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Baldaufsche Familiengeschichte 1630-1977 Dei Heidemühle

Erzählung zum Thema Erinnerung


von Borek

Baldaufsche Familiengeschichte 1630-1977
Die Heidemühle in Karsdorf
Der zweite Schlesische Krieg begann 1744 – 1745, dessen Verlauf sich ganz anders gestaltete. Sachsen war in diesem Krieg an der Seite von Österreich getreten um gegen die Preußen zu kämpfen. Für Sachsen war eine Landverbindung nach Polen wirtschaftlich und strategisch wichtig. Diese hatte Preußen im ersten Krieg Sachsen verweigert, deshalb zogen sie jetzt mit ihrem früheren Feind gegen Preußen, um dieses Ziel zu erreichen.

Nachdem die preußischen Truppen, Friedrich’s des II, stark in Bedrängnis kamen, konnte er mit einer geschickten Kriegsführung das Blatt zu seinem Gunsten wenden. In der Schlacht bei Hohenfriedberg  gelang es den preußischen Truppen durch einen ungewöhnlichen Nachtangriff, den sächsischen - österreichischen Soldaten zu überrennen.
Im November erreichten die preußischen Truppen Sachsen und es kam am 15.Dezember zu einer letzten großen Schlacht bei Kesselsdorf. Sachsen verloren diese, da die österreichischen Truppen, 18 000 an der Zahl, in Dresden und Umgebung in Quartieren lagen und nicht eingesetzt wurden. 

Ich war damals neunzehn Jahre jung und bereits ein geschickter Fuhrmann. Ein Holztransport sollte zu unseren Dresdner Verwandten gehen, die immer noch eine Station am Obertorplatz in Dipps unterhielten. Natürlich war ich dabei. Es war ein schwieriger Weg. Kälte, viel Schnee und Eis behinderten die Fahrt, trotzdem verlief alles gut.
Ich wurde noch beauftragt, eine Fuhre Holz aus der Dippser Heide zu holen. Ich sollte mich in der Heidemühle melden. Als ich dort ankam, herrschte eine unheimliche Hektik, überall waren nur Soldaten und Offiziere zu sehen. Nur mit Mühe konnte ich den Müller finden.
„Lade schnell das Holz und gib den Pferden die Peitsche. Ungutes bahnt sich hier an, es wird wohl eine Schlacht in unmittelbarer Nähe geben. Hoffentlich können unsere Truppen die Preußen aufhalten. Sieh zu, dass du schnell wieder in Sicherheit kommst.“
Die Mühle war ideal gelegen, mitten in einer Waldsenke versteckt zwischen Teichen und Tannen. Für einen Generalstab, der eine Schlacht vorbereitet, ein ideales Versteck.
Am 15.Dezember 1745 standen sich bei Kesselsdorf, ca. zwanzig Kilometer von der Mühle entfernt, 30 000 Preußen und 31 000 sächsische und österreichische Truppen gegenüber.
18 000 Österreicher, die diese Schlacht zu ihren Gunsten hätten entscheiden können, lagen noch in Dresden unter Führung von Prinz Karl in ihren Quartieren. Sie kamen zu spät oder eigentlich überhaupt nicht zur Schlacht.
Vor 2oo Jahren am 8.Mai 1945 endete in dieser Heide der 2. Weltkrieg, es war das letzte noch nicht von den Russen besetzte Stück von Deutschland.
Heute ist die Heidemühle ein gut geführtes Hotel-Restaurant und ist Ruhepol
zwischen dicken Tannen, und Teichen ein Ort der wohltuenden Entspannung
für Körper und Genuss für den Gaumen.

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