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Blaugefühl XI: blaulicht

Text


von Habakuk

unter den steinen am wegrand warst du
der hellste in erde und staub stockte der atem rollte dich sanft
zum lippenrand bedeckt unterm
scheuen wimpernschlag vielleicht kommst du vor
zwischen fels-

gestein ein weiteres mal unvorstellbar zu suchen
im kieselgeröll auf gesenkten lidern wer käme darauf in den falten
des raums zu suchen das gleiche bild
zu malen von etwas andrem womöglich doch niemals
dasselbe

wer außer dir wohin mit dem blick der einmaligkeit
kein mensch mehr hier wem sonst denn käme es zu zwischen wurzeln
und blättern ein rötlich schimmerndes
blau zu sein


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Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (12.07.2019)
Ich lese den Lobgesang auf einen Menschen, mit einer besonderen Beobachtungsgabe, die aber auch einsam macht.
Holmes : "Es hat seinen Preis."
Watson: "Was?"
Holmes "Zu lernen, in allem das Rätsel zu sehen. Es gibt sie überall. Wer einmal anfängt zu suchen, kann nie wieder damit aufhören. Es ist nun mal so, dass Menschen, geprägt durch all die Täuschungen und Irreführungen, was immer sie auch tun, das faszinierendste Rätsel überhaupt sind. Natürlich sind sie nicht immer glücklich, wenn man sie als solches sieht."
Watson: "Eine ziemlich einsame Art zu leben."
Holmes: "Wie ich schon sagte: Es hat seinen Preis."


- aus: Elementary; S01E04 -
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Habakuk meinte dazu am 13.07.2019:
Danke. Holmes und Du haben vollkommen recht. Einen Preis müssen wir für alles bezahlen. Manche vergessen es nur, weil die Rechnung mitunter mit zeitlicher Verzögerung kommt.

H.
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Kommentar von Artname (12.07.2019)
habe heute nacht mal in deinem hiesigen werk geblättert. stilistisch sehr anregend und ansonsten entspannend für mich. auch die kommentare deiner versteher und nichtversteher. was eigentlich bezeugt unser verständnis, was unser unverständnis? - richtig angenehm übrigens, deine humorvollen antworten.

dieser text ist recht kurz. mich beeindruckte u.a. der schluss:

wer außer dir
wohin
mit dem blick
der einmaligkeit
kein mensch mehr
hier
wem sonst denn
käme es zu
zwischen wurzeln und blättern
ein rötlich schimmerndes blau
zu sein


sehe ich auch so, wem außer dir, mir und all den anderen individuen!?

ich nahm hier sehr gern mein recht auf mein vergnügen wahr. unter anderem das, möglichst viele deiner apokoinus aufzuspüren.

lg

bis denne

Kommentar geändert am 12.07.2019 um 07:25 Uhr
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Habakuk antwortete darauf am 13.07.2019:
Danke dir.
Das Verständnis bzw. Unverständnis der Anderen bezeugt grundsätzlich wenig bis nichts.
Zu deiner anderen Frage „wem außer dir, mir und all den anderen individuen!?“: Das hängt von der Bewusstseinsperspektive ab. Grundsätzlich betrifft es alle Individuen. In diesem speziellen Fall ist es enger gemeint.
Was die Apokoinus anbelangt, das hast du gut erkannt.

BG
H.
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (12.07.2019)
liest sich sehr gut, gefällt mir...
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Habakuk schrieb daraufhin am 13.07.2019:
Danke dir!

H.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (12.07.2019)
Dieses Blaulicht ist einmalig.
Servus
Ekki
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Habakuk äußerte darauf am 13.07.2019:
Ja. So war es gemeint. Danke.

BG
H.
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juttavon
Kommentar von juttavon (14.07.2019)
Ein wunderschönes Gedicht, lieber H. ! Welche Muse hat Dich hier geküsst?

Die rhythmischen und klanglichen Elemente sind hier besonders gut gelungen, z.B. in den ersten Zeilen der S 1 der Daktylus mit den sinnvollen Unterbrechungen:
"unter den steinen am wegrand warst du
der hellste in erde und staub stockte der atem" -
tänzerisch beschwingt bis zum "du", dann Wechsel zum Tröchaus:
"dú / der héllste", - was eine starke rhythmische Betonung des "du" bewirkt.
Weiter im daktylischen Versmaß bis zu
"stáub stóckte" - wo die direkt aufeinanderfolgenden betonten Silben das Stocken spürbar werden lassen.

Die vokalischen und konsonantischen Echos begleiten hier den tänzerischen Rhythmus:
"der hellste in erde und staub stockte der atem rollte dich sanft" - hell: e-e, gefolgt von dunkel: au-o-a-o-a, und die Wiederholung von st in "staub stockte" und die starke Häufung des t-Lautes.
Schön auch die rhythmische und vokalische Resonanz in "lippenrand" und "wimpernschlag". - Usw...

Sehr fein auch die Bilder, z.B. des Staunens und Wunderns:
Unverhofft "unter den steinen am wegrand" findet das lyr. Ich ein einmaliges "du" - ein Finden ohne ein Suchen.

Dem Staunen, vielleicht einem Zögern, entspricht auch die Frageform, die die ganze zweite Hälfte des Gedichts durchzieht:
"wer käme darauf" - "wer außer dir wohin mit dem blick" - "wem sonst denn käme es zu".

Ein "du", dem es zukommt, "ein rötlich schimmerndes / blau zu sein", eine Verbindung von Himmel und Erde, von Vision und Realität, in der Farbsymbolik auch von Mann und Frau.

Der Titel "blaulicht" klingt wie ein himmlisches Zeichen, dem sich das angedeutete Violett, also die Mischung von Rot und Blau, am Ende des Gedichts hinzugesellt.

Sehr gerne 'mitgestaunt'!

HG Jutta
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Habakuk ergänzte dazu am 17.07.2019:
Danke, liebe Jutta. Der Kommentar ist noch genialer als das Gedicht. Welche Muse hat Dich dabei geküsst? Ich darf den Namen meiner Muse nicht verraten.

HG
H.
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Veröffentlicht am 12.07.2019. Textlänge: 110 Wörter; dieser Text wurde bereits 125 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.09.2019.
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