γ+ ist der konstruktive Spezialist (Lucius Fox)
● γ- ist der destruktive Spezialist
● δ+ ist der anständige kleine Mann
● δ- ist der gehässige Spießbürger
● ω+ ist der Außenseiter durch tragische Umstände
● ω- ist der Außenseiter durch eigene Schuld (typischer Verbrecher)
● σ+ ist der gute einsame Wolf (Clint Eastwood)
● σ- ist der einsame Supervillain (Hannibal Lecter)

Somit geht Vox Day von der folgenden Hierarchie unter zeitgenössischen Männern aus: α+, β+, δ+, γ-. Seinen Äußerungen über die Sigmas und Omegas (Männer außerhalb der Hierarchie) zufolge handelt es sich immer automatisch um einem σ+ bzw. ω-. Weil der Sigma-Status positiv und der Gamma-Rang negativ besetzt ist, sagt er ständig zu Kritikern oder nervigen Kommentatoren: You`re not a Sigma, you`re a Gamma! Nevertheless, seine Erweiterung des Pick-Up-Konzepts ist durchaus wertvoll, jedoch, wie gezeigt, unvollständig. Nun ist es ein unterhaltsames Gedankenspiel, sämtliche möglichen Kombinationen in der Hierarchie durchzugehen, um so konkrete rezente oder historische Gesellschaften zu beschreiben. Die inkroyable Vitalität des Schurkenstaats schlechthin erklärt sich durch die Struktur α-, β+, γ+, δ+,  (ω-*: totale Versündenbockung der Außenseiter mit eliminatorischer Absicht). Der schnelle Zerfall der gegen diesen siegreichen Sowjetunion erklärt sich durch die Struktur α-, β-, γ+ zu γ-, δ+ zu δ-: ein extraktives System mit einem Trickle-down-Effekt der parasitären Haltung.

Das Wirtschaftswunderland BRD ist eine Delta-Republik mit Gammaschaden, die Ränge Alpha und Beta sind gesellschaftlich outgesourced, die Omega-zu-Delta-Inklusivität fuktioniert weitgehend gut, wobei in den letzten Jahrzehnten die Bewegung δ+ zu δ- Anlass zur Sorge gibt. Die öffentliche Meinung befindet sich im Griff der destruktiven Gammas, was zu einem steigenden Negativ-Drall beiträgt. Bisher ist dennoch die Gesellschaft der konstruktiven bzw. Nullsummendeltas ziemlich stabil, was an der überwiegenden Bejahung des status quo und der Ablehnung der Zurückholung der Alpha- und Betaränge zu sehen ist. Der starke Mann wird weder als α- (kollektive Rachephantasie) noch als α+ (Sehnsucht nach dem Erlöser) herbeigesehnt. Auch die Allianz des Feminismus mit den destruktiven Gammas vermag die Grundstruktur der BRD-Gesellschaft bislang nicht zu erschüttern.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Gigafchs
Kommentar von Gigafchs (06.04.2019)
Ich guck auch ab und zu Vox Day. Sigmas akzeptieren die Hierarchie nicht (Wie auch immer das aussehen soll). Gammas aber schon. Daher sind diese ja so nervig, weil sie aufsteigen und dazugehören wollen. Sie sind intelligent aber jähzornig, verbittert, können sich schlecht selbst reflektieren und denken, sie wären der geheime König. Also, sie müssten eigentlich die Anführer sein. So hab ich das verstanden. Bravos können glaub ich, kurzzeitig zum Alpha werden, wenn keiner anderer Anführer da ist. Sie fühlen sich aber wohler, ist ein Alpha vorhanden, unter dem sie aufblühen und ihm bzw. dem Wohl der Gruppe dienen können. Deltas sind anscheinend die Mehrheit, es sind die Durchschnittstypen, ohne große Ambitionen, die Familien gründen und die Durchschnittsarbeit machen, damit wir hier, dekadent in Internetforen uns austoben können. (no offense, oder doch).

Beste Grüße
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Jack meinte dazu am 06.04.2019:
Gammas akzeptieren die Hierarchie nicht, wollen aber dazugehören, und zwar als Alphas. Sigmas sind einfach Einzelgänger, sie wollen sich durch keinen Rahmen wie eine Hierarchie stören lassen. (alle anderen brauchen genau diesen Rahmen der Hierarchie, um sich zu entfalten: selbst der Gamma wäre als Außenseiter nicht Gamma, sondern gar nichts, weil er nicht die Unabhängigkeit des Sigma hat). Ansonsten völliges dakkor, jedenfalls habe ich Vox Day auch so verstanden.
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Gigafchs antwortete darauf am 06.04.2019:
Du meinst, die Gammas akzeptieren die Hierarchie nicht wie sie gerade ist, undzwar ohne sie selbst als Alphas.

Antwort geändert am 06.04.2019 um 19:42 Uhr
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Jack schrieb daraufhin am 06.04.2019:
Gammas spielen ein doppeltes Spiel: einerseits spielen sie sich als der "wahre König" auf, andererseits leugnen sie die Hierarchie. Männer verachten Gammas, weil diese Männer sich wie Frauen verhalten, und Frauen verachten Männer, die sich wie Frauen verhalten.

Gamma sein ist Scheiße. Dennoch muss es große Vorteile haben, weil der Gammamännchen-Anteil in den letzten Jahren epidemisch gewachsen ist.
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Gigafchs äußerte darauf am 06.04.2019:
Ja, da überschneidet sich viel. Weil niemand nur Gamma bzw. Alpha sein kann. Frauen werden auch Gammas mögen, weil die das Weibische im Mann dann vielleicht nicht so gut erkennen da es subtil daherkommt und weil die Frauen sich selbst nicht reflektieren können um zu wissen was gut für sie wäre. Hochkonjunktur für Gammas herrscht gerade weil, Zitat: "Harte Zeiten erschaffen starke Typen. Starke Typen schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten machen schwache Typen."
Gammas werden nicht mehr so in die Schranken gewiesen und reiten auf der PC-Welle schön mit. Usw etc.
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Jack ergänzte dazu am 07.04.2019:
Gute Zeiten machen nicht nur schwache Männer, sondern bringen auch eine Anspruchshaltung bei. Alle sind verwöhnt, keiner will der Durchschnittstyp sein. Doch die meisten sind nunmal medioker. Aber sie weigern sich, Deltas zu werden, und werden stattdessen schwache Gammas. Ja, genau daher kommen die geistig-moralischen Aberrationen unserer Zeit wie PC, SJW, Leftism usw. Und wer soll schon die Gammas in die Schranken weisen? Im Westen hat man die Alphas und Betas verbannt oder outgesourced. Da aber Frauen Gammas hassen, holen sie sich schon ihre primitiven Alphas, und zwar aus der dritten Welt. Frauen mögen Gammas nicht, aber sie erziehen Gammas. Das hat auch mit Vaterlosigkeit und Matriarchat zu tun.
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Dies ist ein These des mehrteiligen Textes Gesammelter Unsinn und blödsinnige Idiotismen.
Veröffentlicht am 30.03.2019, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.04.2019). Textlänge: 457 Wörter; dieser Text wurde bereits 162 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.10.2019.
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