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Nach der Dämmerung

Gedicht zum Thema Abendstimmung


von Isaban

Der Himmel war unendlich groß,
die Sterne diesmal unsichtbar.
Ich fühlte mich sehr knochenlos,
gehäutet, ausgesetzt und bloß,
missgestalt und kaum mehr wahr.
Beim Blick von unten weit hinauf
floss Wolkenschwarz den Mond herauf,
da wurde mir auf einmal klar:
Der Himmel ruht auf dürren Zweigen,
die sich im Wind zu gerne neigen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (01.04.2019)
Hallo Isaban,
die letzten beiden Zeilen haben es in sich!
Eine Allegorie auf alles menschliche Streben.
Liebe Grüße
TT
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Isaban meinte dazu am 02.04.2019:
Hallo TT,
vielen Dank für deine Rückmeldung. Es freut mich, dass der Text dich zwischen die Zeilen ziehen konnte.
Liebe Grüße
Isaban
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (01.04.2019)
hallo Sabine. das Gedicht reißt einen unendlich weiten Raum auf, in dem sich das LyrIch verloren fühlt. Die Verlorenheit wird noch gesteigert durch die Vorstellung, dass dieser von dürren Zweigen getragene Raum seinerseits ins Bodenlose fallen kann.
Liebe Grüße
Ekki
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Isaban antwortete darauf am 02.04.2019:
Hallo Ekki,

ja, es hat schon etwas Bedrohliches, wenn jemandem bewusst wird, dass ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte und dass alles, woran er glaubt nur auf dürren Zweigen ruht. Ich freue mich sehr über deine Rückmeldung und die Interpretation. Vielen Dank.

Liebe Grüße
Sabine
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DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (01.04.2019)
An jedem anderen Tag hätte ich entweder versucht den Sternenstaub zwischen den Zeilen wieder glitzern zu lassen oder ohne Wagner und Zubehör diesem knochenlosen Lyri eine Wärmeflasche zu malen, eine Götterdämmerung ohne Wärmflasche halte ich für unzumutbar, aber heute... das Leben hört uns zu, sagte es mir heute, ohne Worte aber unmissverständlich leise und bestimmt. Und wenn diese Zeilen auf demselben Heute entsprossen sind, unser alltäglich Schattendasein in ein "fühlbares" umherirrendes Niemand erkennen lassen, dann soll das so sein.

Kommentar geändert am 01.04.2019 um 23:33 Uhr
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Isaban schrieb daraufhin am 02.04.2019:
Hallo DanceWith1Life,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Und ja, Wagner ohne Wärmflasche und Sitzpolster könnte unter Umständen schon einmal anstrengend werden, das ist gewiss.

Liebe Grüße
Isaban
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Kommentar von Agneta (02.04.2019)
jeder Himmel,den wir als solchen definieren, entspringt unserem subjektivem Bild. Real sind es Luftschlösser. So lese ich es, liebe Isaban.
LG von Agneta
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Isaban äußerte darauf am 02.04.2019:
Hallo Agneta,

so kann man es auf jeden Fall auch betrachten.
Vielen Dank für deine Interpretation!

Liebe Grüße
Isaban
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