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Versuchung

Sonett zum Thema Dank/(Un-)dankbarkeit


von Ralf_Renkking

Erschienen erst im Geist unendlicher Sekunden,
so ehrlich elegant, rundum nur kerngesund
beging sie ihren Gang, und tat sich Meinung kund;
ich stand in ihrer Glut, ich wähnte mich gefunden.

Sie war so nett und gut, denn immer mir verbunden,
und so, wie sie sich gab, vertraute ich dem Bund;
ich suhlte mich im Glück, ich küsste ihr den Mund;
wie eine Mutter ging sie ein auf meine Wunden.

Es lief nun alles glatt im Umfeld der gesunden
Entwicklungsgegend ganz im Sinne ihrer rund
um ausgebauten Gunst, ich sah mich ewig und
schon wirklich ganz und gar im Schlage ihrer Stunden.

Wir rechneten genau, wir liebten uns am Grund,
und ich lief mir für sie die Welt der Füße wund.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (11.06.2019)
Ach, die Versuchung, so ein böses, altes Luder!

Fußsalbe reichende Grüße
Isaban
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Ralf_Renkking meinte dazu am 11.06.2019:
Danke, Mutter!

Ciao, Ralf
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Isaban antwortete darauf am 11.06.2019:
Sorry, nee. Menschenfreundin im Allgemeinen: ja, Mutter auch, deine jedoch definitiv nicht, an diese Geburt würde ich mich erinnern - aber gib die Hoffnung nicht auf, irgendwann findet jedes noch so hässliche Entlein die passende Schwanin oder ein Korn.
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Ralf_Renkking schrieb daraufhin am 11.06.2019:
Wow, eine witzige Mutter der Versuchung, da werde ich ja doppelkornschwach.
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