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Text


von Willibald

(1)
Maria Stuart: Madonna und Hure -
Bastardstreit um EnglandsThron
Maria Stuart (Friedrich Schiller)

(2)
Xaver Zürn und Dr. Gleitze -
Reiseverstopfung und Abführtabletten
Seelenarbeit (Martin Walser)

(3)
Trockenes Knacken von stelzbeinigen Hummern1
Deutschstunde (Siegfried Lenz)

(4)
"Das Fenster ist die Visitenkarte des Bewohners."
Wunschloses Unglück (Peter Handke)

(5)
Zeitgeröll mit Trommler
Die Blechtrommel (Günter Grass)

(6)
"Ich mache mir nichts aus Romanen." (H.F.)
Homo Faber (Max Frisch)

(7)
Hermes Krull, Zouzou Persephone und Maria Pia Demeter
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (Thomas Mann)

(8)
Der arme Arbeitslose und sein Kind
Kleiner Mann - was nun? (Hans Fallada)

(9)
Der Romanautor zeigt seinem Helden,
wie man sich aufrappelt,
wenn man von Alfred jut gecoacht wird.
Berlin Alexanderplatz (Alfred Döblin)

(10)
Vollständig konnte Karl Roßmann sich nicht bewähren.
America/Der Verschollene; Fragment (Franz Kafka)

(11)
In den Gemächern der Sinnlichkeit: Erwachen der Diktatoren
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Robert Musil)

(12)
"Der deutsche Aufsatz muss der Mittelpunkt sein, um den sich Alles dreht."
(Wilhelm II)
Professor Unrat (Heinrich Mann)

(13)
"Du wirst Bürgermeister, Hugo!" -
Mathilde Möhrings Drang nach oben
Mathilde Möhring (Theodor Fontane)

(14)
Die ergötzlichen, ein wenig gottlosen Memoiren
des fürwitzigen Schwarzwald-Einsiedlers
vom Mummelsee.
Simplizissimus (H.J.C. Grimmelshausen)

(15)
"Sieh es mal so: Alles, was wir zu verlieren haben, ist schon weg."
Thelma und Louise (Ridley Scott)

(16)
"Alles läuft nach Wunsch." (HAL)
Odyssee 2001 (Stanley Kubrick)

(17)
Babylon ist Hochmut, Fleischeslust, Blindheit und Tanz.
Berlin ist Babylon.
Babylon Berlin (Tom Tykwer u.a.)

(18)
Väter ohne Söhne
Lohengrin (Richard Wagner)

(19)
„Ist denn das auf zwei Füßen aufrecht Einhergehen etwas so Großes, dass das Geschlecht, welches sich Mensch nennt, sich die Herrschaft über uns alle, die wir mit sicherem Gleichgewicht auf vieren daherwandeln, anmaßen darf? Siehst Du mich cool und blue  da oben  über Willibalds Expektorationen? Er meint, das habe Witz. Wie auch immer dem sei: Mit meinen Lebensansichten leckte ich das Blut öffentlichen Triumphes."
Lebensansichten des Kater Murr (E.T. A. Hoffmann)

(20)
M: "Ich rede  von all den Giften, die Ihren Verstand zerfressen, Bond.
Zuviel rohes Fleisch, zuviel Weißbrot, zuviele trockene Martinis."
"Dann werde ich das Weißbrot weglassen, Sir."
Sag niemals nie (Irvin Kershner)

(21)
"Mit ihr war der Schnee immer ein bisschen weißer." (Sam Baldwin)
Schlaflos in Seattle (Nora Ephron)

(22)
"Du verlangst wirklich von mir, eine Stunde zu warten,
bis sich herausstellt, ob ich deine Frau oder deine Witwe bin?"
Zwölf Uhr Mittags (Fred Zinnemann)

(23)
"Vor kurzem ging ich ins Kino, in eine Filmvorstellung um 20.00. Sie spielten den Pokemonfilm um 20.00 .
Gehts noch?" (Dieter Rotmund)
Dieter Rotmund geht's ins Kino. Gesammelte Filmessays [Dieter Rotmund]

...........

Anmerkung von Willibald:

****************************************

1
An dem schmalen, unbegrenzten Geburtstagstisch saß feierlich altersgraues Meergetier und trank schweigend Kaffee und würgte schweigend, ganz versenkt in eigensinnige Kontemplation, trockenen Sandkuchen und Nußtorten und blaßgelben Streuselkuchen herunter. Stelzbeinige Hummer, Krabben und Taschenkrebse hockten auf den hochmütigen, geschnitzten Sesseln von Bleekenwarf; hier und da verursachten harte, gepanzerte Glieder ein trockenes Knacken, eine Tasse klapperte, wenn knochige Hummerscheren sie absetzten, und einige streiften mich mit einem Blick aus gleichgültigen Stielaugen, unerschütterlich, mit der monumentalen Gleichgültigkeit gewisser Gottheiten, das möchte ich meinen. Dabei glich diese schweigende Versammlung von Meergetier durchaus Leuten, die ich kannte: zwei sahen aus wie die alten Holmsens von Holmsenwarf, ich glaubte Pastor Treplin zu entdecken und Lehrer Plönnies, und dann machte ich meinen Vater aus und sogar Hilke und Addi, und neben der zartesten Meerforelle, die so sehr Doktor Busbeck glich, saß mit abweisendem Gesicht und strengem Haarknoten als Zackenbarsch meine Mutter. Einer allerdings flatterte, quakte und bewegte sich lustig wie ein Laternenfisch, und das war der Maler.

Lenz, Siegfried: Deutschstunde. Hamburg: Hoffmann und Campe 2014, S. 145f.


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Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (01.07.2019)
Merci, Willibald, Assoziationen, die bei mir zünden.
Servus
Ekki
diesen Kommentar melden
Willibald meinte dazu am 01.07.2019:
Merci´ Ekki!

Sei so gut, schreibst Du andere rein?

greetse
ww

Antwort geändert am 01.07.2019 um 15:27 Uhr
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg antwortete darauf am 01.07.2019:
Sei mir bitte nicht böse, Willibald, aber ich schreibe ja meine Sonette auf Dichter. Schaust du mal?
diese Antwort melden
Willibald schrieb daraufhin am 01.07.2019:
Klar schaue ich.
greetse
ww
diese Antwort melden
Willibald äußerte darauf am 03.07.2019:
Salute, Ekkehart,

habe gerade einen Ekkisatz zu Kafka
mit Freude
für Joseph Hellers Catch-22
verwendet.

Mit Dank und weiteren Rückmeldungen

ww
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (01.07.2019)
Das ist mir persönlich zu wirr zusammengewürfelt und die Ansprache zu jovial.
diesen Kommentar melden
Willibald ergänzte dazu am 02.07.2019:
Danke für die persönlich orientierte Rückmeldun.

Wann hast Du angefangen zu fotografieren? Und welche Würfelspiele kennst Du und sind zu empfehlen?

greetse
ww

p.s.
Ein Teaser beziehungsweise ein Mem zu Dieter Rotmunds Filmessays ist nun in der Sammlung oben untergebracht. Denke, das macht persönlich und überpersönlich Spaß?
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund meinte dazu am 02.07.2019:
Bitte genau nachlesen:

https://www.keinverlag.de/teamkolumne.php?kid=7&bid=1846

Danke.
diese Antwort melden
Willibald meinte dazu am 02.07.2019:
Nun, der Teaser ist gewiss überspitzt und ins Komische gelappt.

Das Aufmerksamkeits- und Wertungsmuster vieler
Dietertexte ist dennoch recht ähnlich abgebildet. Man denke etwa an den freiwillig/unfreiwillig komischen Sammelbildchenkinofilmessay. Diese leicht kauzigen Stilzüge sind mir zum ersten Mal aufgefallen, als Dieter auf Willibalds Selbstvorstellung frug, ob es denn eigentlich noch Filme für die Leica gebe.

greetse

ww

Antwort geändert am 02.07.2019 um 08:32 Uhr
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 03.07.2019:
Warum sprichst Du von Dir selbst in der dritten Person???
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (01.07.2019)
Da möchte ich Herrn Rotmund doch energisch widersprechen.
Für mich ist jede einzelne Zusammenfassung ein Ausbund geistreichen Williesken Humors. Mit Jovialität hat der allerdings nix zu tun. Eher mit Esprit und gaaanz leichter Bosheit.

"Das Fenster ist die Visitenkarte des Bewohners."
Wunschloses Unglück (Peter Handke )

*prust
Wer sich je ein Werk des Meisters zu Gemüte geführt hat, weiß, dass Willis Worte wundersam zutreffend sind.

Ebenso bei Herrn Fallada oder meinem Altlastenliebling E.T.A. Hoffmann.
Es stimmt einfach alles, wenn zärtlich-erinnernd der Blick die Regale streift ...

Entzückte Grüße
der8.
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Moja
Kommentar von Moja (01.07.2019)
Klasse zusammengefasst, Willibald!
Geistreich, prägnant und ironisch, könnte seitenlang weiterlesen...
DANKE! Begeisterte Grüße, Moja
diesen Kommentar melden
Willibald meinte dazu am 01.07.2019:
Begeistertes Bedanken bei Moja und A.Z.
ww
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