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Lowland Wars

Sonett


von wa Bash

Worte zur Kunst: Barock
William III's Lowland Wars

Gleich Wolkenfetzen hängen dunkle Stimmen
wirr in der Luft und heulen wie von Sinnen
in sturmgepeitschten Wellen auf dem Meer
und fressen Land, das brennt und schläft nicht mehr

im Takt der See, wie Segel, die verschwimmen
aufbrechen und den Tag mit Nacht beginnen
als wäre gestern heute, nicht viel mehr
der Strich am Himmel, wüst und farbenleer.

Stattdessen leuchtet Feuer in der Ferne
entflammt das Land und seine Vogelschwärme
die sich im Krieg befinden in der Luft

mit Menschenfressern gleich einer Chimäre
aus kalten Zügen, innerer Herzleere
die Menschenfischern ähneln, aber nicht sind.




Das Bild als Prosagedicht:  hier


 
 

Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (20.07.2019)
Hallo wa Bash,

ein gelungenes Sonett um ein verstörendes Bild herum gruppiert.
Aus meiner (!) Sicht könntest du den verbal vergleichenden Charakter des Ganzen etwas (!) abmildern. beispielsweise so:

Als Wolkenfetzen hängen dunkle Stimmen
wirr in der Luft und heulen wie von Sinnen
in sturmgepeitschten Wellen auf dem Meer
und fressen Land, das brennt und schläft nicht mehr

im Takt der See, gleich Segeln (Tippfehler), die verschwimmen
aufbrechen und den Tag mit Nacht beginnen
als wäre gestern heute, nicht viel mehr
der Strich am Himmel, wüst und farbenleer.

Stattdessen leuchtet Feuer in der Ferne
entflammt das Land und seine Vogelschwärme
die sich im Krieg befinden in der Luft

mit Menschenfressern (Kannibalen, weil Dopplung?) und einer Chimäre
aus kalten Zügen, innerer Herzleere
die Menschenfischern ähneln, doch nicht sind.


Du arbeitest ja mit starken Metaphern, insofern erübrigt sich das "wie" zuweilen.
Bitte, sei nicht beleidigt und versteh meine kritischen Worte als Anregung.
Sehr gut gefällt mir, dass du die starke Sprache des Bilds 1 : 1 übersetzt und eine entsprechend expressive Sprache wählst.

Liebe Grüße
der8.
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wa Bash meinte dazu am 20.07.2019:
Du arbeitest ja mit starken Metaphern, insofern erübrigt sich das "wie" zuweilen.
Bitte, sei nicht beleidigt und versteh meine kritischen Worte als Anregung.
Sehr gut gefällt mir, dass du die starke Sprache des Bilds 1 : 1 übersetzt und eine entsprechend expressive Sprache wählst.


ich danke dir zunächst für die intensive Auseinandersetzung mit dem Werk, freut mich. und übrigens, mir einer konstruktiven Kritik kann man mich nicht beleidigen, dies nur am Rande...

mit dem "wie" musste ich jetzt selbst noch einmal schauen, aber in diesem Gedicht habe ich relativ wenig davon Gebrauch gemacht, wie ich finde (kleiner Scherz am Rande). ich achte neuerding immer darauf nicht soviel dieser Vergleichsworte einzubauen, da im Fluss mir die Dinger immer irgendwie unterflutschen wollen, aber ich will ja kein Dinggedicht schreiben und insofern stimmt ich zu, wären zu viele "wie's" einfach zu viel, hier kann ich jedoch nur zwei entdecken, sowie den Vergleich "gleich", wobei ich diesen vom Sprachfluss in diesem Zusammenhang fast schöner finde als "als" insofern werde ich dies glaube ich nicht durchsetzen... ansonsten hast du dir eigentlich die Stellen rausgepickt, wo ich selbst ins Grübeln geraten bin. "Menschenfresser >> Menschfischer" allein die Dopplung hat mir irgendwie nicht zugesagt, ich fand aber keinen passenden Ersatz. ja es ist eine Dopplung, aber eher eine grammtikalische. bildlich jedoch nicht. im bild direkt sind Chimären zu sehen, jedoch speziell der Mantikor (übersetzt: Menschenfresser) mit Körper eines Löwen und Skorpion oder Drachenschwanz, dort sind aber auch noch andere Mischwesen zu sehen. Speziell die Chimäre in der Heraldik und Mythologie bedeutet jedoch laut der Ilias "Ein feuerspeiendes Mischwesen, das vorne wie ein Löwe, in der Mitte wie eine Ziege und hinten wie eine Schlange" insofern ist der Oberbegriff der Chimäre zwar Mischwesen, bedeutet in einigen Kulturen aber ein spezielles Mischwesen wie den Mantikor in Persien und die Chimäre in Griechenland. Übrigens sind damit keine Menschenfresser im eigentlichen Sinne gemeint, also Kannibalen. Dieser Ausdruck funktioniert nur, wenn sich die Individuen einer Spezies gegenseitig fressen. Hier ist Menschfresser eher als ein "der Krieg frisst seine Kinder" gemeint. Übrigens diesen Krieg, die Lowland Wars gab es ja wirklich, wie immer die Protestanten gegen die Katholiken oder umgekehrt (William der III.).

Abschließend, ja, die letzte Zeile dies hast du richtig entdeckt, ist eine Silbe zuviel untergebracht worden, dennoch find ich den Ausdruck mit "aber" um einiges besser, muss ich mir aber nochmal überlegen...

danke für die konstruktive Kritik... schönes Wochenende
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AZU20
Kommentar von AZU20 (20.07.2019)
Wieder sehr gelungen. LG
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wa Bash antwortete darauf am 21.07.2019:
danke dir, freut mich
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (21.07.2019)
Interessantes Sonett. Gefällt mir. Auffallend, dass du dich teilweise assonierender Halbreime bedienst, was aber gar nicht so selten vorgekommen ist, selbst bei Dichtern von Weltruf, ich denke da an Trakl, Baudelaire, Dylan Thomas. Mehr fallen mir gerade nicht ein. Außer Dir selbstredend.
Dürften vermutlich aber noch mehr sein.
Die letzten beiden Verse sind m. E. nicht so melodisch.
„aus kalten Zügen, innerer Herzleere/die Menschenfischern ähneln, aber nicht sind.
Vllt: aus kalten Zügen, innrer Herzensleere/gleich Menschenfischern, aber es nicht sind.

H.
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wa Bash schrieb daraufhin am 21.07.2019:
ja, ich stehe so ein wenig auf Halbreime, die flutschen mir so immer ans Ende der Zeile, lesen sich meiner Meinung nach auch genauso flüssig wie Reime, falls es nicht sogar manchmal sogar flüssiger klingt, denn Reime zumindest die reinen Reime, den merkt man sehr schnell an, dass sie akribisch gesucht werden mussten, diese Konstruktion färbt sich dann auf das ganze Gedicht ab, ist jedenfalls bei mir dann so,

die letzen Zeilen, da gebe ich dir Recht, damit bin ich auch so noch nicht zufrieden, freut mich aber wenn dir das Gedicht als solches zusagt. danke dir...
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wa Bash
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Worte zur Kunst: Barock.
Veröffentlicht am 20.07.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.07.2019). Textlänge: 92 Wörter; dieser Text wurde bereits 61 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.12.2019.
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