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Von Kunst und Künstlern

Aphorismus zum Thema Einsicht


von LottaManguetti

Ein Künstler vereint Schaffen und Demut.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (09.08.2019)
Oh ha, Künstler.
Kunst zu schaffen ohne Skandal ist große Kunst!
Kunst zu schaffen mit Demut ist Provokation
LG TT
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
Siehste! Das ist ne verkehrte Welt oder etwa nicht, lieber Gott TT.



Drückerle
Lotta
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Isaban antwortete darauf am 09.08.2019:
Ach, ich wünschte, das mit der Demut würde immer so klappen!
Liebe Grüße, mitteldemütig,
Sabine
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LottaManguetti schrieb daraufhin am 09.08.2019:
Jeden Tag aufs Neue, Isaban.

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loslosch
Kommentar von loslosch (09.08.2019)
die kirchenmaler des mittelalters hatten diese demut noch. allerdings ließen die allergrößten die exponierten deckengewölbe von ihren hiwis ausmalen. gestückelte demut!

der wahre künstler vereint schaffen mit demut.
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LottaManguetti äußerte darauf am 09.08.2019:
Danke, lo. Meine Idee kreiste auch eher um den "wahren" Künstler. Doch ich wollte keine Diskussion anzetteln, ab wann man von Künstler spricht und wann eher nicht. Mir ging es um die Betonung der Demut, die ich für unabkömmlich halte. Sie macht aus einem Schaffenden (für mein Empfinden) erst einen Künstler.
Manche mögen das anders sehen, manche gebärden sich wie blonde Perückenträger oder provozieren mit ausgesucht hässlicher Wortwahl, um der Wahrnehmung ihrer Mitmenschen nicht zu entgehen.
Mag sein, unter ihnen sind Künstler. Und doch fehlt ihnen etwas Prinzipielles: Demut.
Denn wer am lautesten brüllt, wie toll er ist, wird zwar wahrgenommen, aber auch rasch wieder vergessen, sobald ein anderer brüllt.

;)

Schön, dassde dawarst.

Lotta

Antwort geändert am 09.08.2019 um 12:29 Uhr
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Agneta ergänzte dazu am 09.08.2019:
diesen Grundgedanken kann ich nachvollziehen, Lotta. Da sollte es vielleicht eher heißen... sollte sich in einem Künstler vereinen. LG von Agneta
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LottaManguetti meinte dazu am 12.08.2019:
Möglich, Aneta, nur wollte ich keinem etwas vorschreiben und hielt es deshalb neutraler.

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Cora
Kommentar von Cora (09.08.2019)
Da frage ich mich, vor wem neigt der Künstler demütig sein Haupt? Vor seinem Werk? Vor seinen Protagonisten? Vor seinem Publikum? Vor seinen Vorreitern? Vor seinem Mentor? Vor seinem Mäzen? Vor seinen Epigonen? Vor der Nachwelt?
Oder gar vor seiner Muse?

Upps, einen vergaß ich, der Demut erheischt, seinen Kritiker.



Kommentar geändert am 09.08.2019 um 12:47 Uhr
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Isaban meinte dazu am 09.08.2019:
Demut vor der Kunst, vor den wirklich großen Werken - und das ist jetzt nicht zwingend räumlich gemeint. Vor dem, was uns zum Staunen, Träumen, Nachdenken, (mit-)Fühlen bringt, vor dem, was uns zu berühren, zu bewegen vermag, vor dem was es an Perfektion schon in der Natur gibt, vor der Schönheit, vor der Schöpfung. Demut aufgrund der Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit, Kein eigenes Kunstwerk ist jemals perfekt, es hat bestenfalls viele gute Ansätze, aber es ist nie ganz fertig, man könnte immer noch...
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
Deine Fragen, liebe Cora, stellen sich mir nicht. Demut halte ich für etwas völlig anderes als eine untertänige Betrachtungsweise, ein sich Verneigen.
Demut ist vielmehr Bescheidenheit, das Wissen um eigene Grenzen usw.

;)
Lotta
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
Danke, Isaban!
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Cora meinte dazu am 09.08.2019:
@Isaban

Demut vor den wirklich großen Werken und der Schönheit der Natur ist mir nicht fremd, muss man dafür Künstler sein?

Ursprünglich ist Demut eine religiöse Haltung. Kunst könnte fast als Religionsersatz dienen.
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Isaban meinte dazu am 09.08.2019:
Demut gehört zur Selbsterkenntnis und beinhaltet - ob nun im kirchlichen oder im weltlichen Bereich - die Erkenntnis, dass man selbst nie Vollkommenheit erlangen wird, dass man immer ein Schüler bleibt, ganz gleich welchen Alters man ist und welches Wissen man sich bereits aneignen konnte.

Manchmal, zum Beispiel beim Anblick großer Schönheit, großartiger Kunstwerke oder genial anmutender wissenschaftlicher Errungenschaften, wird einem das bewusst, oftmals aber neigen wir dazu, zu vergessen, dass wir alle bis zum Lebensende nur Lernende sind, niemals aber über alles Wissen verfügen werden.

Wenn einem Künstler die Demut fehlt, kann er die Schwächen, die seinem Werk innewohnen, nicht mehr erkennen, noch weniger kann er Kritik annehmen und am allerwenigsten kann er erkennen, wo auf der Leiter der ganz Großen er gerade steht. Ohne jede Demut glaubt man nämlich, man stünde irgendwo da ganz oben und dieser Standpunkt stünde einem zu.

Antwort geändert am 09.08.2019 um 13:29 Uhr
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
muss man dafür Künstler sein?


Nein.
Ich schrieb nur davon.

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Cora meinte dazu am 09.08.2019:
@Isaban

Demut als eigenes Verhältnis zu Gegenständen/Kunstwerken bzw. Natur einerseits, die Stufenleiter im Verhältnis zu anderen Künstlern andererseits.
Wozu dient diese Leiter? Wer braucht sie?

Wenn ich so drüber nachdenke, nenne ich mein Gefühl gegenüber den wirklich großen Werken und der Schönheit der Natur Ehrfurcht, nicht Demut.

Demut ist mir zu nahe an der Demütigung, sh. Stufenleiter.

Antwort geändert am 09.08.2019 um 16:55 Uhr
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tueichler
Kommentar von tueichler (09.08.2019)
Also ich glaube, Kunst muss einem starken Verlangen nach Rezeption folgen. Damit ist die Demut aber schon wieder der Eitelkeit gewichen, die aus dem Drang nach Bestätigung der eigenen Meinung, der eigen Provokation oder des eigenen Talents entspringt. Ist aber nicht schlimm. Wenn niemand diese Eitelkeit hätte, dann gäbe es keine Kunst, weil es den Rezipienten nicht braucht. Oder anders, macht ein Baum, wenn er umfällt Lärm, wenn keiner da ist, es zu hören 😉

LG,

Tom
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
Lieber Tom, ich glaube, das Kunst ganz unterschiedlichen Intensionen folgt. Natürlich kann ich nur von mir, bestenfalls von nahen Freunden sprechen.
Eitelkeit könnte eine sein. Bei mir trifft dies nicht hauptsächlich zu. Insofern mag ich deine Einlassung nicht pauschalisieren.
Aber Demut ist auch nicht das Fehlen von Eitelkeit.
In dieser Hinsicht verstehe ich dich nicht.
Vielleicht definiert jeder diesen Begriff etwas anders, aus seiner eigenen Perspektive heraus?



Lieben Gruß
Lotta
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Cora meinte dazu am 09.08.2019:
@Tom

Doch, das gibt es, Kunst schaffen ohne an Rezipienten einen Gedanken zu verschwenden. Solche Künstler werden entdeckt, oft nur durch Zufall. Dieser Künstlertyp ist ganz auf sich und sein Schaffen fokussiert.
Die eitlen Künstler sind natürlich in der Überzahl ;)

Antwort geändert am 09.08.2019 um 13:20 Uhr
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Kommentar von Jack (36) (09.08.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
Aus ihr heraus würde ja an Heilung glauben lassen! ;)
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tueichler
Kommentar von tueichler (09.08.2019)
Vielleicht ist ja der Begriff der Eitelkeit nicht ganz präzise. Nennen wir es doch den Drang nach Ausdruck, der seine Erfüllung darin sucht, dass dieser Ausdruck wahrgenommen wird. Das haben wir in der Musik, denken wir an Bach oder die Klassiker. Ebenso in der Malerei, die ja ein eigenes Genre dafür entstehen ließ. Aber Natürlich auch im weitesten Sinne in der Literatur und besonders im Theater. Dort lebt jedes Stück davon, dass das Publikum sich in ein Stück hineinversetzen kann - oder eben nicht. Auch der Roman braucht, um als Kunst wahrgenommen zu werden, den Leser. Bei Jandl ist nicht einmal mehr der Inhalt sondern nur der Ausdruck der Form sinngebend. In diesem Sinne, nicht Jandl, „Der Rabe raucht. Der Rabe raucht die ganze Nacht“ 😂

Kommentar geändert am 09.08.2019 um 13:24 Uhr


Kommentar geändert am 09.08.2019 um 13:29 Uhr
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
Da hast du Recht, Tom. Mir ging es aber vor allem um die Bescheidenheit, darum, dass einem Künstler bewusst sein muss, wie weit entfernt er bei aller Bemühung vom Perfektionismus bleibt.
Der größte Künstler ist ohnehin kein Mensch. Der ahmt nur nach. Ergo: kein Grund zur eitlen Arroganz, wohl aber zum Bemühen.



Antwort geändert am 09.08.2019 um 13:38 Uhr
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tueichler meinte dazu am 09.08.2019:
Hier gebe ich Dir vollkorn recht! Damit haben wir ja auch zwei Ansätze für den Begriff der Demut. Einmal den, der auf den Sinn eines Werkes abzielt und damit, wie bei Cora kommentiert, etwas religiöses haben kann, zum anderen den Aspekt, die Distanz zwischen dem eigenen Schaffen mit dem Anspruch an die erwartete Perfektion anzuerkennen.
😎
Im übrigen finde ich diesen Diskurs spannend, da ich mich in der letzten Zeit vermehrt mit den Deutungen des Kunstbegriffs auseinandergesetzt habe und die unterschiedlichsten Interpretationen erfahren durfte - oft in Abhängigkeit davon, ob der Diskutant Künstler, einfacher Rezipient oder Kritiker war!
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LottaManguetti meinte dazu am 09.08.2019:
An den Kunstbegriff, lieber Freund, traue ich mich gar nicht erst ran, weil der doch sehr divergiert und aus jeder einzelnen Perspektive eine andere Bedeutung erfährt.
Allerdings bedeuten Klicks (u.a. bei kV *zwinker) noch laaaaaaange oder gar nicht, dass es sich beim einem Text um ein Kunstwerk oder beim Autoren um einen Künstler handelt.
Bleiben wir also bescheiden. ;)

Ich danke dir für diese Diskussion.

Lotta

Antwort geändert am 09.08.2019 um 14:06 Uhr
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tueichler meinte dazu am 10.08.2019:
Liebe Lotta, ist ja wahr. Die Auseinandersetzung mit dem Kunstbegriff ist aufgrund der vielen Positionen eher akademisch. Deshalb hat mich die diesbezügliche Diskussion auch nicht weiter gebracht. Aber auch ich bedanke mich für die hier stattgefundene Debatte! Schönes Wochenende,

Tom 😎
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (09.08.2019)
Zumindest kann ein Künstler sich auf etwas freuen: den Ruhm nach dem Tod!



Aber mal Spasss beiseite: Den meisten, die Kunst und Kultur schaffen, bleibt ja nichts anders übrig. Reich werden wenige. Davon leben kann auch nur eine begrenzte Anzahl. Dabei geht es mir nicht am Geld als Anerkennung oder gar Ziel von Kunst. Die finanzielle Sicherheit schafft den Freiraum sich dem widmen zu können, wo man sich mit seiner Kunst wohlfühlt bzw. wo man hin will.

Ich bin nicht der Meinung, dass Armut und Not für Kunst notwendig sind. (Spitzweg hätte mir da wohl zugestimmt.) Die Abstraktionsfähigkeit ist der Schlüssel. Das eigene Leben "abschreiben" achte ich persönlich nicht besonders. Darum schätze ich z.B. "Die Buddenbrocks" und (noch mehr) "Der Untertan" nicht sehr, denn sie zeigen den verengten Blick der beiden Autoren auf ihre eigene Schicht/ihren eigenen Stand.

Das man in diesem Zusammenhang auch ganz andere Meinung sein kann, ist mir bewusst. Aber ich schätze einen solche Anspruch an das eigene Schreiben nicht. Wenigstens nicht als Dauerzustand, denn er beruht mir zu sehr auf der rein sinnlichen Wahrnehmung. Und: Ja, ich bin mir auch bewusst, dass ich selbst nicht immer so handle. (Wobei es darum geht, nicht ständig diesen Ansatz zu wählen.)

Kommentar geändert am 09.08.2019 um 15:16 Uhr
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LottaManguetti meinte dazu am 12.08.2019:
Es geht mir nicht darum, etwas Feststehendes zu behaupten, Trekan. Vielmehr handelt es sich bei dieser Aussage um meine innere Haltung, meine Vorstellung von der Art Künstler, die mir am sympatischsten sind.
Demut hat für mich dabei keinerlei religiöse Bedeutung, sondern vereint in diesem Falle Hochachtung, Respekt vor dem für mich als Mensch Erkennbaren und Bescheidenheit.
Aber siehe Ekki unten. Der sagts mit anderen Worten und meint dasselbe wie ich.



Lotta
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (09.08.2019)
O die Demutsbagage.
Lernt erst mal sündigen, bevor ihr euch abmüht.
Mit euch hat Mephisto nichts im Sinn.

In Indien gibt es ein Sprichwort:
Gott liebt die Sünder, wie die Heiligen.
Nur die Lauen verabscheut er.

Tashi delek

Kommentar geändert am 09.08.2019 um 17:28 Uhr
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niemand meinte dazu am 09.08.2019:
@ Lothar
Das provoziert mich jetzt ein wenig. Soso, die Sünder und die Heiligen. Und was verstehst Du unter den "Lauen". Etwa die, welche den alltäglichen Kram ohne Murren erledigen und somit den Sündern und den Heiligen ihren Lebensalltag ermöglichen?
Denn die Sünder haben ja bekanntlich keine Zeit sich mit Alltäglichkeiten abzumühen, da sie ja damit beschäftigt sind aus dem Rahmen zu fallen, sprich ihre Sünden zu kultivieren und die Heiligen tragen ja eh ihre Nase in den Wolken, somit brauchen sie jemanden [und nicht nur einen] der sie von ihrem Fall aus den himmlischen Wattebäuschhen auffängt. Und dann noch etwas zu Gott. Er verabscheut die, welche er geschaffen hat? Na, das ist ja eine wirkliche Kunst! Vor allem, weil die Betreffenden selber an ihrer Erschaffung schuldig sind, gelle?
Vielleicht sollte er sich mal an die eigene Nase packen und die Schuld an der Schöpfung bei sich suchen. Und im Übrigen, woher weißt Du, als gewöhnlicher Sterblicher denn so gut über alles und jeden bescheid? LG Irene
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LotharAtzert meinte dazu am 09.08.2019:
Hab kein Bock auf Sozialmist.

Tashi delek

(Wenn du dich zur Verteidigung der Lauen, Seichten, Mitläufer usw. berufen fühlst, dann mach das halt)

Antwort geändert am 09.08.2019 um 20:50 Uhr
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Momo meinte dazu am 10.08.2019:
@Lothar
"O die Demutsbagage.
Lernt erst mal sündigen, bevor ihr euch abmüht."

Deine Worte bezeugen ein völliges Unverständnis von Demut.
Demut hat nichts mit Sünde, Heuchelei und Abmühen zu tun, sondern ist eine Geisteshaltung. Und natürlich kann jemand "sündigen" und dennoch demütig sein.
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LotharAtzert meinte dazu am 10.08.2019:
@ Momo

Darüber läßt sich eher reden. Über die Demut zu reden, ist mir allerdings zu intim. Aber über die Sünde (Absonderung, Eigendünkel). Wo sie fehlt, wird nie eine Demut stattfinden können, da sie Voraussetzung für eine Umkehr im Geiste ist. Wer indessen nie sündigt, bleibt in einem kindlichen, oder sollte man sagen "kindischen" Stadium stecken und Entwicklung (- die doch mit Weisheit enden sollte) bleibt aus. Eine Art Naturdemut wäre jedenfalls ein Widerspruch in sich.
Du schreibst "dennoch" - nein, nur!
"Deine Worte bezeugen …" - steht dir das zu, so von oben herab über einen Menschen zu urteilen? Das klingt nicht eben (und ich muß schon sagen 'sehr zu meinem Amüsement' demütig.

Antwort geändert am 10.08.2019 um 10:14 Uhr
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Momo meinte dazu am 10.08.2019:
Ich kann hier sehr wohl Worte beurteilen – ist einer der Gründe, warum ich hier bin.
Ich schrieb: „Deine Worte …“, den Menschen, der dahinter steht, kann und wollte ich nicht beurteilen.
Und ich muss sagen „so von oben herab“ klingt ziemlich angepisst. Warum nur?
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Momo
Kommentar von Momo (10.08.2019)
Hallo Lotta,

so sollte es im Idealfall sein, dass ein Künstler in Demut hinter seiner Kunst zurücktritt, aber ist es immer so? Das bezweifle ich.

LG Momo
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LottaManguetti meinte dazu am 10.08.2019:
Ich auch.
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LotharAtzert meinte dazu am 10.08.2019:
Allein weil "es soll", würde ich ausscheren. Ist das so schwer zu verstehen? Eure Vorstellungswelt vom Idealfall verhindert doch jeder Entwicklung dorthin.
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Momo meinte dazu am 10.08.2019:
Ganz so kann ich das nicht sehen.
Ganz ohne eine Zielvorstellung dauert es in der Regel sehr viel länger, das Ziel zu erreichen. Stelle dir vor, wir hätten keine Ethik, keine Moralvorstellung, keine Vorstellung davon, wie eine Demokratie (im Idealfall) sein sollte.
Auch bei der Erlangung von Demut muss man wissen, wohin man will. Nur das Wie steht auf einem ganz anderen Blatt.

Nur mal ganz nebenbei bemerkt: Dein "Ist das so schwer zu verstehen?" klingt gar nicht überheblich.
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Fisch
Kommentar von Fisch (10.08.2019)
Die Nähe der Kunst zu ihrer eigenen Vitrine war mir jeher suspekt, weswegen ich im Bereiche der Künste stets die zu loben suchte, die die ihre "anzuwenden" suchten.
Kunst ist mir nietzisch ein Prozess des Übersichhinausschaffens, ein Einhergehen mit der Grenzüberschreitung.
Oft scheint sich die Kunst sich selbst zu genügen, mit der Darstellung der Grenzüberschreitung. Dort scheint sie stehenzubleiben, selbstvergessen. Selbst- und spiegelsüchtig.
Ich denke, die Einsicht in Begrenztheit ist - Demut.
Die Kunst ist, als Grenzüberschreiterin, stets in der Gefahr, Demut nicht wahrzunehmen, systemisch sozusagen.
Sie ist Ausdruck menschlicher Hybris und gleichzeitig nicht ohne sie zu denken.
Ich meide vitrinenahnende Kunst.
Gleichsam demütig.
F.
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LottaManguetti meinte dazu am 12.08.2019:
Wir kennen uns zu gut, als dass ich dir jemals widersprechen könnte. Hier muss ich dir sogar zustimmen, mein liebster Freund.


Lottchen v.u.z.S.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (12.08.2019)
Wenn der Künstler sein Werkzeug aus der Hand gelegt hat, darf er die Demut für ein Weilchen vergessen. Wenn er aber nicht zu ihr zurückfindet, wird er seine früheren Leistungen nicht mehr erreichen.
Beste Grüße
Ekki
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LottaManguetti meinte dazu am 12.08.2019:
Danke Ekki! Deine Worte drücken aus, was mich bewegte, als ich meine auf den Monitor brachte!
1:1

Herrlich!

Lotta
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (19.08.2019)
Hallo Lotta, erstaunlich ist doch, wieviele Leute sich bei dem Thema zu Wort melden, meint der Statist = Statistiker Gil mit freundlich gesinnten Grüßen, die leicht kunstvoll verbrämt erscheinen sollten. Wenn nicht, nimm es mit Demut!
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LottaManguetti meinte dazu am 19.08.2019:
Mein Lieber, ich habe gelernt, zu differenzieren und nicht in jede Provokationsfalle zu tappsen.
Daher siehst du mich vor dem Monitor sitzen mit aufmerksamen Augen, aber auch mit innerer Ruhe.
Zumindest glaube ich nicht, dass meine Versuche Bilder in kunstvolle Worte zu kleiden, den Kanon der erwähnenswerten deutschen Literatur bereichern werden.
Doch du hast den Nagel auf den Kopf getroffen:
Manche Reaktionen sind schon sehr reaktionär!



Lotti
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Veröffentlicht am 09.08.2019. Textlänge: 6 Wörter; dieser Text wurde bereits 202 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2019.
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