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Gedankensplitter #01

Gedanke zum Thema Lebensbetrachtung


von TheReal-K

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich mir diese Fragen nicht stelle: Kann ich hier wohnen bleiben? Kann ich mir das hier auf Dauer überhaupt noch leisten? Schmeißt mich mein Vermieter irgendwann oder sogar bald raus, meldet "Eigenbedarf" an? Entwurzelt mich aus meinem "Zuhause", das mir tagtäglich mehr ans Herz wächst?
Es ist eine Unsicherheit, die sich wie ein Spiel auf Zeit anfühlt.

Zeitgleich gibt es irgendwo auf der Welt Menschen, die mit dem im Verhältnis zu uns geringeren Standard, den sie haben, weitaus zufriedener sind. Bei uns gibt es Neider*innen, die dem Nachbarn das neue Auto nicht gönnen. Missgunst in ihrem Lebensalltag praktizieren, wo sie nur können oder sich gezwungen fühlen ebendies so zu empfinden und zu tun.
Irgendwo anders gibt es nicht einmal einen Zahnarzt, den man weitestgehend problemfrei aufsuchen könnte, der dir im Bruchteil der Zeit hilft. An anderen Orten der Erde sind es Menschen, die einen Lebensstil verfolgen, bei dem es viel stärker um Selbstgenügsamkeit geht. In dem es für sie vielleicht aber auch von Geburt an keine anderen Möglichkeiten gibt, als sich mit den herrschenden Lebensumständen zu arrangieren. Zufrieden mit ihnen zu sein und glücklich mit ihnen zu werden.
Gesünder als das, was viele von uns hier praktizieren, ist dies auf jeden Fall.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (18.06.2019)
Dieser Gedanke ist an sich nicht neu. Und er krankt daran, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und damit auf sein soziales Umfeld angewiesen ist. Jeder von uns muss in der Gesellschaft leben, in die er hineingeboren wird.

Die Überzeugung, dass man in dieser oder jener glücklicher ist, hält einer genaueren Prüfung zumeist nicht statt. Darum ist
Zufrieden mit ihnen zu sein und glücklich mit ihnen zu werden
eine Annahme, die nicht stimmt. Zwänge gibt es in jeder Gesellschaft, ganz gleich wo und wann.

Der größte Fehler bestimmt aber darin, dass man falsche Maßstäbe ansetzt. So gibt es z.B. Historiker, Anthropologen und Populärwissenschaftler, die behaupten, dass die Menschen vor der landwirtschaftlichen Revolution - Seßhaftwerdung - glücklicher waren, weil sie eine kürzere Zeit am Tag für ihren Lebensunterhalt arbeiten mussten. Diese Annahme beruht jedoch auf einer Wertung des Punktes "Arbeit" des modernen Menschen (modern=zeitliche Betrachtung) und lässt psychologische Betrachtungen zum Thema Angst völlig außer Betracht. Warum sollte man, wenn man am Tag 5 Stunden auf der Jagd verbringt, keine Angst vor der Frage haben, ob es morgen noch genug gibt, das man jagen kann?



Versteh mich nicht falsch. Es gibt sicherlich in unserer Gesellschaft Fehlentwicklungen, die uns das Leben unnötig schwer machen (Bsp.: Konsumismus). Die einzelnen Themen betreffen jedoch nicht jeden gleich und da beginnen dann die unterschiedlichen Interpretationen. Das betrifft dann harte und noch mehr weiche Faktoren.
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loslosch meinte dazu am 18.06.2019:
das unterschreibe ich.

hinzu kommt die weit höhere lebenserwartung in den entwickelten ländern. da wird zwar auch viel gejammert, besonders von älteren menschen; aber es ist ein jammern auf hohem niveau.
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Veröffentlicht am 18.06.2019. Textlänge: 210 Wörter; dieser Text wurde bereits 68 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.01.2020.
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