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Ich - Selbst

Gedanke zum Thema Ich


von Momo

Vielleicht ist es Aufgabe und Ziel des individuellen Lebens, die zwei Pfade, die da heißen Ich und Selbst einander anzunähern und schließlich wieder zusammenzuführen zu einem begehbaren Weg.

Anmerkung von Momo:

Inspiriert durch den gestrigen Apho „Selber“

Der Psychoanalytiker C.G. Jung unterschied zwischen Ich und Selbst. Während er mit Ich die Persönlichkeit (lat. Persona: Maske) bezeichnete, stand das Selbst für den Wesenskern oder die Seele.


 
 

Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (31.05.2019)
Zunächst einmal denke ich nicht, dass es im Leben eine Aufgabe oder ein Ziel gibt. Die Suche, die du da vorschlägst, erleichtert dem Einzelnen jedoch zu erkennen, warum man das tut, was man tut.
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Momo meinte dazu am 31.05.2019:
Ja, vielleicht.
Danke, Trekan
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (31.05.2019)
Liebe Momo,
ich bin mir jetzt nicht sicher (die Lektüre liegt schon zu lange zurück), aber umfasst nach Jung nicht das Selbst beides, also das Bewusste wie das Unbewusste? Und ging es ihm nicht um deren Annäherung?
Vielleicht stehe ich aber nur auf dem Schlauch ...

Fragende Grüße
der8.
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 31.05.2019:
Um das Verhältnis des Ich zum Selbst bei C.G. Jung zu verstehen, empfehle ich folgenden kurzen Beitrag: www.carl-gustav-jung.net/persoenlichkeitstheorie.shtml

LG
Ekki
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Momo schrieb daraufhin am 31.05.2019:
Lieber Ekki, ich bedanke mich für deine Bemühung, Licht ins Dunkel zu bringen. ;)

Lieber AchterZwerg,
ich habe mich vor Jahren einmal ausgiebig mit Jung beschäftigt und mir damals auch ein paar Notizen gemacht. Hier jetzt also ein paar Sätze aus erster Hand. In seinem Buch „Traum und Traumdeutung“ schreibt er:
„Der natürliche Mensch ist kein Selbst, sondern Massenpartikel und Masse, ein Kollektivum bis zu dem Grade, daß er seines Ich nicht einmal sicher ist. Darum bedarf er schon seit uralten Zeiten der Wandlungsmysterien, die ihn zu „etwas“ machen und damit der tierähnlichen Kollektivpsyche, die ein bloßes Vielerlei ist, entreißen. … Wird aber das unansehnliche Vielerlei des „gegebenen“ Menschen verworfen, so wird auch seine Integrierung, die Selbstwerdung, verunmöglicht. Und das ist geistiger Tod. … Nur die geeinte Persönlichkeit kann Leben erfahren, nicht aber jenes in Teilaspekte aufgespaltene Ereignis, das sich auch Mensch nennt.“ S. 193/194

Die Individuation, also Selbstwerdung war ihm sehr wichtig. Es ging ihm um die Annäherung und Integration des Unbewussten mit dem höheren Selbst, wenn ich das richtig verstanden habe.

Und mir ging es in meinem Gedanken darum, zu hinterfragen, was das überhaupt bedeutet, wenn es z.B. heißt: "ich selber sein".
Danke für dein Interesse.

Liebe Grüße, Momo
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AchterZwerg äußerte darauf am 01.06.2019:
Vielen Dank,
da muss ich mich mal wieder mit beschäftigen.
Den Freud habe ich noch gut in Erinnerung, den Adler auch.
Jung ist mir fortgeschwommen.

Liebe Grüße
der8.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 01.06.2019:
Ich darf mal Dance von vor zwei Tage zitieren:
Jemand Anders sein kann jeder
Du selbst sein kannst nur Du.

Es geht nur sekundär um die Auffassung Jungs zum Thema Ich und Selbst. Primär geht es ums Ich und ums Selbst bei jedem selbst, das ist doch klar. Ebenso klar ist, das keiner was dazu sagt, sagen kann, weil diesbezügliches Erfahrung fehlt.

Jung orientierte sich in späteren Jahren ausschließlich am tibetischen Buddhismus, schrieb ein über 50 Seiten umfassendes Vorwort zum tibetanischen Totenbuch und integrierte das Mandala-Wissen in seine eigene Heilmethode.

Zufällig (haha hat kV einen Schüler des Vajrayana unter seinen Schreibenden, der aus direkter Quelle über die Nichtselbst-Lehre (anatta - vom skt. atma=selbst abgeleitet) Auskunft geben könnte. Warum wendet man sich nicht an diesen? - Nun, ich nehme an, so genau will das dann auch wieder niemand wissen, wie das mit einem selbst so ist
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Momo meinte dazu am 01.06.2019:
„Primär geht es ums Ich und ums Selbst bei jedem selbst, das ist doch klar.“


Eben, darum muss man es nicht extra erwähnen. Für Jung war dieses Thema nicht nur Theorie, sondern er schöpfte durchaus auch aus eigenem Erfahrungsschatz. Es ist deine Annahme, dass keiner etwas dazu sagen könnte, dazu sagt, und das stimmt, denn diesbezügliche Erfahrungen würden nicht öffentlich breit getreten werden. Nur die, die theoretische Lehren vertreten und deren Anhänger machen sich gerne einmal wichtig.

Ich bin kein Buddhist, aber so, wie ich die buddhistische Lehre verstehe, geht es um ein Zurück, zurück ins Nichts, in die Leere, darum auch Nichtselbst-Lehre. Mir geht es um ein Vorwärts, durchs Leben hindurch mit allen Erfahrungen, die es bietet, um zum Selbst, dem Wesenskern zu gelangen in seiner ganzen Fülle, aber im gleichen Maße natürlich auch in seiner Leere.
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LotharAtzert meinte dazu am 01.06.2019:
"Nur die, die theoretische Lehren vertreten und deren Anhänger machen sich gerne einmal wichtig."

Irgendwie muß man ja ein bißchen kitzeln, sonst schläft das zu früh ein. Ich vertrete keine theoretische Lehre, sondern praktiziere sie. Dazu gehört, daß man weiß: Das so genannte Ich besteht aus den fünf Daseinsfaktoren Form, Empfindung, Wahrnehmung, Bildekraft und Bewußtsein, die alle nichts Beharrendes haben, so daß das Ich als eine Illusion angesehen wird. Nicht zufällig besteht auch das Mandala aus der Fünfzahl und steht in Bezug zu den genannten Aggregaten.

Ich könnte fortfahren, aber da ich offenbar nur als Wichtigtuer wahrgenommen werde, höre ich an dieser Stelle auf und ziehe mich in meinen Garten zurück.
Tashi delek
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Agneta meinte dazu am 01.06.2019:
Ich finde deine Ausführungen sehr interessant,Lothar und dennoch spricht es mich nicht an. Wenn Jung buddhistische Theorien in seine wissenschaftlichen Thesen eingearbeitet hätte, wären sie nicht mehr wissenschaftlich.
Ich kenne mich nicht mit den Fachbegriffen von Jung aus, denke jedoch dass Persönlichkeit und Selbst miteinander korrespondieren und sich aus beiden entwickeln. Das Selbst, das Ich, mag das Empfundene darstellen, den naturgegebene Intellekt- die Persönlichkeit ist die Entwicklung eines Selbst. Diese wird durch alles Mögliche geprägt, beeinflusst, kann sich ändern. Das Selbst schließt alles mit ein: das, was man fühlt, das, was man sein möchte und das, was das Leben aus einem macht.
So verstehe ich es als Psychologi-Laie.
LG von Agneta
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Momo meinte dazu am 02.06.2019:
@Lothar
Oh, du hast einen Garten? Grüß mir die Mimosen.
Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen, in den gerade niemand steckt. Ich meinte den von dir zitierten Satz zuerst einmal ganz allgemein, aber wenn du ihn auf dich bezogen hast, ist es auch nicht falsch. Du wirst von mir wahrgenommen als jemand, der gerne seine Belesenheit zu ganz bestimmten Themen heraushängen lässt, und natürlich nimmst du sie wichtig. Ein praktizierender Anhänger also, o.k..

„Dazu gehört, daß man weiß: Das so genannte Ich besteht aus den fünf Daseinsfaktoren Form, Empfindung, Wahrnehmung, Bildekraft und Bewußtsein, die alle nichts Beharrendes haben, so daß das Ich als eine Illusion angesehen wird.“


So lange dein Wissen nicht erfahren wird, bleibt es Theorie. Oder erlebst du dich als Illusion, deine Ängste, Vorlieben, Abneigungen, Affekte etc.. Ich denke, es fühlt sich doch alles sehr real an, und allein das zählt.
Um bei meinem Text zu bleiben, alles Wissen nützt in dem Prozess der Individuation gar nichts. „Jede Stufe des Prozesses muß durchlebt werden. Es gibt keine Deutung und kein sonstiges Kunststück, das einen um diese Schwierigkeit herum betrügen könnte.“ C.G. Jung
Das Wissen bringt einen keinen Schritt weiter, so lange es nicht mit (Er)leben gefüllt wird.
In diesem Sinne,
viel Spaß in deinem Garten

Momo
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