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Dialog zum Thema Gesellschaft/ Soziales


von MichaelBerger

Über Politik lohnt es sich nicht zu streiten!, sagt Sepp. Ich ziehe es vor zu streiten, wenn mir jemand Lügen auftischt!, erwidert Andreas. Kein Wunder, Du provozierst gerne!, erwidert Sepp. Beruhigt Euch!, sagt Uschi. Es wird einander viel zu wenig zugehört!, sagt Sepp. Und wenn falsche Fakten und Daten aufgetischt werden?!, erwidert Andreas. Woher willst Du wissen was falsch und richtig ist?!, erwidert Sepp. Wenn es aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente... erwidert Andreas, der mit den Worten: Jaja, immer kommst Du mit dem selben Spruch!, von Sepp unterbrochen wird. Könnt Ihr Euch beide nicht einmal vernünftig unterhalten?!, fährt Uschi dazwischen. Andreas und Sepp atmen tief aus, wirken plötzlich gelassener.

An einem ernsthaften Gespräch haben doch nur die wenigsten ein Interesse!, sagt Andreas. Ernsthafte Gespräche erfordern nicht selten die Komfortzone zu verlassen!, erwidert Sepp. Und wenn wir uns nicht um die Wahrheit kümmern, wird sie sich eines Tages um uns kümmern!, sagt Andreas. Und dann wird es zu spät sein!, ergänzt Andreas (sich selbst). Wir müssen uns ja nicht unbedingt über Politik unterhalten, warum nicht über Sport, Kunst oder über den Buchmarkt!, sagt Uschi. Auch dort gibt es Korruption und Seilschaften!, erwidert Sepp. Dann unterhalten wir uns doch lieber gleich über Politik!, sagt Andreas. Ihr mit Euren ständigen Streitdiskussionen, fällt denn Euch nichts anderes ein?! Eine harmonische Konversation scheut Ihr wie der Teufel das Weihwasser!, schimpft Uschi. Die Menschen sind schlecht!, sagt Andreas. Nicht alle!, kontert Sepp. Bis zum zweiten Lebensjahr hat jeder noch ein gutes Herz!, sagt Uschi. Ab da geht es bergab!, ergänzt Andreas. Jeder ist im Grunde genommen gut!, behauptet Sepp. Selbst Hitler?, fragt Andreas. Zu seinem Schäferhund war er jedenfalls auffallend zärtlich!, erwidert Uschi. Hitler hatte es als Kind sicherlich nicht leicht gehabt!, sagt Sepp. Ich fürchte, die meisten Regierungschefs hatten es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt!, ergänzt Andreas. Und womöglich darin siehst Du die Ursache für alle Kriege!, erwidert Sepp. Warum nicht?!, antwortet Andreas. Ihr sucht für alles immer einen Grund!, beschwert sich Uschi. Für alles gibt es einen Grund, warum danach nicht suchen?!, erwidert Sepp. Auch nach dem Grund für eine Diskussion?, fragt Andreas. Wenigstens seid Ihr Euch darüber einig!, lobt Uschi.

Wir waren uns bisher noch nie über irgendetwas und grundsätzlich erst recht nicht, einig!, sagt Andreas. Das stimmt nicht, in vielem waren wir uns einig, ohne darüber gesprochen zu haben!, widerspricht Sepp. So ein Schmarrn, man kann sich doch nicht über etwas einig sein, nur weil man darüber nicht gesprochen hat, das gibt doch keinen Sinn!, widerspricht Andreas. Oh doch, einig sind wir darüber, dass man als Mensch essen und trinken, sowie auch atmen muss, obwohl wir bisher darüber noch nie gesprochen haben!, kontert Sepp. Mit so was profanem willst Du uns beide als harmonische Deppen verkaufen?, fragt Andreas. Ruh ist!, schimpft Uschi. Wieder atmen Andreas und Sepp tief aus, und wirken darauf gelassen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von cannon_foder (16.05.2019)
Das ist auf den ersten Blick lustig, auf den zweiten zu sehr vereinfacht. In Wirklichkeit gibt es mehr als entweder/oder. Es sind die Zwischentöne, die ein Musikstück interessant machen. Mfg, Cannon.
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LotharAtzert meinte dazu am 16.05.2019:
Die Zwischentöne bevölkern eine eigene Welt - die Zwischenwelt, von der die Tibeter im Bardo Tödol sprechen, dem tibetanischen Totenbuch.
Ein Zwischenton beginnt, wo der Ton endet und endet mit der Geburt des Tons, ist also dem Leben entgegengesetzt.
Jaja, soviel Entbergung gefällt dem Berger nicht.
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cannon_foder antwortete darauf am 16.05.2019:
LotharAtzert, der Jargon der Eigentlichkeit der anti-intellektuellen Intellektualität verliert seinen Reiz durch seinen Mangel an ironischer Selbstkritik und den Ausschluss aller anderen Deutungsmöglichkeiten. Mfg, Cannon.
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MichaelBerger schrieb daraufhin am 17.05.2019:
@ cannon

Interessant ist das Unvorhersehbare, und das ist das was man beim ersten Durchlesen erlebt. Liest man öfters drüber, ist man ja schon über das zuvor Nichtvorhersehbare informiert worden und somit wird es dadurch uninteressanter - zumal dann auch die Zwischentöne, wie Du richtig erkannt hattest, von mir absichtlich weggelassen wurden, um beim ersten Durchlesen sich ungefiltert (ohne Zwischentöne) stärker durch den Überraschungsmoment getriggert (gekitzelt, berührt) zu werden.

Ergo: Wären mehr Zwischentöne drin, hätte man beim mehrmaligen Drüberlesen mehr davon, aber nicht so intensiv wie beim ersten Leseerlebnis, wenn das Überraschende ungefiltert ohne Zwischentöne geschrieben worden wäre.

Vielen Dank für die Beschäftigung mit meinem Text
Michael

Lothar, es gibt viele unterschiedliche Weltbilder. Nicht alle Wege mögen nach Rom führen, aber zu behaupten, dass der Weg, den Du für den richtigen hältst, der einzig wahre Weg ist... muss ich noch mehr erklären?

Ich versuche es mal anders: Lothar, gehe eigenständig einen eigenen Weg, und zwar Deinen wahren eigenen Weg, lass Dich nicht von Einflüsse von Aussen beeinflussen, wenn sie schaden, und lass Dich beeinflussen von Einflüsse von Aussen, wenn sie helfen. Lerne Dich selber tief genug kennen, aber nicht allein, nimm auf diese teils schwierige, teils schöne Reise Dein Herz mit und lass Dich von ihm beraten.

Das war jetzt mein Anteil an unverschämter Vermessenheit als Anti-Intellektueller, der durch eine gehörige Portion an Mangel von ironischer Selbstkritik (zumindest diesesmal), alle anderen Deutungsmöglichkeiten ausschließt.

Gruß von Michael
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cannon_foder äußerte darauf am 17.05.2019:
MichaelBerger, ich muss sie enttäuschen, durch die durchgehende Anwendung desselben Prinzips, ist das Stück spätestens nach dem ersten Absatz vorhersehbar. Der Humor finde ich in der Redundanz, die ein Kreisen zwangsläufig mit sichbringt und daran gäbe es nichts auszusetzen, wäre die Quintessenz hintergründiger. Mfg, cannon
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MichaelBerger ergänzte dazu am 17.05.2019:
Du siezt mich? Also doch ein Wiedergänger?

Meine Intention war urspünglich mehr ein gemütliches, ryhthmisches Dahinplätschern, während des Gegeneinanderedens, ohne große Dramen. Es ist halt dann ein bisschen anders geworden, als ursprünglich gedacht.

LG Michael
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cannon_foder meinte dazu am 17.05.2019:
MichaelBerger, wenn das deine Intention war, ist sie dir geglückt! Allerdings hätte sie sich zum tiefer Schürfen angeboten, doch aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Das Siezen war dem feierlichen Tonfall geschuldet, den ich nach LotharAtzerns Kommentar nun schon einmal angeschlagen hatte. Nimms mir nicht übel. Mfg, Cannon.
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (16.05.2019)
Interessant in deinem Text ist ja die Rollenverteilung -ich weiß ja nicht, wie es bei dir aussieht-in meinem Alltag ( auch in meiner Vorstellung) erlebe ich Frauen nicht nur beruhigend oder begrenzend -einen Gruß-Jo
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MichaelBerger meinte dazu am 17.05.2019:
Du begegnest scheinbar anderen Frauen als ich, wobei, ja, da waren schon welche dabei, die ich früher kannte, die waren sehr zänkisch. Aber letztlich, es war ja nicht authentisch, was ich schrieb, also nicht etwas, das ich genauso erlebt hatte - und warum ich auf Uschi kam, vielleicht weil das U einen tiefen Ton, bzw. für Ruhe eher steht. Ich kann da nur spekulieren. Ich versuchte kontroverse Dialoge bausteinartig zu gestalten - eine Methode die ich früher anwandt um eine Art therapeutische Hörspiel für Gefängnisinsassen (die dann das auch sprechen) zu gestalten (kontrovers um zu lernen verbal Druck abzulassen, bevor man handgreiflich wird).
Danke Dir
Michael
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Veröffentlicht am 16.05.2019, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.05.2019). Textlänge: 475 Wörter; dieser Text wurde bereits 77 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.05.2019.
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