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Der weggeworfene Schlüssel

Aphorismus zum Thema Psychologische Phänomene


von TrekanBelluvitsh

Religion ist ein massentaugliches Stockholmsyndrom von Menschen hinter einer Tür, die sie selbst verschlossen haben.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Regina (23.06.2019)
Nach der langen Zeit des Patriarchats muss man auch mal eine Göttin zum Zug kommen lassen.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 23.06.2019:
Also ich bin für das Gott.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (23.06.2019)
Grundpfeiler der Weltreligionen ist fast immer Unterwerfung, insbesondere die der Frau innerhalb der Einzugsgebiete.
Zuweilen ist jene Komplizin und gleichzeitig Vollstreckerin der eigenen Unterdrückung..
Da passt die Sache mit dem "Stockholmsyndrom" gut.

Gruß, der8.
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 23.06.2019:
In der Religion (aber auch in anderen Bereichen) reicht dem Mensch die Erklärung "Das habe die mit mir auch gemacht", um vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen, dass man sich gegenüber Schwächern wie Arschgeigen verhält.
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Momo
Kommentar von Momo (23.06.2019)
Ich glaube, hier passt auch ganz gut das Zitat von Kant über die Aufklärung, die ja die Religion nicht ausschließt, denn Verstand und Religion sollten miteinander Hand in Hand gehen:

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! … Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

Der Schlüssel zu allen religiösen Fragen liegt in einem selbst und folglich hat auch jeder jederzeit Zugang zu ihnen ohne selbst ernannte Vermittler.

LG Momo
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 23.06.2019:
Für Religionen sind Vermittler aber das A und O. Alles andere ist für sie Häresie.
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Sin
Kommentar von Sin (23.06.2019)
Nach einer "Testphase" habe ich mich in der Schule für Religion statt Philosophie entschieden. Religion schien mir relativ einfach zu durchschauen und ohne jegliche Anstrengung gute und stabile Noten zu garantieren. Bei meiner Philosophielehrerin dagegen wusste ich nie, worauf sie eigentlich hinaus wollte. Noch dazu saßen in diesem Kurs die ganzen "Leuchten" und man musste immer höllisch aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Ein halbes Jahr habe ich mich damit herum gequält und es endete notenmäßig in einem Desaster. Was lag da näher als sich für Religion zu entscheiden? Nur zum rechten Glauben habe ich nie gefunden. Dazu waren diese philosophischen Erfahrungen viel zu fundamental... LG Sin
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 23.06.2019:
Die Erfahrung, dass man Diskussionsbeiträgen und Anmerkungen im Religionsunterricht sehr gute Noten in der Schule abgreifen konnte, kann ich nur bestätigen. Unter den Verblendeten ist der, der mit der Vernunft tanzt, der König. Halleluja!
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (23.06.2019)
Menschen, die eine Tür selbst verschließen, wollen, dass etwas nicht eindringt. Religiöse Menschen sperren den vom Verstand geleiteten Zweifel aus und ersetzen ihn durch Glauben. Sie wurden dazu überredet sich einzusperren und beginnen wie beim Stockholmsyndrom die Persuaser zu lieben.
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 23.06.2019:
Darum ist es in jenen Räumen auch meist ziemlich stickig...
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Cora meinte dazu am 27.06.2019:
Religiöse Menschen sperren den vom Verstand geleiteten Zweifel aus und ersetzen ihn durch Glauben.


Woher weisst du das? Ist das nicht ein Vorurteil? Ein unvernünftiges Pauschalurteil ist es auf jeden Fall.
Es gibt nicht wenige religiöse Menschen, die sich mit Zweifeln auseinandersetzen.

Sind es nicht die Atheisten, die den Zweifel aussperren? Etwas für den Menschen aktuell nicht wahrnehmbares kann nicht existieren, so deren Dogma.

Vieles wurde durch die Wissenschaften entdeckt, das zuvor für Menschen nicht wahrnehmbar war.

Antwort geändert am 27.06.2019 um 17:00 Uhr
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 27.06.2019:
Genau, religiöse Menschen werden deshalb Gläubige genannt, weil sie so viel zweifeln.
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Cora meinte dazu am 27.06.2019:
als ob Atheisten nix glauben, nur weil sie nicht so genannt werden. Die glauben auch, nur an was anderes.

Religiösen Menschen pauschal die Vernunft abzusprechen, ist werder kenntnisreich noch vernünftig. Das ist Ideologie pur, unter eurem Niveau.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (23.06.2019)
Weißt du wie teuer es wird wenn der Schlüsseldienst kommt?
TT
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 23.06.2019:
Und dann muss man auch noch den Kopf heben und aus eigen Antrieb durch die Tür gehen. das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Das geht wirklich nicht!


Wobei das mit dem Schlüsseldienst natürlich gut für das BIP ist. Und das erfreut die Anhänger weltlicher Religionen - "das regelt der Markt" und so.
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Kommentar von MichaelBerger (44) (23.06.2019)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 23.06.2019:
Wenn man eine bestimmte Sozialisierung "genossen" hat, kann es schwierig sein, ja. Doch zum Heranwachsen gehört auch das Rebellieren gegen die Eltern. Warum schon rebellieren, dann nicht gegen etwas wirklich Unvernünftiges rebellieren?

P.S.: Wie nennt man jemanden, der großen Wert darauf legt, was man auf dem Kopf trägt? Richtig, Zeremonienmeister!
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (24.06.2019)
Hallo Trekan, gehen wir einfach mal hundert Jahre zurück. Da war die Religion noch allgegenwärtig. Und von einem Stockholmsyndrom wusste niemand etwas. So wie ich bisher auch nicht! Gut war, dass mit der Reformation schon mal für alle, die mit dem Gedanken spielten oder sich damit zu beschäftigen gedachten, eine Tür aufgestoßen worden war. Einen Riegel hatten meist die Herrschenden noch vorgeschoben. Aber es stimmt, die Religion und die Ungleichheit gingen immer Hand in Hand. Und leider bleibt es noch eine ganze Weile so. So wahr uns das Universum helfe! LG von Gil.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.06.2019:
Stockholmsyndrom ist ja nur ein Name. Das ein Opfer mit dem, der an ihm der Täter (und einzige Bezugsperson) ist, nach einer bestimmten Zeit sympathisiert, ist nichts Neues. Man kennt das Phänomen auch aus dem Verhältnis Gefolterte - Folterer. Das liegt daran, dass wir Menschen soziale Wesen sind und darum soziale Bezugspunkte brauchen, letztlich ganz gleich wen.

Und darum geht es. Jede Religion beginnt mit Standpunkt: "Du bist Dreck und machst alles falsch. So bist du am Ende. Du kannst nur gerettet werden, wenn du genau dass tust, was wir dir sagen." Ganz gleich, ob Priester, Pfarrer, Rabbi, Iman, Guru, Schamane etc. Das ist nicht mehr als ein Gefängnis, dass da konstruiert wird und Erlösung gibt es nur innerhalb des Gefängnisses. Darum sind alle Religionen auch grundsätzlich entwicklungsfeindlich. Sie misstrauen neuen Entwicklungen, weil sie befürchten müssen, dass diese Wege aus dem Gefängnis darstellen. Der passende Euphemismus dazu lautet Seelsorge.

Und der Mensch? Der ist in dieser religiösen Welt eingesperrt und glaubt das alles. Nur so sind solche Dinge wie Klitoris- oder Penisverstümmelungen zu erklären.
Offtopic:
Natürlich sind aufgeklärte Deutsche gegen die Klitorisverstümmelung. Pfui und böses, böse. Bei der Penisverstümmelung sieht es da schon anders aus. Das hat man ja 2012 bei der entsprechenden Diskussion in Deutschland gemerkt. Dabei ist diese Diskussion damals total am Thema vorbei gegangen. Den in beiden Fällen ist die Begründung NICHT Tradition, gesundheitliche Gründe. Es ist: Gott/die Götter wollen es so! Und was bei der Klitorisverstümmelung den "aufgeklärten" Deutschen nicht ausreichte, reicht ihnen bei der Penisverstümmelung. Selbst solch streibare Figuren wie Alice Schwarze haben die verteidigt. Aber vielleicht lag der Grund dafür in Tiefenpsychologischem begründet, dass sie Männern einfach nur wehtun will und weil ihr das bei erwachsenen Männern nicht gelingt, stimmt sie für die Verstümmlung von männlichen Säuglingen. Aber ich spekuliere nur.
Ganz gleich was der Kerkermeister Religion fordert, der Eingesperrte Gläubige nimmt es an und vertritt es, denn nur so bekommt er die nötig Zuwendung. Du wirst sicherlich bemerkt haben, dass gerade Fundamentalisten von dem großen Zusammenhalt ihrer Gruppe schwärmen (Bsp. Amish).

Dabei wird das, was hinter der Tür ist verteufelt, ohne das man die Tür öffnet und nachschaut. Ja schlimmer noch: Schon das Öffnen der Tür allein wird als schändlich betrachtet. Stattdessen lässt man die Tür verschlossen und die Rechtgläubigen schmeißen den Schlüssel weg.
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Veröffentlicht am 23.06.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 23.06.2019). Textlänge: 15 Wörter; dieser Text wurde bereits 136 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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