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Der Schüttelreim ist eine Reimform, bei der die Anfangskonsonanten der letzten beiden betonten Silben miteinander vertauscht... weiterlesen
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Gescheitert - mal wieder

Tagebuch zum Thema Allzu Menschliches


von Nimbus†

Irgendwie grinse ich trotzdem ganz breit. Mal wieder gescheitert. Es ist allmählich davon auszugehen, dass ich einfach unfähig bin, für das Modell Beziehung. Man könnte auch sagen, ich bin zu egoistisch dafür. Warum auch nicht, bin ich in einer Beziehung unterstütze ich auch nur den Egoismus des Gegenübers. Das auf meine Kosten, und dann kommt noch diese Langeweile dazu.
Neulich hatte ich Besuch von einem Liebhaber. Wir kennen uns noch von der Realschule und haben jetzt bestimmt seit 15 Jahren eine , wie sagt man dazu heute? Freundschaft plus. Da er mir schon öfters mal mit meinem Rechner hilft, ich habe den auch von ihm, schuldete ich ihm ein Essen. Döppekuchen ist eine Spezialität aus der Region, aus der ich ursprünglich komme. Im Prinzip Kartoffelkuchen, mit Speck oder Würstchen gemacht, das tolle ist seine Kruste. Ich versprach ihm einen zu machen, und wusste, ich musste gegen seine Oma quasi antreten, da er den immer bei seiner Oma aß. Das hat irgendwie etwas von Selbstmasochismus. Als könnte man gegen die Oma ankochen oder in dem Fall backen. Ich ließ mich aber nicht beirren und machte es so gut, wie ich konnte. Man reicht dazu Apfelmus.
Erst waren wir spazieren, dann aßen wir, und er war begeistert, von meinem Döppekuchen, dann tranken wir einen guten Weißwein und philosophierten, bis wir uns das Bett teilten. Ein schöner Abend. Man trank am nächsten morgen noch einen Kaffee um dann wieder dem normalen Alltag zu frönen.
Ihn musste ich nicht bedienen, er holte sich selber vom Essen nach. Meine versuchte Beziehung stand schon unter dem Blatt, dass ich Sonntags mittags kochte. Für einen Kerl, der schön auf der Couch saß und mir zuschaute. Erst wurde mal gefragt, ob man mir helfen könnte, das verneinte ich, und er fühlte sich sichtlich wohl auf der Couch. Spätestens beim spülen hätte er sich ja mal ohne zu fragen das Handtuch zum abtrocknen schnappen können, ich bin doch nicht sein Haussklave. Sollen denn zukünftig alle meine Sonntage so aussehen? Da scheiße ich doch drauf. Also mal bitte.

Offenbar gilt man aber als Frau heute nichts, ohne Mann. Versuche ich das Modell, wird mir immer schrecklich schnell klar, dass ich das nicht wirklich will. Alles scheint nur eine Illusion zu sein, man würde Hand in Hand in den Sonnenuntergang reiten, oder so nen Scheiß. Die Realität sieht doch ganz anders aus. Warum sollte ich mir also so ein Beziehungsmodell antun. Der Sex ist spätestens nach einem halben Jahr Routine, der Alltag zeigt mehr Regenwolken als Sonnenschein und Erfüllung habe ich in so einem Modell auch noch nie gefunden. Finde ich die mit meinem Haremsmodell? Auch nicht wirklich, aber ich bin frei. Regulär bin ich nicht verpflichtet zu kochen oder zu backen. Ich werde zum Essen eingeladen, man bringt mir Sekt, Champagner, Pralinen und das ganze Klischee Zeugs mit, doch dafür rühre ich keinen Finger, nein, ich lasse mir noch den Rücken massieren, bis ich dann das Alphabet in verschiedenen Stimmlagen singe, mal auf dem Rücken liegend, mal in die Sterne meiner Vagina am reiten.
Darauf soll ich verzichten, damit ich der Konvention entspreche? Damit ich sagen kann:" Das ist mein Freund." Der Mensch ist doch kein Schwan und für die Monogamie nicht geschaffen. Ich denke, ich werde mir noch zehn Jahre mindestens Zeit lassen, bevor ich mich auf so ein Modell einlasse. Vielleicht fängt das ja automatisch mit den Wechseljahren an. Bis dahin unterliege ich meiner Fleischeslust. Ach kommt, hört doch auf mit dem Scheiß, dass nur Männer Schwanzgesteuert wären. Da tut Frau immer so, als wäre sie an Sex nicht interessiert. Deshalb enthaart sie sich und versteckt ihre Reize nicht. Aber es wäre ja unschicklich zu sagen:" Ich habe Lust nach allen Regeln der Kunst gevögelt zu werden."
Also bleibe ich bei meinen unterschiedlichen Männern. Heute den, morgen den und übermorgen eben zwei. Habe ich keine Lust, bedarf es keiner Erklärungen und ich lasse mich nicht zum Hausmütterchen machen. Diesen faden Beigeschmack trage ich immer noch in mir, von einer Beziehung, da der Sex dann so mies wurde, dass ich mich in einen Vibrator verliebte. Ich koche gerne, ich backe gerne, ich mache sogar selbstgemachte Pralinen, ich stricke gerne. Habe alles für das perfekte Hausmütterchen. Es gibt aber ein Problem, ich mache das alles nur, wenn es mir passt, denn alles andere ist mir zu aufgezwungen. Als würde man nicht genug aufgezwungen bekommen, will man nur im Ansatz mit der Gesellschaft mit schwimmen. Also ich habe kein Haus, nicht einmal ein Auto. Womit ich dann prahle? Nun ja, ich fahre Fahrrad, also genau genommen Cabrio. :-) Ich habe keinen aufregenden Job, man könnte sagen bei mir ist eigentlich alles langweilig.

Bis dann zu dem Tag, an dem man mich von einem Literaturtreffen wieder mitnehmen möchte und an meinem Hotelzimmer klopft. Da öffnet ein wildfremder, gutaussehender Mann die Tür und meint:" Nimbus kommt gleich." Tja kommen ist relativ, davon war die Nacht geprägt. Konventionell schämte ich mich. Doch mein eigentliches Wesen grinste über beide Ohren, und das geht mir auch heute noch so.

Was interessieren mich andere Menschen, was interessiert es mich zu prahlen. Ich weiß nur eines, wenn ich heute vom LKW überfahren werden sollte, dann grinse ich beim sterben, weil ich so gelebt habe, wie es mir beliebt. Damit bin ich auch nicht egoistischer als der Rest der Welt. -

 
 

Kommentare zu diesem Text


Cora
Kommentar von Cora (16.05.2019)
Offenbar gilt man aber als Frau heute nichts, ohne Mann.
Was oder als was will Lyrich denn gelten? Welche Geltung wird ihm vorenthalten?
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Nimbus† meinte dazu am 16.05.2019:
Gehe alleine auf ein Familienfest. Dann weißt Du was LyrIch meint.
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Cora antwortete darauf am 16.05.2019:
Habe ich schon gemacht, keine unangenehmen Erfahrungen. Das kommt viell. mehr auf die Beziehungen zur Familie an als auf den Beziehugsstatus.
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Nimbus† schrieb daraufhin am 16.05.2019:
Das ist denkbar. Irgendwie muss man innerhalb meiner Familie aber Beziehung haben. Als ich mich von einem trennte war das Geschrei groß und warum ich nur so jemanden abschießen konnte. Ich fragte:"Musstet ihr mit dem leben?" Ich bereute nicht einen Tag ohne ihn weiter zu gehen...
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Cora äußerte darauf am 16.05.2019:
Früher war das wohl meistens so. Heute trifft es nur noch für manche Familien zu, die sind dann eben so drauf. Andere Fam. sind wieder anders, man kann nicht mehr verallgemeinern.
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Nimbus† ergänzte dazu am 16.05.2019:
Diese Denken hängt aber noch in ziemlich vielen Köpfen fest. Ist man beruflich dann nicht wenigstens Richterin, hat man quasi keine Daseinsberechtigung...-
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AZU20
Kommentar von AZU20 (17.05.2019)
Jeder sollte so leben wie er möchte. LG
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Nimbus†
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Veröffentlicht am 16.05.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.05.2019). Textlänge: 879 Wörter; dieser Text wurde bereits 137 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.08.2019.
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