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Menschenmanagement im DigitalzeitalterInhaltsverzeichnisAuf Kante

>Schluss mit der Flirterei< und >Der Kampf um Anerkennung< in Zeiten zunehmender Digitalisierung

Essay zum Thema Umbruch


von Sätzer

Der Wirtschaft geht es gut, doch wir fühlen uns schlecht. Das liegt an der permanent negativen Nachrichtenlage und politischen Führern wie z.B. Donald Trump. Die jungen Menschen haben Angst vor der Zukunft, was wiederum das Bedürfnis nach einem Zusammensein fördert. Das Leben übernehmen Fernsehserien und die Streaming-Dienste. Online-Präsenz ersetzt das wahre Ich.
Natürlich gibt es auch Gegenbewegungen, denn Stress und Konflikte verlangen Schutzmechanismen. Manche versuchen ihr inneres Wachstum zu befördern, wobei die Religionen in westlichen Industrieländern allerdings kaum noch eine Rolle spielen. Was wir am meisten brauchen ist eine mentale Revolution im Hinblick auf innere Stärke und Ruhe.

Junge Männer und Frauen sind in ihrem Wesen immer weniger zu unterscheiden. Alles wird gleicher, weil sie im Äußeren keine Ruhe finden. Paare leben in ihren Wohnungen wie Freunde zusammen, die alles teilen. Das hat zur Folge, dass Flirten immer mehr ausstirbt, was sehr langweilig werden kann. Man sucht sich einen Partner und schaut gemeinsam Netflix. Auch wird immer mehr aufs Smartphone geschaut oder halbliegend mit dem Laptop auf dem Sofa rumgehangen.
Eingehende Nachrichten erscheinen immer wichtiger als ein Gespräch, das gerade geführt wird. Manche Menschen sind sich dessen bewusst und hoffen, die Entwicklung umkehren zu können, stellen ihr Smartphone mal aus und lernen, nicht ständig danach zu sehen. Sie begreifen, dass die sogenannten Sozialen Medien wie Facebook und Instagram dafür entwickelt wurden, süchtig und Geld mit dem Verkauf ihrer Adressen zu machen.

Die alten Formen beim existentiellen Kampf um Anerkennung scheinen im Internet nicht zu funktionieren. Der digital sich darstellende Andere in einer anonymen Masse ist zwar omnipräsent, aber flüchtig, mit seinem Potential da, aber nie wirklich. Unklar bleibt auch sein eigenes Selbst. Was daran ist Inszenierung? Was wäre, wenn der Darsteller sein wahres Gesicht zeigen würde? Würden die Klickzahlen der follower erodieren?
Wenn die Grenzen zwischen der realen und der virtuellen Welt immer mehr verschwimmen, fragt sich, was dann überhaupt noch authentisch ist und was inszeniert. Früher wurde unsere Identität vom sozialen Umfeld bestimmt. Heute werden wir quasi dazu angehalten, uns ständig in Liebe, Beruf(ung) und Wohnort neu zu erfinden. Das Netz unterstützt uns mit Dating-Apps, Fernlehrgängen, Such- und Tauschbörsen. Das Leben erfordert mehr Flexibilität. Bedingt durch die vielen Möglichkeiten kann jedoch die Orientierung verloren gehen.

Wie oft kann man sich neu erfinden, ohne sich selbst zu verlieren. Das sogenannte Echte und unsere Konsumgewohnheiten entwickeln sich durch die Macht der Algorythmen ins Dystopische. Alles scheint rund zu laufen. Beziehungen, Arbeit und Freizeit werden optimiert. Amazon weiß, was wir brauchen und das demnächst selbstfahrende Auto weiß, wo ich hin will. Es könnte dabei herauskommen, dass diese Simulation unserer Bedürfnisse keine wirkliche Befriedigung bringt, sondern eher zu Ratlosigkeit, Verwirrung und Einsamkeit führt. Urvertrauen in sich selbst könnte verloren gehen. Doch der Mensch hat sich schon immer nach Halt und Beständigkeit gesehnt.

In der Berufswelt sind Arbeitsgruppen durch die Bedeutung der Informationstechniken und der Arbeit mit diesen teils organischer geworden. Wenn jemand sein Talent anbietet und mit innovativen Vorstellungen überzeugt, erhält er dort seinen Platz. Vor allem junge Menschen wollen nicht mehr allein arbeiten. Bei der Arbeit zusammen zu sein ist ein Versprechen moderner Gesellschaften. Transparenz und Integration werden befördert, denn Persönlichkeit und Kreativität werden zunehmend als wichtiger Teil bei der Entwicklung eines Produktes oder einer Dienstleistung angesehen.

Ein digitales Zusammenrücken in beruflichen und auch privaten Kreisen, in denen wir uns wohl und beschützt fühlen und die wir wirklich brauchen, ist Chance und Ziel zugleich.

Die zunehmende Automation übernimmt immer mehr Aufgaben. Humane Aspekte werden deshalb mehr an Wert gewinnen (müssen). Die Politiker und Betriebsräte sind gefordert.

Anmerkung von Sätzer:

Die ursprünglichen zwei Teile habe ich zusammengefasst und noch etwas überarbeitet!


 
 

Kommentare zu diesem Text


Jack
Kommentar von Jack (15.04.2019)
Das klingt nach Sozialdemokratine: Lösungen von Gestern für Probleme von Morgen. Eine Matrix wie im Film von 1999 ist das was die Menschheit wirklich braucht. Und warum nicht erstmal mit der ersten Version der Matrix anfangen, in der niemand leiden muss. Wenn unsere Bewusstseine diese Matrix nicht akzeptieren, dann kann die KI immer noch eine programmieren, die wie unsere geegenwärtige Welt aussieht.
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Sätzer meinte dazu am 15.04.2019:
Na ja, ich kenne keinen Film, der Realitäten geboren hat. Aber träumen kann man ja.
Was ist eine Demokratine? Hat die was mit dem Mädchennamen Tine zu tun, die sich demokratisch ziert?
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Jack antwortete darauf am 15.04.2019:
Ie, nicht Ine. Hab zu schnell getippt und dabei Metallica gehört.
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Sätzer schrieb daraufhin am 15.04.2019:
Sozialdemokratile kenn ich auch nicht. Solltest du Sozialdemokratie meinen, so erschließt sich mir dein Kommentar auch nicht.
Der Text ist aus der Beobachtung und Befragung von meist jungen Menschen, die viel im Netz surfen und arbeiten, oder/und ständig am Smartphone hängen, entstanden. Es ist eine Bestandsaufnahme und hat mit Politik so gut wie nichts zu tun. Da wird doch kaum gehandelt, außer dass man einen läppischen Digitalpakt im Hinblick auf die Ausrüstung von Schulen mit den Ländern abgeschlossen hat. An inhaltlichen Konzepten gibts so gut wie nichts.
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (15.04.2019)
Hallo Sä, du siehst es zu schwarz. Nimm dir ein Beispiel an Reginas Oma und flirte mit ihr. Wenn es sein muss, zum Spaß. Sie wird das verstehen. Trump hätte gegen dich keine Chance. LG von Gil.
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Sätzer äußerte darauf am 15.04.2019:
Das ist mir zu pauschal. Nicht alles ist schwarz zu sehen (siehe die zwei letzten Absätze). Doch der Wandel erfordert eine große Flexibilität von den künftigen Generationen, vor allem wenn sie ins Arbeitsleben eintreten. Da bleibt ein hoher Stresslevel nicht aus, um die Herausforderungen zu meistern. Wir sind da glücklicherweise raus.
Merci für deine Empfehlung.
LG Sä
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AZU20
Kommentar von AZU20 (17.04.2019)
Ganz einfach: Zustimmung. LG
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Sätzer ergänzte dazu am 17.04.2019:
Surfen wir einfach weiter je nach Gusto
Danke, auch für die Empfehlung.
LG Sä
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Kommentar von SinOnAir (17.04.2019)
Ja, die "Poser" haben längst die Macht übernommen. Deshalb haben sie auch alle nichts zu verbergen. Denn schaust du hinter ihre Kulissen gibt es einfach nichts zu sehen. LG Sin
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Sätzer meinte dazu am 17.04.2019:
Tja, eine "schöne" neue Welt. Aber gravierende Umbrüche hats immer schon gegeben und die jungen Leute werden damit irgendwie zurechtkommen (müssen) und eine neue Welt schaffen.
Danke für deine Empfehlungen und
LG Sä
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