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Messerscharfes Heimweh

Erzählung zum Thema Beobachtungen


von Borek

Messerscharfes Heimweh


Lebenswege sind oft nicht vorbestimmbar und laufen anders als geplant.
Viele Jahre durfte ich durch Bayern reisen und es als schönstes Reiseland lieben  und schätzen lernen. Ich  lief durch die Straßen von Oberstdorf mit der gewaltigen Bergkulisse im Hintergrund. Schloss Linderhof, das Kloster Ettal,  lag auf meiner Wegstrecke. Die prächtigen Städte München, Rosenheim, die Fuggerstadt Augsburg oder der Nürnberger Christkindlsmarkt all diese städtischen Perlen reihten sich in die bayrische Gesamtsymphonie ein.
Es war ein besonderes Lebensgefühl durch Bayern beruflich reisen zu dürfen.
Und da gab es noch Kronach. Wer noch nie dort war hat einen großen Fehler begangen. Beherrscht wird die Stadt, durch eine grandiose Burg. Enge verschwiegene mit Treppen versehen Wege führen in die Oberstadt. Man hat den Eindruck, wenn man zu Fuß geht, hier ist die Zeit stehen geblieben. Jeden Moment erwartet man einen Menschen in altertümlicher Bekleidung aus dem Haus treten zu sehen. Und steht man dann  auf der trutzigen Burg geht ein atemberaubender Anblick in die  Ebene. Dunkle Wälder, leichte Hügel, das Gold der Ähren wiegen über den Feldern sanft dahin. Saftiges Grün für glückliche Kühe, ist ein harmonischer Farbkontrast zum wiegenden Gold.
Man muss es gesehen haben um die Vergangenheit und die Gegenwart  zu begreifen. Beide Komponenten liegen hier so nah beieinander die Vergangenheit ist hautnah spürbar und die Gegenwart meldet sich mit einer  Betriebsamkeit aus der Unterstadt.
Vielleicht würde man dieses Gefühl für eine Stadt wie ein Foto anschauen und ablegen, aber da spielt der menschliche Faktor eine Rolle. Welchen Menschen bin ich in dieser Stadt begegnet und da gibt es nur die besten Erinnerungen warum ich unter anderen Kronach nicht vergessen kann, denn Kronach hat die besten und schärfsten Messer der gesamten Welt, davon bin ich fest überzeugt.

Jeden Abend erinnern mich die blauen Kümmet Messer, wie es auf der Klinge steht, an Kronach und ein verdammtes Heimweh breitet sich aus. Ich lebe berufsbedingt in einem anderen Land. Ich könnte ja die Messer weglassen, aber es sind einfach die Zuverlässigsten, die Schärfsten und ohne diesen kann ich einfach nicht kochen. Man muss lernen mit ihnen umzugehen zwei Unaufmerksamkeiten führten zu einem operativen Fingereingriff, und trotzdem liebe ich die Messer. Denn sie sind nicht nur die besten Messer der Welt aus Kronach, sondern sie verbinden die stillen Wege hoch zur Burg und an Freunde die ich schätzen lernen durfte.

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