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Bedingungsloser Klimawandel

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von Regina

Wozu verstecken Eltern heute noch Schokoladenosterhasen? Das ist antiquiert. Es gibt jetzt Mädchen mit Zöpfen in garantiert organisch abbaubarem Cellophan. Den einschlägigen Streikaufruf druckt man in allen Sprachen. Es handelt sich schon lange nicht mehr um Schuleschwänzen, man ruft mittlerweile alle Gesellschaftsschichten zur Solidarität auf. Die Punks von der Bahnhofstreppe gehörten zu den ersten, die sich das nicht zweimal sagen ließen. Allerdings diskutierten sie zunächst darüber, wie sie streiken sollten, da sie ja sowieso den ganzen Tag schon herumlungern. Sie entschlossen sich also, die Passanten nicht mehr mit der üblichen Frage „Haste mal nen Euro?“ zu belästigen, sondern höflich zu fragen, ob die Vorübergehenden nicht gerne einen Euro für die Klimaerkältung spendieren möchten. Da einige von ihnen die Irokesenfrisur durch ordentliche Zöpfe ersetzt haben, haben sich ihre Einnahmen verdoppelt. Auch die Berufsgruppe der Tätowierer hat sich auf den neuen Trend eingestellt. Man kann sich die Unterarme mittlerweile mit dem Streikaufruf in der Originalsprache Schwedisch, aber auch in allen anderen Sprachen tätowieren lassen. Nur an den chinesischen und koreanischen Vorlagen wird noch gearbeitet. Frankreich war das erste Land, wo man in einigen Städten zum Generalstreik für die Klimarettung aufrief, keine gänzlich neue Idee zwar, aber seit der Präsident im Fernsehen dem Volk zurief „Le clima, c'est moi“, streiken auch die Gelbwesten für die gute Sache. In Deutschland hat sich sogar die Rüstungsindustrie entschlossen, gegen die Verteidigungsministerin zu streiken und liefert keine funktionierenden Kriegsgeräte mehr. Die Abgeordnete nimmt das gelassen hin, denn die Politiker streikten bereits vor den Gymnasiasten, wenn auch aus anderen Gründen. Der bayrische Ministerpräsident tut sich mal wieder hervor mit einem Sonderweg. Er ließ 200 000 Maßkrüge mit der Aufschrift „Leit, streikts fiars Glima!“ herstellen. Der Verband der Immobilienmakler folgte diesem Aufruf sofort. Es wird keine einzige Wohnung mehr vermittelt. Nach dem Pflegepersonal streiken nun auch die Chirurgen, die Anaesthesisten und die Orthopäden. Sie haben aber Do-it-yourself-Anleitungen für alle gängigen Krankenhausleistungen herausgebracht. In den deutschen Großstädten sieht man kaum noch Fußgänger, von Radfahrern und Autobesitzern ganz zu schweigen. Die Geschäfte sind geschlossen. Selbst die Kirchenglocken schweigen, weil sich die Pfarrer ihren die Gottesdienste schwänzenden Gläubigen und Ungläubigen angeschlossen haben. Auch die Tauben weigern sich, die Gebäude zu verschmutzen. Die Bundeskanzlerin ist besorgt. Asylsuchende, die die Klimastreiks brechen, will sie nunmehr unverzüglich abschieben lassen, was auf Schwierigkeiten trifft, da auch das Flugpersonal 2 Grad weniger Hitze fordert. Taxi-, Bus-und U-Bahnfahrer lassen sich schon lange nicht mehr auf der Arbeit blicken. Die ganze Welt steht auf der Seite des Zopfmädchens. Es herrscht bedingungsloser Klimastreik.

 
 

Kommentare zu diesem Text


princess
Kommentar von princess (19.04.2019)
Hallo Regina,

sie bewegt dich offensichtlich. Prima.

LG p.
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Regina meinte dazu am 19.04.2019:
Er bewegte mich hier - der Hype. LG Gina
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Oggy antwortete darauf am 20.04.2019:
Aus Solidarität habe ich mir fürs Wochenende extra einen Nußzopf besorgt. Meinen Teil zur Weltenrettung habe ich schon mal beigetragen!

LG,
Oggy
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (29.04.2019)
Ist mir persönlich einen Tick zu moralinsauer, aber sehr flüssig und geschmeidig, geschrieben.
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