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Gedicht zum Thema Oberflächlichkeit


von fritz


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Ich habe keine Lust auf Fotos mit Blumen.
Eure Nadelstreifen will ich verknoten,
zu einer Kugel fest und werfe sie ins weite Meer.

Der Glanz eurer Schuhe nimmt mir das Augenlicht,
der Überduft an euren Hälsen macht mich speien
(speie zweifelsohne mich).

Als mittlerer Fisch –
zwischen den schwärmenden Massen
den vermeintlichen
und den edlen Einzelnen
den vermeintlichen
bin ich überall ein bisschen
und nirgends ganz.

Ich habe keine Lust auf Namen mit Zahlen.
Eure Krawatten will ich verbrennen,
bis sie lodern und ich schreite tanzlachend vorbei.

Der Hunger eurer Worte lässt mich dünn und blass zurück,
schlank eure Mängel – machen mich fressen
(fresse zweifelsohne mich).

Als flüsternde Flamme –
zwischen den kreischend Verbrannten
den vermeintlichen
und den schweigend Vereisten
den vermeintlichen
finde ich Anlass zu sprechen
doch Worte nicht.

Nimmst Du mich an, in Lumpen
und fliehst mit mir diese Welt
in der die Häute straff und darum dünn
in der die Menschen selbstbesessen und darum schwach
in der das Leben getaktet und darum bewegt
vermeintlich.

Fliegst Du mit mir über die Meere der Vielen und Einzelnen,
tanzt Du mit mir durch die Flammen erhitzter Gemüter
gleiten wir durch das Eis erkalteter Seelen
(erlaubst Du mir, so zu schreiben)
Und riechen uns, verknoten uns
Bauen inmitten von Betonwüsten
über Aschebergen brennender Reste
aus unseren Worten, mit spielenden Händen,
Beziehen in zitternder Liebe, sich dem Entschluss
einwandelnd, aus sprudelnden Küssen
ein kleines Land, tief blühend, heraus.

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