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Vox populi, vox humbug*InhaltsverzeichnisDer (öffentliche) Tanz beginnt 2

Der (öffentliche) Tanz beginnt

Interpretation zum Thema Weltgeschehen


von TrekanBelluvitsh

Hallo xxx,

wie du dich vielleicht erinnerst, habe ich schon Ende letzten Jahrs über einen Krieg zwischen den USA/Saudi-Arabien versus Iran in 2019 spekuliert.  Nun verlegen die USA Truppen in die Region. Also sie tun es zum ersten Mal offen.

Der Sommer ist natürlich eine schlechte Zeit für einen Krieg in der Region. Ich denke daher an den Herbst, irgendwann im September 2019. Den Irakis wird gar nichts anderes übrig bleiben. Sie werden als Aufmarschgebiet dienen müssen. Und Israel wird der Allianz USA-Saudi-Arabien natürlich nicht offen beitreten können, aber einen Parallelkrieg (Luftwaffe) gegen den Iran führen und gleichzeitig gegen vom Iran unterstützte Organisationen auf ihrem, palästinensischen Territorium und in Syrien vorgehen.

Im Norden des Iraks/vom Norden des Iraks aus werden in diesem Krieg keine großen Kampfaktionen gestartet. Die kurdischen Kämpfer werden in eine Verteidigungsstellung gehen. Wegen der israelischen Intervention in Syrien haben sie von dieser Seite zwar wenig zu befürchten. Allerdings wird Erdogan, besonders nach der letzten Wahlschlappe, versuchen, den Krieg für seine großtürkischen Träume auszunutzen. Wahrscheinlich werden die USA ihn aber an der kurzen Leine halten und wenn es nur ist, weil sie die kurdischen Gebiete als Stützpunkte für Fernaufklärungseinsätze brauchen.

Und Russland? Die werden feststellen, dass sie viel zu schwach sind um eine entscheidende Rolle zu spielen. Die USA überlassen ihnen vielleicht die Rolle als Vermittler, wenn sie der Meinung sind, alle militärischen/politischen Ziele erreicht zu haben. Interessant wird, ob Russland den Iran mit Waffen und Ausrüstung unterstützt. Aufgrund der Sanktionen können sie sich so ein Geschäft eigentlich nicht entgehen lassen.

Pakistan wird sich janusköpfig verhalten. Öffentlich werden sie im Sinne ihrer muslimischen Brüder protestieren. Letztlich würden sie jedoch froh sein, wenn der Iran geschwächt wird, weil das wohl auch eine Schwächung der radikalen Islamisten in Afghanistan und im eigenen Land bedeutet (Geld).

Europa wird nur daneben stehen und vom Frieden reden. Ausnahme: GB. Die werden den Angriff unterstützen, auch mit Truppen. So kann man die nationale Trommel schlagen, wichtig in einem vom Brexit zerrissenen Land.

Wie die USA sich den Krieg vorstellen, verrät eine Aussage John Boltons aus dem Artikel. "Aber wir sind darauf vorbereitet, auf jeden Angriff zu antworten, ob er von Stellvertretern, den islamischen Revolutionsgarden oder den regulären iranischen Streitkräften vorgetragen wird." In den USA glauben neokonservative Denker, sie könnten die Gesellschaft/die bewaffneten Kräfte im Iran so spalten. Es wird nicht funktionieren. Denn ganz gleich, was der Auslöser des Krieges sein wird, es wird der iranischen Führung gelingen, sich gegenüber der eigenen Bevölkerung als Opfer darzustellen. Gegenüber den USA einer imperialistischen Macht und gegenüber Saudi-Arabien der der häretischen Sunniten. (Eigentlich sind die Saudis ja Wahhabiten, aber der Krieg mag nun einmal Vereinfachungen).

Und wie wird der Krieg verlaufen? Das weiß ich nicht. Es wird aber anders sein als im 1. und 2. Irakkrieg. Iran ist ein anderes Kaliber. Jedoch werden sie gerade in der Luft den USA unterlegen sein. Darum wird die US Air Force versuchen, zunächst die Infrastruktur und Depots der iranischen Streitkräfte zu zerstören, so dass deren Truppen schon nach kurzer Zeit die Mittel (Munition, Treibstoff, Ersatzteile etc.) zum Kriegführen fehlen sollen. Ob das gelingt, hängt maßgeblich von der US-amerikanischen Feindaufklärung ab. Und die läuft bereits seit Monaten auf Hochtouren - wenn nicht schon seit Jahren.


Aber das sind natürlich alles nur Vermutungen meinerseits.
Wünsche euch noch eine schöne Woche

Trekan

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Regina (06.05.2019)
Ist da Atom mit im Spiel? Was meinst du? Gruß Gina
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 06.05.2019:
Teilweise. Es wird uns - in diesem Szenario von mir - auch sicherlich als Hauptgrund genannt. Wird es aber meiner Ansicht nach nicht sein. Auch Öl ist nur ein Nebenfaktor.

Die Machtergreifung Chomeinis traf die USA unvorbereitet. Eine wahren Hass entwickelte die konservative Elite der USA aber erst während der Geiselnahme in der USA-Botschaft. Verstärkt wurde dieser noch durch die empfundene Scham nach der missglückten Befreiung. Und auch wenn das alles mittlerweile fast 40 Jahre her ist, haben die neokonservativen Denker das bis heute nicht vergessen. Bolton war damals z.B 31 Jahre alt.

Den Hauptgrund sehe ich tatsächlich in den sozial-psychologischen Umständen. Denn der Hass der Iraner auf die USA ist ja nicht geringer (zumindest in der steinzeitkonservativen Führungselite dieser Theokratie).

Was US-Präsident Trump angeht: Ihm könnte man einen Krieg sehr einfach schmackhaft machen, in dem man ihm einen Auftritt verspricht, wie ihn George W. Bush Junior auf dem Flugzeugträger ("Mission accomplished") nach dem 2. Irakkrieg hatte.

Und nur noch einmal zur Klarstellung (falls das nicht klar genug geworden ist):
Es geht mir nicht darum jemanden an den Pranger zu stellen, einfache "Iran=böse", "USA=böse", "Israel=böse", oder "Iran=gut", "USA=gut", "Israel=gut" Schemata zu bedienen. Ich halte das von mir beschriebene Szenario einfach für realistisch. Wie realistisch kann ich nicht einschätzen, denn meine Informationen beschränkten sich über die Jahre natürlich nur auf die öffentlich zugänglichen Quellen (wobei ich kein Nahostexperte bin). Mir scheint es jedoch so, dass sich gewisse Formen andeuten bzw. wiederholen, die auf einen Krieg in der Zukunft hinweisen.
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loslosch
Kommentar von loslosch (06.05.2019)
top secret!

und jetzt wird das alles rausposaunt.
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 07.05.2019:
Vielleicht sollte ich mich demnächst öfter umgucken, wenn ich aus dem Haus gehe...
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (06.05.2019)
Hallo Trekan, dass die USA in diesem Jahr den Iran angreifen, halte ich für eine Spekulation. Warum? Weil ich persönlich eher damit rechne, dass sie in Venezuela losschlagen werden. Das liegt vor der Tür, das Land ist noch reicher an Öl und durch die Wirtschaftsblockade deutet alles darauf hin, dass sie nur auf den gegebenen Anlass warten, um loszuschlagen. Ein Anlass wäre, dass dem Juan Guaidó etwas Unvorhergesehenes passiert, ein Attentat, die Festnahme oder das Verschwinden, was ja in Lateinamerika ziemlich üblich ist. Und ein weiterer Vorteil ist, dass Russland viel zu weit entfernt ist, und China sich nach wie vor ziemlich bedeckt hält. Die Aussage, dass Guaidó ein Mitte-Links-Politiker sei, halte ich für sehr zweckbestimmt, besonders deshalb, weil er versucht hat, China auf seine Seite zu ziehen. Immerhin hat Guaidó in den USA studiert. Da sollte es mich schwer wundern, wenn solch ein Absolvent auf Mitte-Links getrimmt sein sollte. Offenbar muss es aber etwas geben, das ihn davon abhält, die USA direkt um Hilfe anzugehen. Noch! Vielleicht das Öl und die Einsicht, dass mit der Einbeziehung der USA die Eigeninteressen dann verloren wären. Ungeachtet dessen wird die Aktion Iran kommen. 2019 halte ich aber noch für verfrüht. Es sei denn, dass die Saudis die Ölproduktion drosseln, was in ihrem Ermessen liegt. Dann sähe die Weltlage wieder ganz anders aus. Du hältst uns auf dem Laufenden. LG von Gil.
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 07.05.2019:
Wenn nach nachvollziehbaren macht- und wirtschaftspolitischen Gründen such, scheint Venezuela tatsächlich ein lohnenderes Ziel zu sein. Allerdings denke ich, dass es nicht darum geht. Ich kopiere dir mal, was ich Regina geschrieben habe:
Die Machtergreifung Chomeinis traf die USA unvorbereitet. Eine wahren Hass entwickelte die konservative Elite der USA aber erst während der Geiselnahme in der USA-Botschaft. Verstärkt wurde dieser noch durch die empfundene Scham nach der missglückten Befreiung. Und auch wenn das alles mittlerweile fast 40 Jahre her ist, haben die neokonservativen Denker das bis heute nicht vergessen. Bolton war damals z.B 31 Jahre alt.

Den Hauptgrund sehe ich tatsächlich in den sozial-psychologischen Umständen. Denn der Hass der Iraner auf die USA ist ja nicht geringer (zumindest in der steinzeitkonservativen Führungselite dieser Theokratie).

Was US-Präsident Trump angeht: Ihm könnte man einen Krieg sehr einfach schmackhaft machen, in dem man ihm einen Auftritt verspricht, wie ihn George W. Bush Junior auf dem Flugzeugträger ("Mission accomplished") nach dem 2. Irakkrieg hatte.

Und nur noch einmal zur Klarstellung (falls das nicht klar genug geworden ist):
Es geht mir nicht darum jemanden an den Pranger zu stellen, einfache "Iran=böse", "USA=böse", "Israel=böse", oder "Iran=gut", "USA=gut", "Israel=gut" Schemata zu bedienen. Ich halte das von mir beschriebene Szenario einfach für realistisch. Wie realistisch kann ich nicht einschätzen, denn meine Informationen beschränkten sich über die Jahre natürlich nur auf die öffentlich zugänglichen Quellen (wobei ich kein Nahostexperte bin). Mir scheint es jedoch so, dass sich gewisse Formen andeuten bzw. wiederholen, die auf einen Krieg in der Zukunft hinweisen.

Es kommt auch noch zwei weitere Punkte hinzu, die eher für eine militärische Intervention im Iran sprechen:

1.) Das Gelände.
Das ist im Iran sicherlich sehr viel geeigneter für gepanzerte Kräfte. In Venezuela droht ein festfahren im Urwald. Im metaphorischen und wortwörtlichen Sinne.

2.) Im Iran wartet eher das, was man ein symmetrischen Gegner nennt. (Ich bin von der Art, wie heute die Begriffe symmetrischer und asymmetrischer Krieg verwendet werden, nicht ganz einverstanden. Aber das ist ein anderes Thema.) Das bedeutet, die Überlegenheit an Flugzeugen, Panzer, Kampffahrzeugen und Truppen, quantitativ und qualitativ, d.h. in den Bereichen taktische und operative Überlegenheit spielt eine Rolle. Ebenso die Frage der Logistik. Der Iran scheint dabei zunächst einmal sehr weit weg zu liegen. Aber a) die Logistik ist schon immer eine Stärke des US-Militärs gewesen und b) mit dem Stützpunkt Diego Garcia verfügen die USA über einen unsinkbaren Flugzeugträger im Indischen Ozean, der dazu noch außerhalb der Reichweite der Iraner liegt. Darum wird manchem Amerikaner in leitender Position ein Krieg gegen den Iran risikoärmer erscheinen.

Antwort geändert am 07.05.2019 um 01:50 Uhr
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (07.05.2019)
Im Augenblick verkünden alle Medien das nahende Ende.
Die Klimaveränderungen zu stoppen ist fast zu spät, langfristig drohen Dürren und Lebensmittelknappheit.
Die Wanderbewegungen der Verarmten sind nicht mehr aufzuhalten.
Das Insektensterben ist den Anfang und führt zur Bedrohung allen Lebens.
Die Weltmeere verkommen zur Plastikhalde, der Weltraumschrott zieht einen Gürtel um den Globus, usw. usw.
Und alles ist menschengemacht!
Mal ehrlich, wen erschreckt da noch eine Kriegsgefahr.
Zum Schluß doch noch was Positives, die Menschen werden immer älter!
Ehrlich, wozu eigentlich?
TT

Kommentar geändert am 07.05.2019 um 10:43 Uhr
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 07.05.2019:
Außerdem muss man den Krieg auch mal positiv sehen:

-) Krieg ist gut für die Rentenkasse.

-) Krieg ist gut für die Arbeitsplätze. Sowohl im produzierenden Gewerbe, als auch für das Militär selbst. Denn es eröffnen sich auf einmal Beförderungsmöglichkeiten und -wege, die einem sonst verstellt gewesen wären.

-) Krieg ist gut für das kulturelle Erbe eines Landes. Geschichten, Mythen und Legenden produziert dieser zur genüge. Und die können länger erzählt werden, wenn die Menschen länger leben.

Oder in den Worten des großen Wortschwenkers Christian L.: Das soll man mal den Profis überlassen!


P.S.: Krieg ist gut für die Arbeitsplätze!
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