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Selbstgehalt

Sonett zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit


von Ralf_Renkking

Ich suche jeden Tag dies schier unendlich satte
Befriedigungsgefühl, und bin des Abends platt,
denn ständig geht es rund, und selten läuft es glatt,
als hinge all mein Gang nur noch am vollen Blatte.

Des Morgens stehe ich zwar wieder auf der Matte,
das gleiche Spiel beginnt, die Wirklichkeit setzt matt,
und Dichtung findet auch ganz ohne meine statt,
doch eigentlich stand die nie ernsthaft zur Debatte.

Nur eine Frage zählt, die oft ich mir gestatte,
wie eine stets erneut und gern gespielte Platte,
und/oder der Gesang beim morgendlichen Bad.

Denn diese Frage selbst macht mich allein schon satt:
"Ob Goethe nicht zunächst auch soviel Durchfall hatte,
den er recht zeitig nur genug bereinigt hat?"

 
 

Kommentare zu diesem Text


DasWandelndeGefühl
Kommentar von DasWandelndeGefühl (05.05.2019)
"Ob Goethe nicht zunächst auch soviel Durchfall hatte,
den er recht zeitig nur genug bereinigt hat?"



Es scheint der Preis der Kunst (des Glücks) zu sein.
Auch alles andere hat einen Preis.
Die Frage ist: was muss denn noch alles passieren,
bis endlich man erhält, was man zu schätzen weiß.
Oder sich die Augen öffnen, das man schon alles hat.

Kommentar geändert am 05.05.2019 um 09:20 Uhr
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Ralf_Renkking meinte dazu am 05.05.2019:
Sonettes Gedenken

Es walzen den die Schemen platt,
dem Durchschnitt und Routine droht,
doch Leben ist kein Denkverbot,
noch findet es im Herzen statt.

Es trotzt dem Unentschieden, Patt,
damit nicht Hirn und Bauch verroht,
es lässt die Butter auf dem Brot,
und übt, und setzt die Dame matt.

Wer alles hat, und hat, und hat,
der ist total und tätlich satt,
doch der, der satt ist, ist auch tot.

Wer bettet, zieht die Laken glatt,
und setzt nur auf des Lebens Blatt,
denn Hunger ist kein Idiot
(und hält in Schach, dank aller Not).
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Agneta antwortete darauf am 05.05.2019:
das ist ein sehr gutes Gedicht, Ralf.
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Ralf_Renkking schrieb daraufhin am 05.05.2019:
Danke, Agneta, aber Haufenreimung ist das auch.

Ciao, Ralf

P. S.: Um das aufzulösen: "Selbstgehalt" ist schon einige Jahre alt.
Dieses Antisonett habe ich heute extra für DWG geschrieben.
Ich schau mal, ob ich es heute noch veröffentlicht bekomme.

Antwort geändert am 05.05.2019 um 23:21 Uhr
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monalisa
Kommentar von monalisa (05.05.2019)
Hallo Ralf,
so ganz hoffnungslos scheint der Fall ja nicht 😉! Die Zweideutigkeit in deinen Zeilen lässt mich schmunzeln, obwohl ich Durchfall-Gedichte nicht sehr schätze (es gibt zu viele davon), besticht deines durch die Eleganz der Wortwahl 😊, das glatte verstopfungsfreie Metrum und den durchgängig wenig Abwechslung bietenden Endreimen, die sich in ‘-at‘ und ‘-atte‘. So fließt es themenbezogen breiig bis zum Ende, das selbst vor Goethe nicht Halt macht, nein der macht sich als finaler * . . . * sogar ausgesprochen gut. Wobei ich der Ansicht bin, dass der Dichterfürst auch nicht alle Durchfallprodukte restlos bereinigt hat 😊.
Der allerletzte Vers schwächelt sprachlich in meinen Augen ein wenig, der wirkt ein bisschen vollgestopft/aufgefüllt mit ’recht‘,‘nur‘,‘genug‘ …

Und auch der letzte Vers im ersten Quartett hinkt nach meinem Gefühl sprachlich, ist schwer verständlich. Es ist natürlich schwierig hier grade deutlich genug zu sein um die Zweideutigkeit anzudeuten. Genug des Deutens!
Ich könnte mir da etwas wie:
‘als hinge alles an dem vollgeschmierten Blatt(e)‘
Vorstellen. Das Blatte passt natürlich zu Goethe, aber du könntest hier durchaus mutig und modern auf das ’e‘ verzichten, wenn das Blatte eben nicht vollständig ist, das kleine Manko im Reimschema wäre sogar erfrischend.

Ansonsten besteht berechtigte Hoffnung auf gute Verrichtung 😊!
Dein Sonett ist bei mir nicht durchgefallen, im Gegenteil: es hat mein Wohlgefallen!

Liebe Grüße
mona

P.S.: Des Abends müsste wie des Morgens groß geschrieben werden.
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Ralf_Renkking äußerte darauf am 05.05.2019:
Hi Mona, danke für den zuckersüßen Kommentar. Des Abends habe ich nachmittags sofort verbessert, danach hing mein Gang nur noch am vollen Blatte, sozusagen als Metapher für ein großes Geschäft, das ich noch zu erledigen hatte, und darauf muss es sich reimen, wenn sich schon sonst nichts reimt (hi, hi). Hat mir die Eingebung tatsächlich "Durchfall" geschrieben? "Zufall" meinte ich, Mensch, "Zufall".
Zu meiner Haufenreimungsgrammatikalisierungsgeschichtensammlung allerdings stehe ich, und zwar voll, ich meine völlig, weil ich es kann, oder erfunden habe, oder sonst nicht weiter weiß, oder wie auch immer.
Der allerletzte Vers, vollgestopft, sagst Du? Ich glaube, ich muss schon wieder ...
Danke auch für diese Empfehlung, Mona.

Ciao, Ralf

Antwort geändert am 05.05.2019 um 16:32 Uhr
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Kommentar von Agneta (05.05.2019)
Das Sonett gewinnt durch die Doppeldeutigkeit und ja, Goethe hat manches geschrieben, das auf Durch-Fall schließen lässt.
Mir persönlich erscheint die Form zu gewollt mit dem Haufenreim,
als hinge all mein Gang am vollen Blatte. hm.
LG von Agneta

Kommentar geändert am 06.05.2019 um 08:52 Uhr
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Veröffentlicht am 04.05.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.05.2019). Textlänge: 116 Wörter; dieser Text wurde bereits 78 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.07.2019.
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