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Die Sache A.

Innerer Monolog zum Thema Lebenszeiten


von AZU20

Einer meiner Enkel wird am Freitag ein Jahr alt. Ich sitze gerade neben ihm. Er strahlt seinen alten Opa an. Der strahlt nachdenklich zurück.
Am Sonntag besuchte ich mit meiner Frau die Sache Makropulos. Eine Oper des Tschechen Leos Janacek. Während ich meinen liebenswerten Enkel betrachte, schweifen meine Gedanken ab. Das Lebenselixier, das Elina Makropulos mit 16 Jahren einnahm und ihr ewige Jugend schenkte, zumindest die nächsten 300 Jahre. Welch ein Traum. Oder nicht? Stünde es mir zur Verfügung, wenn auch jetzt erst in fortgeschrittenen Lebensalter, könnte ich meine Kinder, meine Enkel noch viele Jahre erleben, viel länger als es mir jetzt vergönnt sein wird. Welch ein Traum. Oder nicht? Elina Makropulos wollte nicht auffallen und hat mehrfach ihren Namen und ihr gesamtes Umfeld gewechselt. Ein hoher Preis. Das hätte ich nicht vor. Keine Trennung von meiner Familie. Vor allem nicht von meiner jungen Frau. Doch sie würde, was das Alter angeht, mich nach und nach einholen und schließlich überholen. Dieser Gedanke gefällt mir nicht. Wenn schon dieses Elixier, dann für uns beide. Und dann 300 und mehr Jahre zusammenbleiben. Welch ein Traum. Oder nicht? 
Wir würden zusammenbleiben, ganz ohne Frage, aber die übrige Familie. Der Enkel, der mich gerade anstrahlt, und all die anderen. Was würden die dazu sagen, wenn sie sich mir und vor allem meiner Frau altersgemäß immer mehr annähern, wenn sie krank werden oder ihre altersbedingten Einschränkungen ertragen müssen. Wenn sie sehen, wie das mir und meiner Frau erspart bleibt. Uns bleibe nur der Weg in ein anderes Leben. Verschwinden und anderswo neu anfangen. 300 Jahre und mehr. Und wer zahlt so lange unsere Pensionen? Elina heißt inzwischen Emilia und verdient als Sängerin ihr Geld. Doch dreihundert Jahre Arbeit in unterschiedlichen Berufsfeldern Das schlaucht. Elina ist erschöpft. Sie sehnt den Tod herbei. Aus der Traum.
Ich strahle meinen Enkel an und denke, dass es schon gut ist, wie es ist. Ich werde die Jahre oder … genießen, die noch bleiben. Welch ein Traum. Oder nicht?

 
 

Kommentare zu diesem Text


Sätzer
Kommentar von Sätzer (28.05.2019)
Das seh ich auch so, dass es gut ist wie es ist. Noch 300 Jahre leben - ein Horror.
LG Sä
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AZU20 meinte dazu am 28.05.2019:
Dennoch ließe sich einiges auch ohne Elixier verbessern. Kämpft, ihr Mediziner! LG
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (28.05.2019)
Die Sache A. Wer A sagt, muss nicht unbedingt B sagen. LG von Gil.
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AZU20 antwortete darauf am 29.05.2019:
Stimmt. LG
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Jorge
Kommentar von Jorge (28.05.2019)
Der ewige Traum vom hohen Alter und der Unsterblichkeit. Da ist schon etwas dran, beim Träumen auch die anderen einzubeziehen.
Ein authentischer Exkurs innerhalb der eigenen Familie. Kürzlich las ich, dass Mädchen, die heute geboren werden, eine Lebenserwartung von einhundert Jahren haben. Zeitgleich las ich Prognosen, wonach der Menschheit nur noch wenig Zeit bleibt auf diesem Planeten.
LG
Jorge
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AZU20 schrieb daraufhin am 29.05.2019:
Ja, da widerspricht sich etwas, vor allem für die jungen Leute.. Danke und lG
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (29.05.2019)
Ja, das passt schon, und ich hoffe, du wirst noch oft angestrahlt.
Beste Grüße, Dirk
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AZU20 äußerte darauf am 29.05.2019:
Ja, das hoffe ich auch. Danke und lG
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (29.05.2019)
Ein Szenario, das in nicht allzu weiter Ferne liegt,
lassen sich doch inzwischen (noch verkleinerte) Organe mit dem 3D-Drucker herstellen.
Voraussetzung wäre allerdings, dass unser Planet noch lange genug existiert, um diese Errungenschaften zu "erleben" ...

Liebe Grüße
der8.
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AZU20 ergänzte dazu am 29.05.2019:
Ja, genau das ist das Problem. LG
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Momo
Kommentar von Momo (29.05.2019)
Stell dir doch nur vor, was auf uns zukommen wird! Das Klimadesaster möchte ich nicht unbedingt miterleben, ganz abgesehen von den sonstigen Wirrungen, die es mit sich bringen wird.
Und auch sonst - dass das Leben vergänglich und relativ kurz ist, macht es doch erst so kostbar.
Ja, es ist schon gut so, wie es ist.

Liebe Grüße, Momo
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AZU20 meinte dazu am 29.05.2019:
Denke ich inzwischen auch. Danke und lG
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (29.05.2019)
Die Erkenntnis lautet, "oder auch nicht"!
Ich glaube so wie es ist, so ist es gut, anders könnte es ein Alptraum werden.
LG TT
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AZU20 meinte dazu am 29.05.2019:
Ja, so ist es wohl. Danke und lG
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (29.05.2019)
Lieber Armin,
wenn wir alle unverändert 300 Jahre älter werden könnten, wäre ich sehr neugierig auf das, was auf uns zukommt.. So aber überlasse ich mich gerne dem Unveränderlichen, das ja auch ein Kreislauf des Vergehens und Werdens ist.
LG
Ekki
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AZU20 meinte dazu am 29.05.2019:
Was bleibt uns auch anderes übrig? LG
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Bergmann meinte dazu am 03.06.2019:
Wenn es weder körperliche noch geistige Ermüdungen gibt, dann wird wohl auch das, was man die Seele und das Gemüt nennt, neugierig bleiben - und so kommt es zu keiner Ermüdung. Eher zu unvorhersagbaren Entwicklungen vieler Einzelner und Gruppen. Also wohl auch Mord und Totschlag,, Krieg ...

Ob die gesellschaftlichen Bedingungen (Wirtschaft, Ernährung, Ökologie) angesichts der wachsenden Überbevölkerung genügen, ist eine weitere Frage.
Sind nicht derartige SF-Romane schön in den 60er und 70er Jahren geschrieben worden?

Mein Wunsch - bei einigermaßen guter Gesundheit: bleibt geheim
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AZU20 meinte dazu am 04.06.2019:
Ja, zu diesen Schlussfolgerungen kommt man relativ schnell, auch wenn einen der Gedanke zunächst für kurze Zeit fasziniert.. LG und danke
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Kreuzberch
Kommentar von Kreuzberch (30.06.2019)
Jedes Ding hat zwei Seiten, sagt man, lieber Armin. So fantastisch die eine Seite deiner Geschichte klingt, ein Träumchen eben, so schnell wird klar, dass die andere Seite wohl doch die bessere, wenn auch nicht unbedingt die befriedigenste, ist. Was bleibt ist, die schönen Augenblicke (noch) zu leben.
LG Stefan
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Veröffentlicht am 28.05.2019. Textlänge: 328 Wörter; dieser Text wurde bereits 121 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.08.2019.
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