DER SELBSTVERWIRKLICHER

Gedicht zum Thema Historisches

von  hermann8332

DER SELBSTVERWIRKLICHER

Von dem Augenblick an,
nämlich der Wende in Stalingrad,

da die Niederlage in Sicht war,

sprach Hitler nur noch von Sieg,
vom Endsieg ::

Er glaubte an ihn
und verhielt sich jedenfalls so,
als ob er an ihn glaubte

und blieb bis zum Ende
in seinem Optimismus gefangen

in seinen Glauben und Wahn
eingekerkert

Rund um ihn zerfiel alles ...

Jeder Tag dementierte
seine Hoffnungen,

aber er fuhr fort,
mit dem Unmöglichen zu
rechnen, war verblendet
wie es nur Unheilbare
zu sein vermögen

und hatte dadurch die Kraft
bis ans Ende zu gehen

und weiterzumachen

über seinen Wahn hinaus; 

ja über sein Schicksal hinaus : 

Daher darf man von ihm,
dem alles fehlgeschlagen ist,
sagen , daß er sich vollständiger
verwirklicht hat als irgend ein
anderer Sterblicher ...

als Meister seines Fatums
und als Meister des Todes

unter dem Motto:

" Nach mir die Sintflut "

womit er hinnahm,
daß andere ihn zwar
überleben

aber annahm, daß sie
dafür bitter bestraft
werden ...

Am Tiefpunkt, 
als er beim Fall
der Reichskanzlei
buchstäblich den Abgrund
das Todes sah

wurde er da von dem
Gefühl getragen,
Gott überlegen zu sein ?

Zumindest dem deutschen
Volke überlegen zu sein,

das den Abgrund verdient hatte, 

in den er freiwillig
sich selbstverwirklichend
voraus ging

ein Selbstinszenierer
und ein wahrer Führer !

PS
siehe auch das Gedicht
" Die Gnade der frühen Geburt "

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