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InhaltsverzeichnisDie Gabe - Kapitel 1

Die Gabe - Prolog: Das Artefakt

Roman zum Thema Gabe


von Buchstabenkrieger

Vor langer Zeit, irgendwo zwischen Meran und Reschen am See

Johann nahm den schweren Schlüssel und öffnete die Tür des Bergfrieds. Dann ging er ein paar Schritte ins Dunkel und drehte sich zu Rosinus um, der mit seiner Fackel näher kam und das Gemäuer ausleuchtete. „Hat uns niemand …?“
„Nun mach! Rasch! Bevor irgendwer wahrnimmt, dass der Schlüssel fehlt!“
„Und wenn doch?“, fragte Johann.
„Er hat gesagt, es fällt nicht auf!“ Bevor Rosinus die knarrende Tür hinter sich schloss, prüfte er noch, ob er seinen kleinen Lederbeutel bei sich trug. Er sah zum südlichen Ausguck empor, senkte seinen Blick und deutete auf eine Stelle an der Wand. „Die vierte Reihe neben der Stiege, zwei Fuß hoch.“
Johann kniete sich auf den strohbedeckten Boden und tastete mit beiden Händen die Mauer ab. „Mehr Feuer! Halt die Fackel dichter dran!“ Aufgeregt rüttelte er an einem lockeren Ziegelstein und nahm ihn schließlich aus der Wand.
„Leise!“, ermahnte ihn Rosinus, als der Stein auf den Boden polterte. Er drehte sich zur Tür und lauschte.
„Ja, ja ...“, versuchte Johann ihn zu beruhigen. Er griff nach weiteren Ziegeln und legte sie behutsam einen nach dem anderen beiseite. Eine alte Truhe mit silbernen Beschlägen kam zum Vorschein.
„Los! Hol sie raus und öffne sie!“
Johann wischte etwas Stroh zur Seite und stellte die Truhe auf den Boden. Gespannt hielt er den Atem an und öffnete sie. „Puuuh! Silberlinge und Taler! Geschmeide!“ Dann grub er beide Hände hinein und ließ den Schatz durch seine Finger gleiten.
„Nichts zwacken! Der Alte merkt das!“ Rosinus deutete auf ein goldenes, glattes Kleinod, das zwischen den Koronen, Kolliers und Agraffen steckte. „Allein den da!“
Johann nahm das polierte Teil heraus und hielt es fest zwischen Zeigefinger und Daumen. Der Ring war so klein, dass man gerade eine Haselnuss hätte durchstecken können. Augenblicklich fing er an, auffallend hell zu leuchten. Johann blinzelte und erkannte die unvergleichliche, künstlerische Gestaltung des kleinen Artefaktes. Dafür, dass der Ring schon längere Zeit im kalten Bergfried gelegen haben musste, war er außerdem erstaunlich warm.
Das karge Licht, das durch den Türspalt in den Turm hinein lugte und einen kleinen Schatten auf dem Steinboden verursachte, die kümmerlichen, vereinzelten Sonnenstrahlen, die ihren Millionenmeilen weiten Weg vom brodelnden Planeten durch die Ausgucke des Turms hinein ins Düstere gefunden hatten, und das wohlfühlende Feuerlicht der in unregelmäßigen Abständen aufflackernden Fackel – all das schien sich in dem metallenen Artefakt als ein einziger, lodernder Lichtstrahl zu bündeln.
In den Augen von Johann verwandelte der Ring den Ort in eine funkelnde, blühende Oase, in einen Ort, an dem vertrocknete, leblose Keimlinge aufblühten, in dem schon längst verdünstete Rinnsale wie heiße Fontänen aus dem dürren Boden emporschossen. Zugleich hatte Johann das Gefühl, als würde der Ring auch etwas Bedrohliches in sich zu bewahren.
„Eine … wahre … Pracht“, brachte Johann ehrfürchtig hervor. Seine Fingerkuppen schmerzten bereits. Sie wurden so heiß, dass er den Ring schließlich auf seine Handfläche legte. Die Bilder, die wie eine halbe Ewigkeit lang vor seinen Augen geschwebt hatten, lösten sich auf, verschwanden gänzlich. Tatsächlich waren nur Sekunden verstrichen. Der Bergfried war wie zuvor. Dunkel und kalt, muffig und trostlos. Johann sah seinen Bruder noch immer mit dem Rücken zu ihm gedreht in seinem Lederbeutel wühlen. „Der Erschaffer dieses Ringes muss ein begnadeter ... Künstler gewesen sein. Ein ... Mensch mit einer besonderen Begabung. Wenn es überhaupt ein Men…“
„Hier! Wechsle ihn aus!“, unterbrach ihn Rosinus, der das Duplikat endlich aus seinem Lederbeutel hervorgeholt hatte.
„Was mag die … Gravur auf dem Ring darstellen? Hat er was gesagt?“
„Nein, ist jetzt auch egal. Geschwind!“
Abwechselnd schaute Johann auf seine linke und rechte Hand und betrachtete beide Ringe. „Fürwahr eine gute Nachbildung“, flüsterte er. „Die sehen beide gänzlich gleich ...“
„Aua!“, jaulte Rosinus plötzlich und ließ mit schmerzverzerrtem Gesicht die Fackel fallen. „Pest und Pocken!“ Schnell hob er den flackernden Holzstab wieder auf und steckte ihn in die Wandhalterung. Er trampelte auf dem brennenden Stroh herum, bis es erlosch, während sein jüngerer Bruder unbemerkt die Ringe wieder aufhob, die ihm vor Schreck hingefallen waren. Rosinus rieb sich die Hand an der Hose. „Ich hab‘ mich verbrannt!“
Johann gab einen Ring Rosinus, der ihn sofort im Beutel verschwinden ließ und legte den anderen in die Truhe. Dann erblickte er das Ende einer Schriftrolle und zog sie vorsichtig heraus. „Was soll das denn sein?“
„Lass’ mal schauen.“ Rosinus nahm seinem Bruder grinsend die Rolle aus der Hand. „Dir ist das Lesen ja versagt.“ Er stellte sich näher an das Licht und überflog die Rolle. „Hm, … Kein Deutsch, auch kein Italienisch oder Latein, … ein Mischmasch.“ Er verkniff die Augen. „Viele Worte sind krakelig, manche kann ich jedoch deuten.“ Sein Blick wanderte über das Pergament. „Buië, ... giangené, ... moet ... amor ... ncunferté ...“, murmelte er.
Gespannt starrte Johann seinen Bruder an. „Und?“
„Heiß und lüstern, … Begehren, … Minne, … sich entzücken.“ Rosinus schüttelte den Kopf. „Weiß nicht, was das besagen soll ...“
„Scheint dem Ring zu gebühren …“ Johann zeigte auf die Zeichnungen, die unter dem Text abgebildet waren.
„Gewiss“, pflichtete Rosinus ihm bei. „Das schaut aus wie eine, … eine Anweisung? Aber was sollen die zwei Personen darstellen, die sich an den Händen halten?“
„Wollte er das Pergament auch haben?“
„Davon hat er nicht gesprochen.“ Rosinus schaute ungeduldig zur Tür und gab seinem Bruder die Schriftrolle zurück. „Leg’ alles wieder gleichermaßen herein und lass’ uns abhauen!“
Während Johann die Truhe zurück in den Spalt stellte, die Mauersteine wieder davor schob und die Ritze sorgfältig mit Stroh und feuchter Erde versiegelte, fragte er eher beiläufig: „Wie viel Gold hat dir der edle Herr gelobt?“ Er schmunzelte insgeheim. „Und wie lautet mein Anteil?“
„Edler Herr? Gold?!“ Rosinus` Stimme klang verwundert. „Was sollen wir mit Gold? Unser Vater hat doch ausreichend!“ Er machte eine ausladende, drehende Bewegung mit der Fackel. „Das alles hier, die Burg der Ritter von Maschen, das Gehöft, die Weinberge, das Land, dieser Schatz ... wird doch ohnehin bald unser sein!“
Johann war wie betäubt. „Ja, aber ... Ich, ... ich verstehe nicht …“
„Der edle Herr, wie du ihn nennst - der alte Hexenmeister - hat uns reichlich Wertvolleres verheißen …“

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (12.08.2019)
Da sind einige sehr banale Dialogzeilen dabei, die du weglassen solltest, es sind deren sowieso zu viele. Insgesamt auch hier wieder zu verplappert, sollte viel dichter sein.
Ob die Welt noch einen weiteren Roman braucht, der in so einer Art Mittelalteraberglaubenwelt spielt, sei mal dahingestellt.

Kommentar geändert am 12.08.2019 um 14:05 Uhr
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Buchstabenkrieger meinte dazu am 12.08.2019:
Danke für deinen Kommentar, Dieter.

Ob die Welt noch einen weiteren Roman braucht, der in so einer Art Mittelalteraberglaubenwelt spielt, sei mal dahingestellt.

Im Prolog wird "lediglich" die Vorgeschichte des Ringes erzählt, der 800 Jahre später entdeckt wird (die Geschichte im Roman beginnt in den 1970er Jahren).
Somit handelt es sich keineswegs um eine MA-Geschichte.

Da sind einige sehr banale Dialogzeilen dabei, die du weglassen solltest, es sind deren sowieso zu viele. Insgesamt auch hier wieder zu verplappert, sollte viel dichter sein.

Sehe ich das bei Geschichten, die im Jetzt spielen, noch ein, denke ich hier, dass es zur Mittelalterzeit passt.
Wer sagt, dass im MA nicht geplappert wurde oder Banales gesprochen wurde?

Noch mal danke und

LG, Buchstabenkrieger
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Dieter_Rotmund antwortete darauf am 12.08.2019:
Mag ja sein, dass im Mittelalter noch mehr geplappert wurde als heutzutage. Es gab ja noch kein Internet.
Aber das Verplapperte macht den Text langweilig und langatmig - du wirst dadurch Leser verlieren. Die wollen nichts banales lesen!
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Buchstabenkrieger schrieb daraufhin am 12.08.2019:
Ich habe mit einer solchen Reaktion von dir gerechnet.
Schön, dass du hartnäckig bleibst. Wenn die Dialoge bzw. Unterhaltungen tatsächlich im MA langweilig, ausschweifend o. ä. waren, muss man das ja in Geschichten nicht unbedingt genauso machen. Dazu würde ich jedem anderen ja auch raten. ;)

Hast Recht.
Ich gehe nochmal drüber.

Danke und
LG, Buchstabenkrieger
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