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Märchen zum Thema Gefangen


von niemand

Er steht auf allerkleinstem Raum,
nebst einer Blechlawine -
ein Baum wie der hats sichtlich schwer.
„Ach, wenn ich Don Quichotte nur wär“
seufzt er, mit Sehnsuchtsmiene,
in Richtung Tüllgardine,
im Häuserblock, im dritten Stock.

„Ach, Dulzinea, du mein Traum,
du Rosenstock im Kübel
am Fensterbrett [ich fass es kaum!]
dein Liebreiz schönt mir Tag und Raum,
doch was ich mir verübel
ist meine beinlose Gestalt -
die lässt mich hier nicht weichen.
So stehe ich und sehe dich
und kann doch nichts erreichen.

Nachts, wenn der Tag im Schwarz erlischt,
stehst du im Licht des Raumes -
Gebilde schäumen dann wie Gischt,
sind wilde Träume, weiter nischt,
sind Wünsche eines Baumes.
Dann löst er von den Wurzeln sich,
der tags dir Zugewandte
und reitet endlich dieses Viech
mit Namen Rosinanthe,
die Mauer hoch, nicht feig, nicht bang,
um dann aus deiner Kammer
dich zu entführen, mittenmang ...

Oh, Gott, welch Mär, welch Jammer!
Ich spür, wie mich die Wurzel hält
und fühle dein Entgleiten -
Gefangener der Straßenwelt,
bar aller Möglichkeiten!“

Die Rose blickt derweil entzückt
zum Fenster gegenüber,
das ein Hibiscus blühend schmückt
und träumt, dass jener sie beglückt -
solch Ritter wär ihr lieber.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (11.06.2019)
Ein bis zwei Romanzen der ganz besonderen Art, wie immer witzig und bissig, höchst gekonnt verreimt und ein reines Lesevergnügen!

Ach, alle Ritter von der traurigen Gestalt gewinnen mein Herz im Handumdrehen, dieser hier aber ist einer, der nicht einmal ein Händchen rühren musste, um meine Sympathie zu erlangen:

Welche Liebe ist größer, leidenschaftlicher, unendlicher und tiefer als eine, die sich nie erfüllt? Keine. Man liebt immer das am meisten, von dem man nur träumen, was man aber nicht haben kann.

Bekäme man es irgendwann doch, so wäre der Reiz vielleicht schnell verflogen, unerfüllt aber gewinnt das, von dem man derart innig träumt immer mehr an Raum.

Was bleibt dem geneigten Leser da, außer allen anwesenden Objekten der Begierde zu wünschen, dass sich die Wünsche der Begehrenden niemals erfüllen? Und ich glaube fast, das könnte hinhauen.

Mit lieben Grüßen,
Sabine
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niemand meinte dazu am 11.06.2019:
Ja, diese unerfüllten Lieben sind die, welche am längsten bleiben,
manchmal ein ganzes Leben lang. Sie haben es auch einfacher, als die, welche in die Realität geworfen werden und sich dort bewähren müssen. Die Unerfüllten haben den Vorteil, dass sie voller Träume bleiben dürfen - keiner nimmt sie ihnen, es sei denn
die Erfüllung. Diese kann manchmal ganz schön boshaft
werden Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene
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niemand antwortete darauf am 11.06.2019:
P.S. danke! fürs Bemerken des zuvielen Kommas!
Die Dinger sind mein Schwachpunkt. Manchmal streue ich sie
auch wahllos ein
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