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Was ich noch lesen möchte

Essay zum Thema Betrachtung


von EkkehartMittelberg

Meine Lebensjahre sind gezählt und mir wird bewusst, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt
für die Bücher, die ich gern noch lesen möchte. 1981 erschien in dritter Auflage von Fritz J. Raddatz die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher, die von Experten besprochen werden. An dieser Auswahl orientiere ich mich bei meiner Lektüre heute noch, und die meisten der von der ZEIT-Bibliothek empfohlenen Bücher habe ich gelesen.
Selbstverständlich ist diese Auswahl nicht allein selig machend und es gibt andere Anthologien der Weltliteratur, die unter Beteiligung von sog. normalen Lesern zu übereinstimmenden und anderen Ergebnissen gekommen sind, zum Beispiel die deutsche Liste des ZDF, die britische der BBC und die französische von Le Monde. Über die Berechtigung der Aufnahme einzelner Titel in diese Listen lässt sich trefflich streiten. Es kommt mir nur darauf an, dass namhafte Literaten sich über eine Liste von Büchern der Weltliteratur verständigen konnten, deren Lektüre sich besonders empfiehlt.
Es ist nicht immer so gewesen, dass ich so wählerisch mit meiner Lektüre umgegangen bin. Als junger Mensch wählte ich mehr nach dem Kriterium der spannenden Handlung aus als nach dem der gelungenen künstlerischen Form. Ich lernte später, dass man sich bestimmte literarische Formen erarbeiten muss, bevor man sie genießen kann. Wer zum Beispiel die Metrik antiker Oden nicht kennt, wird die Schönheit der Gedichte Hölderlins nicht in vollem Umfang wahrnehmen können.
Wenn man seine Lektüre sehr bewusst auswählt, ist man nicht immer begeistert über Literaturempfehlungen von Bekannten, die einem mit missionarischem Eifer ein Buch nahelegen, das man unbedingt gelesen haben müsse. Solche Menschen haben wenig Verständnis für mein planvolles Lesen.
Ich räume aber gerne ein, dass ich auch heute nicht in der Lage bin, ständig in dem Kanon der Weltliteratur zu lesen. Wenn ich abgespannt bin, lese ich unterhaltende Bücher, vorzugsweise Kriminalliteratur. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es auch in diesem Genre sehr anspruchsvolle Autoren gibt, die sich bei der Tätersuche keine Verstöße gegen die Logik erlauben dürfen und darüber hinaus den Ehrgeiz haben, dass sich die Gesellschaft in der von ihnen geschilderten Kriminalität spiegelt und dass sich ihre Figuren schichtenspezifisch sprachlich ausdrücken. Unter den verschiedenen Spielarten der Kriminalliteratur interessieren mich am meisten die sozial- und gesellschaftskritischen Krimis, angefangen bei Friedrich Dürrenmatt, über den Sozio-Krimi in Deutschland mit Autoren wie Boretzky, Hansjörg Martin und Michael Molsnar, die Oko-Thriller von Frank Schätzing, die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson und die Bücher von Henning Mankell.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (24.05.2019)
Kriminalliteratur ist schon immer ein Vehikel der Gesellschaftskritik gewesen. Natürlich ist sie zweischneidig, weil sie auch "nur" unterhalten kann - wobei ich erwähnen möchte, dass auch "nur" unterhalten nicht so einfach ist. Zumindest wenn man über Barbara Cartland-Niveau hinaus will.

Ich persönlich mag es, wenn Unterhaltung mit Inhalt/Kritik verbunden wird. Es ist nämlich auch immer eine Einladung. Einladung kein muss. Die (in Deutschland) sogenannte E-Literatur kann nie den erhobenen Zeigefinger abstreiten, eben weil das (auch) ihr Anspruch ist. Wenigstens wenn sei nicht als Satire daherkommt, wie z.B. Kästners "Fabian".

Doch selbst Remarques "Im Westen nichts Neues" kommt in sofern als Unterhaltung daher, das es leicht zu lesen ist. Und das ist der Punkt, der mich oft am meisten ärgert. Zu oft wird schwer lesbar mit guter Literatur verwechselt. Aber was spricht dagegen, dass ein wichtiges Buch gut lesbar ist?



Zuletzt erfüllt Lesen jedoch auch immer den Zweck, dass es uns beruhigt und uns zu uns finden lässt. Ich denke, darum hat jeder auch eine bestimmte Art von Bücher, auf die er gerade zurückgreift, wenn er aufgewühlt ist und Erdung in einem Buch liest. Diese sind in der Regel sehr subjektiv. Bei mir sind es Sachbücher über Militärgeschichte, am liebsten über den Zweiten Weltkrieg oder gar den Kern der Militärgeschichte, die Operationsgeschichte. Der Grund ist, dass ich mich damit auskenne, sofort begreife, was ich da lese und es einzuordnen vermag. Bei jedem ist das etwas anderes. So mancher mag das auch nicht so gerne offenlegen, weil er dann für seltsam gehalten wird, oder die "Heimlichkeit" Teil des beruhigenden Charakters jener Bücher ist.

Zu guter Letzt möchte ich noch etwas anderes erwähnen. Das Lesen eines Buches ist ein sinnliches Erlebnis. Sowohl alte als auch neue Bücher haben ihren ganz eigenen Geruch, der betören kann. Man hat - im wahrsten Sinne des Wortes - etwas in der Hand, hat seine eigenen Rituale entwickelt und so ist man immer ganz bei sich. Ich möchte das nicht missen.
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AchterZwerg meinte dazu am 24.05.2019:
Dem stimme ich 100%ig zu.
Der Duft der Bücher überträgt sich auf ganze Örlichkeiten.
Die (alte) Goethe-Universität in Frankfurt, beispielsweise, ist in ihrer Bibliothek (und auch in den kleineren Fachbereichsbibliotheken) von ihrem eigentümlichen, leicht verstaubten Aroma förmlich durchdrungen.
Das findet sich nur dort. Und ich liebe es.

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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 24.05.2019:
Merci, Lieber Trekan, dein Kommentar verdient aus mehreren Gründen Beachtung: Ja, gute Literatur zeichnet sich durch einen Stil aus, der sie leicht lesbar macht. Es ist ein Irrtum, dass unzugänglich hermetische Lektüre etwas mit Kunst zu tun hat. Zustimmung auch dazu dass das lesen guter Literatur ein sinnliches Erlebnis sein sollte, das mit dem Genuss der Leseorte, des Einbands und der Schrift der Bücher beginnt und mit der Freude an ihrer Sprache endet. Die Zuwendung zu Büchern ist bestimmt auch von der Persönlichkeit des Lesers abhängig. Umgekehrt wird diese aber auch langfristig durch Bücher geprägt und Lektüre bietet die Chance, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (24.05.2019)
Lieber Ekki,

du gehst aber planvoll vor!
Ich wollte (?), das könnte ich auch von mir sagen.
Meist geht es mir eher so, dass ich beim Lesen eines Buches die Notwendigkeit entdecke, parallel einen anderen Autor hinzuzuziehen. Oder ich folge den Tipps des Schriftstellers selbst, sofern der Bezug auf die Werke anderer Leute nimmt.
So finden sich bei mir stets um die sieben Bücher neben dem Bett ein, die fast alle in "Arbeit" sind.
Unterhaltsames lässt sich ebenfalls entdecken. Aber meist nur einmal, denn am Stück gelesen, wird mir das leicht zu langweilig.
Sehr sympathisch kommt bei mir an, das du bis zu deinem persönlichen Finale noch dringend einiges gelesen haben möchtest.
Auch aus meiner Sicht kommt es im Alter nicht auf die Anhäufung von Erlebnissen an (da muss ich noch hin, das muss ich noch machen ...), sondern eher auf ein sanftes Ausklingen im Kreise derer, die man liebt und immer geliebt hat. - Bücher sind nicht die schlechteste Wahl.

Herzliche Grüße
der 8.
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EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 24.05.2019:
Grazie, lieber Zweg, ich weiß nicht, ob ich planvoller lese als du, die sich durch die Hinweise eines Buchs zu weiterer Lektüre animieren lässt.. Ich denke, dass je nach Persönlichkeit unterschiedliche Wege empfehlenswert sind. Deiner ist mir durchaus nicht fremd. Es kommt nur darauf an, dass man in höherem Alter nicht mehr wie ein Teenager , der glaubt alle Zeit der Welt zu haben, planlos darauf los liest.. Vielleicht werden aber solche Worte bald in der Wüste verhallen, weil die Massenmedien, die mit direkten Bildern arbeiten, einem die Mühe abnehmen, sich beim Lesen selbst welche zu schaffen.
Herzliche Grüße zurück Ekki
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Kommentar von Regina (24.05.2019)
Sehr systematisch, wie du vorgehst. Aber auch ein spontan gekauftes Buch oder eines, das sie in der Bibliothek gerade da haben, kann unverhofft interessant und wichtig sein. LG Gina
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 24.05.2019:
Gracias, das entspricht eher jugendlichem Verhalten, Gina, und lässt sich nicht bestreiten. Mit zunehmendem Alter verlasse ich mich lieber auf das Urteil von Experten.
LG
Ekki
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Kommentar von Cora (29) (24.05.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 24.05.2019:
Vielen Dank, Cora. Deine Empfehlungen beziehen sich auf außerordentliche Autoren und begegnen mir nicht zum ersten Mal. Grund genug, sie auf meine Literatur-Agenda zu setzen.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (24.05.2019)
In letzter Zeit lese ich zu viele Krimis, zugegeben. Nun war ich immer schon ein Freund von Fitzek, Mankell, King und ... Darf man das hier gestehen? LG
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AchterZwerg meinte dazu am 24.05.2019:
Auf jeden Fall, Azu.
Vor Kurzem habe ich mir ein Buch von Petra Hammesfahr reingezogen, schon ein älteres Modell (1999), das ich herrenlos auf einem kleinem Bücherfriedhof vorgefunden hatte.
Und muss sagen: "Der stille Herr Genardy" hat bei mir schon zwei böse Träume ausgelöst ...

Gruselgrüße
der 8.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 24.05.2019:
Lieber Armin, du fragst, ob man eine Vorliebe für Krimis gestehen dürfe. Es gibt noch immer Literaturliebhaber, die Krimis bedenkenlos in die Schublade "Trivialliteratur" stecken. Aber sie sind nicht mehr auf dem Stand progressiven Wissens: Ich behaupte, dass es heute zahlreiche Krimis gibt, die sich mit klassischer Literatur durchaus messen können, weil sie einer mindestens so differenzierten Handlung gerecht werden und in der Experimentierfreude mit moderner Sprache sogar avantgardistisch sind. Für die in meinem Essay aufgeführten Beispiele gilt dies bestimmt.
Lieber Zwerg, dein Gespür für literarische Qualität steht für mich außer Zweifel. Ich nehme Petra Hammesfahr ohne Bedenken in die Liste hervorragender Kriminalliteratur auf.
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AZU20 meinte dazu am 25.05.2019:
Einen ihrer Krimis, lieber AchterZwerg, habe ich mir deshalb gerade auf einem Flomarkt errstanden. Bin gespannt. LG
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Nimbus†
Kommentar von Nimbus† (24.05.2019)
Lieber Ekki,

Ich bin durchaus Fan von Frank Schätzing. Allerdings bin ich mir unsicher ob das nur aufgrund seiner Bücher ist, oder aufgrund einer Reihe indem er TerraX begleitete. Ich glaube, ich fand beides gut.
Als Unterhaltungslektüre bin ich kein Krimi Fan. Das ich manchmal Weltliteratur gelesen habe, war mir nicht einmal bewusst.
Ich lese zum Entspannen durchaus mal Comics. Asterix finde ich klasse und in Donald Duck finde ich mich irgendwie wieder. Mitnichten Weltliteratur. Als ich vom "Winde verweht" gelesen habe konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Bin lesendener Weise sogar auf die Arbeit gelaufen und habe dabei ungewollt die eine oder andere Straßenlaterne geknutscht.

Den Film von ich übrigens mehr als miserabel. Doch irgendwie sehe ich gewisse Dinge anders. Man muss nicht zwingend noch das oder das lesen. Ich glaube das wird einem an Gedanken ohnehin zugetragen.

Ich hatte mal einen Moment in meinem Leben, da hatte ich lt Ärzte den Tod vor mir. Es war eine harte Zeit. Ich dachte nie darüber nach, was ich vielleicht versäumt haben könnte. Ich dachte nur daran zu genesen. Die Erfolgsaussichten waren sehr schmal. Dann war ich wieder dazu in der Lage, gerade so, spazieren zu gehen. Als ich vor "meinem" Wald stand, bin ich heulend zusammen gebrochen. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet ihn noch mal lebend zu sehen. Ich glaube er erzählt mir ganz viel. Sogar Weltliteratur. Dafür muss man nicht jedes Wort kennen.

Missverstehe mich bitte nicht! Ich halte jedes Ziel für gut. Doch Deine Abschiedssttimmung dabei ist ohne Flügel. Grundsätzlich denkt man immer an morgen. Doch lebt man im Heute...-

Was wirklich wichtig ist erfährt man nicht im Gedanken an Verlust, sondern in Gedanken die Unterbewusst herrschen. Kommt ein Tag X, bedauerst Du es nicht ein Buch nicht gelesen zu haben. Versprochen. (Du denkst vielleicht Küken sollen besser die Klappe halten...aber es gibt Küken die oft gefressen werden sollten)

Grundsätzlich sind es aber Ziele die einen in der Bahn halten. So lange sie sich unabhängig vom eigenen wirklichen Zufrieden sein finden.

Niemand braucht Angst zu haben. Weder darin etwas nicht zu schaffen, noch in einem Ende. Der Kreislauf allen Lebens und aller Gedanken sind da. Immer.-

Herzlichst Heike
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 24.05.2019:
Vielen Dank, liebe Heike,
wir haben uns ein bisschen missverstanden, denn ich habe meinen Essay nicht in melancholischer Abschiedsstimmung geschrieben.
Mir macht es einfach Spaß, noch bestimmte Bücher der Weltliteratur zu lesen, die ich noch nicht kenne. Je mehr qualitativ gute Literatur man kennt, desto mehr ist ein fesselnder Inhalt selbstverständliche Voraussetzung, das eigentlich entscheidende aber die Sprache. Ihre Variation bereitet das entscheidende Vergnügen. Und deswegen möchte ich die Bücher von Schätzing niemals mit Verfilmungen eintauschen. Ich bestreite auch nicht, dass es künstlerische Comics gibt, aber ihre Bewertung unterliegt anderen Kriterien als die von mir erwähnte Literatur.
Auch für mich ist es unverzichtbar, Natur zu lieben und zu dekodieren. Aber die in Literatur verarbeitete Natur ist etwas anderes als die reale Natur und ich genieße beide auf unterschiedliche Weise.
Ja, und was mache ich, wenn Freund Hein kommt. Sollte ich ihn bitten, noch etwas zu warten, dann wahrscheinlich nicht wegen eines noch nicht gelesenen Buchs.
Ganz unbelastete herzliche Grüße
Ekki
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Nimbus† meinte dazu am 24.05.2019:
Lieber Ekki,

Ich bedauere es, habe ich Dich missverstanden. Äußerungen der wenigen Zeit haben das vermutlich in mir ausgelöst.
Umso besser, habe ich da etwas falsch angenommen.

Kennst Du Robert Ludlum? Der schreibt zwar mehr über Spionage, aber als Bettlektüre wunderbar. (na, ja, in "") Aus einer Nacht hab ich dann auch schon den Tag gemacht, weil ich das Buch nicht weg legen konnte. Mir bestens bewusst das dies keine Weltliteratur ist.

Herzlichst Heike
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 25.05.2019:
Ja, Heike, ich kenne Robert Ludlum und teile deine Meinung, dass er ein Meister der Spannung ist und einer der besten auf dem Gebieter der Spionageliteratur.
Ich wünsche dir ein heiteres Wochenende.
Herzlichst
Ekki
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Kommentar von Ralf_Renkking (24.05.2019)
Hallo Ekki,,

als besonders anspruchsvollen Kriminalroman erachte ich "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher.
Einen kurzen Anriss dazu findest Du auf meiner Seite unter "Lieblingsbücher".

Ciao, Ralf
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 24.05.2019:
ja, danke Ralf, "Der nasse Fisch" ist ein Kriminalroman von besonderer Klasse, zum einen, weil er die Gesellschaft der goldenen Zwanziger Jahre in Berlin angemessen analysiert, und zum anderen, weil der Leser die Hinweise auf den in der Weimarer Republik aufkommenden Nationalsozialismus erkennt, nicht jedoch die handelnden Figuren des Romans. Daraus entsteht eine raffinierte Spannung.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 24.05.2019:
Aha, Du kennst ihn. Dann frage doch besser ich Dich, welche Krimis sonst noch empfehlenswert sind, hm?

Ciao, Ralf
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 24.05.2019:
Ralf, deine Empfehlung gilt für viele Leser und ist deshalb wichtig.
diese Antwort melden
Remy
Kommentar von Remy (25.05.2019)
Ich habe immer das Gefühl, es bleibt zu wenig Zeit für "Thriller" oder generell Unterhaltungsliteratur, wenn es doch so viele Bücher gibt, die man einfach gelesen haben "muss" - so jedenfalls die Stimmen. Ich habe mich eine lange Zeit am Kanon von Marcel Reich-Ranicki orientiert. Über die dadurch gelesenen Bücher bin ich sehr froh. Danke für die Krimi-Empfehlungen. Vielleicht springe ich bald über meinen Schatten. Seit einer Weile lese ich sehr viel französische Literatur - besonders moderne von Houellebecq und Despentes kann ich empfehlen - aktuell das Leben des Vernon Subutex.

Ihre Lieblingsbücher?

Liebe Grüße & auf ein langes Leben!
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 27.05.2019:
Merci, Remy, es fällt mir schwer, die Fragenach Lieblingsbüchern zu beantworten. Ich habe zu viele. Aber meine besondere Vorliebe gilt der russischen Literatur, von Puschkin bis in die Moderne.
Dein Hinweis auf das leben des Vernon Subutex kommt auf meine Agenda.
Liebe Grüße
Ekki
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (25.05.2019)
Hallo Ekki,
ohne Empfehlung, geht es nicht bei der Buchauswahl, aber Empfehlungen schützen auch nicht vor Enttäuschungen!
So sind z.B. die beiden letzten Gewinner des "Deutschen Buchpreises" kaum nennenswert in Erscheinung getreten.
Vielleicht wäre ein "Lesomat", ähnlich dem "Wahlomat" eine gute Hilfe, das Buch seiner Wünsche zu finden
Herzliche Grüße
TT
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 25.05.2019:
Lieber Tasso, du hast recht, eine Garantie gegen Enttäuschungen gibt es nicht. Aber noch niemals waren die Möglichkeiten, sich über Bücher durch mehrere Quellen vorab zu informieren, so groß, wie in Zeitalter des Internets.
Herzliche Grüße
Ekki
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (27.05.2019)
Hallo Ekki, aus Gründen, die andere gesetzt haben, sind Bildungswege in vielen Teilen der Welt, so auch in Deutschland, sehr unterschiedlich verlaufen. Darüber nachzudenken, lohnt an dieser Stelle kaum. Dennoch vergleiche ich die Frage, welches bzw. welche Bücher man gerade vorhat zu lesen, ein wenig mit der nach dem Begehr, wissen zu wollen, wen oder welche Partei man gewählt hat. Es ist schon eine sehr persönliche Frage. Du wirst dich (vielleicht) noch erinnern, dass ich mich einmal zu Schriftstellern wie Gogol, Tschechow und Turgenjew bekannt habe, (den Kreis kann ich noch erheblich erweitern), und ich stehe dazu, bestimmte Bücher oder Geschichten, auch von Puschkin, lieber ein drittes oder viertes Mal zu lesen, ehe ich zu Literatur greife, die mir die Mode oder ein Trend vorgibt. Ich nehme nur mal ein Beispiel heraus: „Der Turm“ von Uwe Tellkamp. Das Buch eines hochintelligenten Schreibers. Siebzig Seiten habe ich benötigt, ehe ich das Gefühl hatte, endlich angekommen zu sein. Wenn die Handlung sich nicht in Dresden abgespielt hätte und in einer Zeit, die ich zu kennen glaubte, dann wäre ich nie so standhaft geblieben, es bis zu Ende zu lesen. Gut, ich blende hier aus und zitiere aus einem Werk, das aus dem dreizehnten Jahrhundert stammt und das ich schon zweimal gelesen habe und bestimmt noch einmal lesen werde und in dem ich mich von Anfang bis Ende regelrecht, obwohl es eine andere Kultur betrifft, heimisch gefühlt habe:
„Mancher mag fragen, warum ich es unternommen habe, allein ein Buch zu schreiben, da ich doch keines aus den Gesprächen meiner Freunde gestalten wollte. Nun: Diesem Buch wird kein Ruhm beschieden sein, und wäre es nicht geschrieben worden, so bedeutete das für niemanden einen Schaden. Jeder, dessen Herz geruhsam schlägt und von keiner Sorge bedrückt wird, kann dieses Buch lesen, gleichviel, ob er ein guter Mensch ist und zu den Gelehrten gehört oder ob er einen schlechten Charakter hat und unwissend ist. Es verlohnt keinesfalls die Mühe, sich Gedanken darüber zu machen, ob dieses Buch gelungen ist oder nicht.“ Auszug aus dem Vorwort des Verfassers Schi Nai-an aus Dungdu zu dem Buch „Die Räuber vom Liangschan“.
Zu lesen ist wie Liebe: etwas Schönes, Geheimnisvolles, Einzigartiges. Ob man es teilt oder für sich behält, muss jeder für sich entscheiden. Herzlich wie immer grüßt dich Gil.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 27.05.2019:
Lieber Gil, ich freue mich darüber, dass es bei der Auswahl unsereer Lektüre einige Gemeinsamleiten gibt. Auch ich schätze die russische Literatur sehr und bin ein Freund von Gogol, Tschechow und Turgenjew. Zur Zeit lese ich zum zweiten Mal von Dostojewski " Schuld und Sühne". Ich habe das Buch zum ersten Male als 16jähriger gelesen. Damals bin ich der Handlungsspannung verfallen. Aufgrund meiner literrischen Erfahrungen kann ich es aber inzwischen auf mehreren Ebenen lesen und bin deswegen wieder begeistert von diesem großen Roman, obwohl meine Ansprüche gewachsen sind.
Es stimmt, dass Lesen etwas sehr Persönliches und Individuelles ist. Wenn man aber dennoch mehrere Autoren und Titel gemeinsam wertschätzt, darf man sicher sein, dass es auch eine größere Palette gemeinsamer Werthaltungen im Leben gibt. Dieser Eindruck bestätigt sich für mich immer wieder, wenn du meine Texte kommentierst.
Beste Grüße
Ekki
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Veröffentlicht am 24.05.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.05.2019). Textlänge: 400 Wörter; dieser Text wurde bereits 227 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 30.05.2020.
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