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Kurzgeschichte zum Thema Urlaub/ Ferien


von Manzanita

Vielleicht habt ihr es bereits vergessen, ich aber noch lange nicht. Das „Monster“, das mich jeden Tag aufweckt und Ella heißt, war auch heute aktiv. Ella kam, spritzte mir Wasser über das Gesicht, und ich erwachte mit dem typischen Schrei. Der einzige Unterschied gegenüber der anderen Tagen war, dass ich diesmal etwas früher aufstehen musste. Genauer gesagt um fünf Uhr morgens. Warum? Das hätte ich auch gerne gewusst. Also habe ich Mama gefragt. Aber Mama war noch halb im Schlaf. Stattdessen antwortete Ella schnell. „Damit wir den Zug erwischen, Schnellmerker! Ich fand diese Antwort zwar nicht besonders sympathisch, aber ich war trotzdem guter Laune. Mama hatte einen Fehler gemacht. Sie hatte den Zug zurück nach Hause zu früh gebucht! Wir konnten endlich nach Hause fahren! Und vor allem: ich konnte endlich Papa wiedersehen. Papa, ich vermisste ihn richtig. In meinem Hals bildete sich ein Kloß. Er war noch ziemlich klein, aber er wuchs. Könnte ich in meinen Hals reinschauen, hätte ich dem Kloß beim Wachsen zuschauen können. Doch nun war keine Zeit mehr. Ich musste mich anziehen. Ich war schon der letzte. Ablenkung konnte ich mir jetzt nicht mehr leisten. Sonst würden wir den Zug verpassen. Das wäre sehr doof, dann müssten wir womöglich länger in Hamburg bleiben und noch mehr Museen besuchen. Aber warum hatte Mama gerade einen Zug um halb sechs gebucht? Warum nicht einen um eine normale Zeit? Ich jedenfalls, würde es bis Mittag noch aushalten.

Nach weiteren zehn Minuten konnten wir endlich das graue Hotel verlassen. Ich war richtig froh darüber, dass ich das Hotel nie wiedersehen musste. Auf diesen Moment hatte ich gewartet. Allerdings hatte ich ihn mir immer etwas heller vorgestellt. Draußen war es dunkel. Sehr dunkel. Man hat kaum was gesehen. Zum Glück mussten wir nur bis zur Bushaltestelle gehen. Als wir dort ankamen, schaute Mama gleich auf den Fahrplan. Typisch Mama. Sie hat immer Zeitdruck. Meint sie jedenfalls. Als sie die Zahlen auf dem Fahrplan sah, konnte man ihr Stress und Zeitdruck auch anmerken. Die erste Busfahrt zum Bahnhof startete in einer Stunde. Wir mussten zum Bahnhof mit dem Taxi fahren. Entschuldigung, ich meine natürlich wir, also Mara, Anette, Ella und ich, wollten mit dem Taxi zum Bahnhof fahren. Mama wollte nicht. Mama wollte laufen. Und weil Mama wollte, mussten alle. Diese Geschichte kennen wir ja schon.

Draußen war es kalt. Nach und nach fing es an zu regnen. An einer Apotheke sah ich, dass es nur drei Grad kalt war. Oder warm, wie Papa gesagt hätte. Papa, ich wollte ihn endlich wiedersehen. Der Kloß in meinem Hals wurde größer. Ich, ich, Tim Schnieckedisch, fing an zu weinen. Ich konnte es nicht stoppen. Ich weinte und weinte, bis wir endlich am Bahnhof ankamen. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon wieder halb im Schlaf. Wie Mama morgens auch immer. Als wir uns in den Zug setzten, schlief ich ein.

Als ich aufwachte, fuhren wir gerade an einem Bahnhof vorbei. Der Zug war nicht gerade sehr schnell, höchstens vierzig Kilometer pro Stunde. Ich konnte den Namen der Station an den blauen Schildern lesen, aber ich musste mich irren. Irgendwas mit „Berlin“ stand da. Wahrscheinlich schlief ich noch. Ich kniff mich in den Arm. Au! Ich wollte aus Reflex Ella kneifen, aber da fiel mir ein, dass ich mich ja selber gekniffen habe. Ich war also wach! Wir fuhren also gerade durch Berlin. Dabei waren wir auf dem Hinweg nicht durchgefahren. Mussten wir einen Umweg fahren? Vielleicht waren auf der Strecke Bauarbeiten und wir mussten eine Umleitung fahren. In dem Moment sagte der Zugchef die nächste Haltestelle an. Berlin Hauptbahnhof. Mama packte unsere Sachen zusammen und forderte mich dazu auf, als erster zu Tür zu gehen. Ich ging zur Tür. „Ausstieg links“, hatte der Zugchef gesagt. Links stieg ich aus. Mama ging so schnell, dass ich kaum mithalten konnte. Erst wollte sie zur U-Bahn, aber die fuhr anscheinend nicht so weit. Also gingen wir zur S-Bahn. Erst fuhren wir nur eine Station, dann mussten wir umsteigen. Aber mit dem zweiten Zug fuhren ganz weit, bis zu einer Haltestelle die sich „Buch“ nannte. Das war ja wohl nicht bei uns Zuhause. Ich hätte mich beim Einzug geweigert, in einem Stadtteil namens Buch zu leben. Als wir ausstiegen, konnte ich Mama endlich fragen, warum wir nicht bis nach Hause weitergefahren waren. Ihr könnt euch vorstellen, wie sich meine Schwestern totlachten. Schade, dass man dabei nicht sterben kann.

„Wir gehen jetzt in ein Restaurant und später besuchen wir den Fernsehturm“, antwortete Mama auf meine Frage. Also fuhren wir nicht nach Hause. Das hätte ich mir ja denken können. „Wenigstens ist der Fernsehturm kein Museum“, habe ich mir dann gedacht. Aber jetzt weiß ich, dass man dort nicht Fernsehen schauen darf. Schade.

Nach dem wir gegessen hatten, fuhren wir mit der S-Bahn den ganzen Weg wieder zurück. Diesmal mussten wir allerdings noch ein bisschen weiterfahren. „Mohrenstraße“ hieß die Station an der wir ausstiegen. Nach dem wir umgestiegen waren, gingen wir also zum Fernsehturm. Ich hatte ihn mir schon ziemlich groß vorgestellt, aber so groß hätte ich ihn mir nicht denken können.

Im Fernsehturm konnte man nichts anderes machen, als aus den Fenstern rauszugucken. Die Mitarbeiter hatten zu jedem Fenster Schilder aufgehängt, die erklärten was man sehen sollte. Aber meistens konnte man es nicht erkennen, weil die Fenster schmutzig und beschlagen waren. Deshalb war der Besuch sehr langweilig. Meine drei Schwestern fanden das anscheinend auch. Sie packten ihre Handys aus und spielten irgendwelche Sachen. Mama fand den Besuch auch nicht besonders spannend, aber sie hatte auch ein Handy dabei…

Mama fing an, Spiele auf ihrem Handy zu spielen. Ich war nun der einzige, der keine Beschäftigung hatte. Ich fragte Mama, ob wir nicht zurückfahren konnten, aber sie wollte nicht. „Ich möchte noch ein bisschen rausgucken, Tim, wir müssen den teuren Eintritt ausnutzen.“ Das tat sie ja wohl nicht.

Nach zwanzig Minuten, in denen ich mich langweilte, konnten wir mit dem Fahrstuhl wieder nach unten fahren. Endlich! Wir fuhren zum Hauptbahnhof und stiegen in den Zug zurück nach Hamburg.

Anmerkung von Manzanita:

Vielen Dank für all die Emfehlungen!!!

Euer Manzanita


 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (10.04.2019)
Ich hätte mich beim Einzug geweigert, in einem Stadtteil namens Buch zu leben.


Herrlich.

Mir insgesamt ein wenig zu infantil, trotz des offenbar jungen Ich-Erzählers, formuliert. Aber dennoch gerne gelesen.
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Manzanita meinte dazu am 10.04.2019:
Ich weiß, ich habe geschrieben, ich würde dich in diesem Text ignorieren. Aber wieso auch dieses Kommentar?


Danke!!!
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund antwortete darauf am 10.04.2019:
Bitte, gern geschehen.

Nun, man muss die KV-User nehmen wie sie sind. Natürlich gibt es Dauer-Pöbler, die nur beleidigen und nie was zum Text sagen. Diese ignoriere ich auch, aber alle anderen haben kein Ignorieren verdient, finde ich.
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Manzanita
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Papa, kennen wir uns?.
Veröffentlicht am 09.04.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.04.2019). Textlänge: 1.001 Wörter; dieser Text wurde bereits 33 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.07.2019.
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