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Essay zum Thema Gewalt


von Sätzer

Seelische Nöte in frühen Lebensjahren können dazu führen, die Welt in späteren Jahren immer mehr als Kampfplatz wahrzunehmen. Daraus leitet sich das Phänomen ab, dass sich ein Autoritätsglaube entwickelt, den sich zum Beispiel Populisten zunutze machen. Die Familie als erstes politisches System legt so die Grundlagen für spätere Verhaltensweisen und die Sicht auf die Themen, die auch Gesellschaften verhandeln. Machtfragen spielen darin eine wesentliche Rolle. Hat der Einzelne sich schon als Kind ohnmächtig erfahren, so wird er sich später als nicht zugehörig fühlen und das Vakuum bei Erlösung versprechenden Autoritätspersonen suchen. In diesen Fällen finden populistische Angebote ideale Bedingungen für ihre Botschaften. Die Vertreter propagieren Zugehörigkeit, Sicherheit, Macht und geben ihren Verführten das Gefühl von innerer Stärke, die sie in ihrer Kindheit nie oder wenig erlebt haben.
Vermeintlich unumstößliche Weltbilder findet man zum Beispiel ähnlich bei Sekten, gewaltbereiten Salafisten und Hooligans. Auch die Einzeltäter, die einfach mal wild um sich schießen, wie das immer öfter vor allem in den USA, aber auch in Europa geschieht, handeln häufig aus ähnlichen Gründen. Ein Extremfall war der Einzeltäter Breivik, der 2011 in Norwegen 77 Menschen tötete. Seine Mutter wollte ihn eigentlich abtreiben, wozu es dann aber nicht kam. Breiwik war jedoch mit diesem Wissen aufgewachsen und hatte sich immer abgelehnt gefühlt. In den USA wurden bei Schießereien einzelner Täter allein in diesem Jahr schon weit über 200 Menschen getötet.
Es kann generell davon ausgegangen werden, dass durch kindliche Unsicherheiten ein negatives Menschenbild ausgeformt wurde. Dieses führte dann später zu Abwertungs- und Ablehnungsverhalten oder gar Hass und Gewalt.

In milderer Form sorgen bei vielen auch nicht so stark in ihrer Jugend belasteten Menschen verunsichernde Wandlungen in der globalisierten Welt durchaus auch vergleichbare Ängste, die allerdings nicht unbedingt zu Morden führen. Doch Gewalttätigkeiten bei Demonstrationen nehmen zu, wie es zum Beispiel beim G20-Gipfel in Hamburg geschah und in der Gelbwestenbewegung in Frankreich stattfindet.

Die Gewaltbereitschaft ist zum Teil sicher auch auf die Kindheiten jeweiliger Großeltern- und Elterngenerationen zurückzuführen, vom Erziehungsdrill im Kaiserreich und der darauf folgenden Nazipädagogik, in der ein Junge hart wie Kruppstahl sein sollte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Cora
Kommentar von Cora (14.08.2019)
"In milderer Form sorgen bei vielen auch nicht so stark in ihrer Jugend belasteten Menschen verunsichernde Wandlungen in der globalisierten Welt durchaus auch vergleichbare Ängste, die allerdings nicht unbedingt zu Morden führen - vom Chemnitz-Mord einmal abgesehen"

Was du damit meinst verstehe ich nicht. Was genau hat denn zum Chemnitzmord geführt?
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Sätzer meinte dazu am 14.08.2019:
Hast Recht, ich hab den Nebensatz rausgenommen. Es verwirrt zu sehr im Zusammenhang.
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Momo
Kommentar von Momo (14.08.2019)
Das ist mir jetzt dann doch alles zu vereinfacht.: Wenn – dann … .
Du missachtest in deinem Essay die Entwicklungs- und Verarbeitungsfähigkeiten der Menschen. Längst nicht alle Verhaltensweisen sind auf Erziehungsfehler oder schmerzhafte Kindheitserfahrungen zurückzuführen.

„Seine Mutter wollte ihn eigentlich abtreiben, wozu es dann aber nicht kam. Breiwik war jedoch mit diesem Wissen aufgewachsen und hatte sich immer abgelehnt gefühlt.“
Da hätten wir dann ja schon einmal die wesentliche Triebfeder , die ihn zum Mörder machte? Die überwiegende Mehrzahl der Menschen hatten wohl keine behütete Kindheit (was wir darunter verstehen), und werden dennoch nicht zu Mördern.
Und außerdem lese ich nichts darüber, dass schmerzhafte Kindheitserfahrungen auch Kräfte mobilisieren können, die einen Menschen später zu ganz Außergewöhnlichem befähigt, in der Kunst und in anderen Bereichen. Carl Larsson zum Beispiel hatte eine schlimme Kindheit, ohne die wir vielleicht nicht seine manchmal herzerfrischenden Bilder bewundern könnten.

Es steht natürlich außer Frage, dass eine autoritäre Erziehung überwiegend auch autoritätsgläubige Menschen hervorbringt.

LG Momo
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Sätzer antwortete darauf am 14.08.2019:
Hallo Momo,
"Und außerdem lese ich nichts darüber, dass schmerzhafte Kindheitserfahrungen auch Kräfte mobilisieren können, die einen Menschen später zu ganz Außergewöhnlichem befähigt, in der Kunst und in anderen Bereichen."
Natürlich gibt es die - gottseidank. Ich selbst bin 1943 im Krieg geboren und ungewollt. Meine Mutter hat versucht mich beim Reiten abzutreiben.
Wenn alle Kindheitsgeschädigten zu Mördern werden würden, dann sähe es reichlich finster aus. Ich beziehe mich nur auf die Menschen, bei denen es aufgrund der Kindheit schief gelaufen ist. Dazu gibt es entsprechend psychlogische Forschungen und Erkenntnisse.
LG Sä
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Buchstabenkrieger
Kommentar von Buchstabenkrieger (14.08.2019)
Hallo Sätzer,

ich finde, dass du hier viel zu viele Themen nur anschneidest.
Autoritätsglaube, Populisten, Salafisten, USA, Breivik usw.
Schön fände ich einen (detaillierteren) Text über eines der Themen, da ich hier keinen Schwerpunkt finde.

Gewaltbereitschaft ist zum Teil sicher auch auf die Kindheiten jeweiliger Großeltern- und Elterngenerationen zurückzuführen, vom Erziehungsdrill im Kaiserreich und der darauf folgenden Nazipädagogik, in der ein Junge hart wie Kruppstahl sein sollte

Na ja, "hart wie Kruppstahl" hat m.E. nichts mit den Attentaten etc. der Gegenwart zu tun.

LG, Buchstabenkrieger
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Sätzer schrieb daraufhin am 14.08.2019:
Das Thema ist Aggression und Gewalt mit möglichen Ursachen aus verschiedenen Feldern. Was du forderst wäre ein sehr umfangreicher Text mit viel Recherchearbeit. Dazu fühle ich mich nicht prädestiniert. Ich vollte das Phänomen < Gewalt und Agression > einfach mal übergreifend aus psychologischer Sicht aufgreifen. Natürlich ist das nur eine Sichtweise.
"hart wie Kruppstahl" haben Elterngenerationen geprägt und die haben das mehr oder weniger bewußt oder unbewußt auf autöritäre Weise in der Erziehung weitergegeben (z.B. mit Schlägen).
LG Sä
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LottaManguetti äußerte darauf am 14.08.2019:
Hieße in logischer Folge : Wer eine glückliche Kindheit hatte mit großzügigen und verständnisvollen Eltern, wird nicht kriminell.
Fast frage ich mich, wozu Psychologie noch an Universitäten gelehrt wird!
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Sätzer ergänzte dazu am 14.08.2019:
Nee, da hast du etwas nicht verstanden. Es geht hier um die Rückverfolgung der Ursachen, warum Menschen gemordet haben. Das kann man nicht einfach für jeden Menschen umkehren. Dann hätten wir sicher sehr viel mehr Mörder. Der Text behandelt MÖGLICHE Ursachen aus der Kindheit auf dem Weg zum Mörder.
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LottaManguetti meinte dazu am 14.08.2019:
Es kann generell davon ausgegangen werden, dass durch kindliche Unsicherheiten ein negatives Menschenbild ausgeformt wurde.


MÖGLICHE Ursachen?
Dann solltest du es auch so formulieren.
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Sätzer meinte dazu am 14.08.2019:
Nee!
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (14.08.2019)
Hallo Uwe,
dein Befund, dass autoritäre Erziehung die Bereitschaft zur Gewalt fördert, ist belegt und richtig. Ich kann mir vorstellen, dass die Orientierungslosigkeit, die antiautoritäre Erziehung hinterlässt, zu demselben Ergebnis führt.. Hast du oder haben Leser deines Essays dazu Informationen?
Servus
Ekki

Kommentar geändert am 14.08.2019 um 12:38 Uhr
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Sätzer meinte dazu am 14.08.2019:
Hallo Ekki,
das weiß ich nicht, ob es zu den Folgen der antiautoritären Erziehung relevante Literatur und entsprechende psychologisch fundierte Untersuchungen gibt. Bei der Baader-Meinhoff-Gruppe kann ich mir das gut vorstellen. Müßtest du mal im Internet recherchieren. Wäre auch ein interessantes Thema, ob z.B. eine Laissefair-Erziehung zu Gewalt geführt hat.
Dank dir auch für deine Empfehlung und LG Sä
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Sätzer meinte dazu am 14.08.2019:
P.S.: Hier ein ausführlicher und hochinteressanter Link zum Thema 68er und Erziehung mit Literaturangaben:
http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/68er-bewegung/51961/erziehung-und-68?p=all

Antwort geändert am 14.08.2019 um 14:25 Uhr
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (14.08.2019)
Seelische Nöte in frühen Lebensjahren können dazu führen, die Welt in späteren Jahren immer mehr als Kampfplatz wahrzunehmen. Daraus leitet sich das Phänomen ab, dass sich ein Autoritätsglaube entwickelt, den sich zum Beispiel Populisten zunutze machen.


Nein, schon dort kann ich nicht mehr folgen. Ein Kampfplatz-Denken führt ja mitnichten zu mehr Obrigkeitsgehorsam, das wäre ja sehr widersprüchlich. Im Gegenteil, Menschen, die schon früh gelernt haben, mit Sieg und Niederlage (z.B. im Sport) umzugehen, werden gefestigte Menschen mit eigenem Standpunkt, kein Untertanenvieh.
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Sätzer meinte dazu am 14.08.2019:
Wer den Umgang mit Sieg oder Niederlage früh gelernt hat, wird sicher i.d.R. gefeit sein, z.B. Populisten auf den Leim zu gehen.
Sport ist ein Weg aus der Misere einer Kindheit auszubrechen. Für mich war das so. Fragt sich, ob das generell gilt, z.B. bei Kampfsportlern. zumindest können sie dort ihre Aggressionen ausagieren.
Ich glaube du hast die Intentionen des Textes nicht verstanden (mögliche Ursache zu hastiges Lesen). Es geht darum, ZURÜCK zu verfolgen, warum jemand willkürlich mordet und wieso das mit seiner Kindheit zusammenhängen kann.
Der Umkehrschluss "Schlimme Kindheit" führt generell zu Mord ist natürlich Unsinn.
1. Satz: Seelische Nöte in frühen Lebensjahren KÖNNEN dazu führen, .....

Antwort geändert am 14.08.2019 um 14:35 Uhr


Antwort geändert am 14.08.2019 um 16:16 Uhr
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Kommentar von Regina (14.08.2019)
Ich habe im Pädagogik-Studium gelernt, dass zu strenge Erzie.hung tendenziell ängstliche Menschen hervorbringt, zu viel Laissez-faire mache egoistisch. Meiner Beobachtung nach wirkt auch die elterliche Vorbildfunktion d.h. wenn z.B. ein Vater eine gewalttätige Neigung zeigt, wird sie meist vom Sohn in irgendeiner Form übernommen. Das Leben ist aber sehr individuell vielfältig und andere Einflüsse können sich ebenfalls auswirken. LG Gina
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Sätzer meinte dazu am 14.08.2019:
Klar, die Vorbildfunktion ist natürlich der beste Weg, wenn sie vom Kind als positiv angesehen wird. Aber das ist nicht das Thema des Textes. Es geht hier um die Rückverfolgung, warum ein Mensch mit negativen Kindeserinnerungen zum Hasser und Mörder wird.
Zum Thema schau mal in den Link, den ich als Antwort auf Ekkis Kommi gegeben habe. Der beschäftigt sich sehr ausführlich mit der Problematik im Zuge der 68er-Bewegung, die ja häufig als zu laissez-faire-mäßig angesehen wird.
LG Sä

Antwort geändert am 14.08.2019 um 16:09 Uhr
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Jack
Kommentar von Jack (14.08.2019)
Hooligens
mit a bitte. Und ja, schade, dass Breiviks Mutter nicht abgetrieben hat.
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Stelzie meinte dazu am 14.08.2019:
Das ist hart, aber wahr.
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (14.08.2019)
Ich verabscheue jede Art von Gewalt. Natürlich kann kein Mensch seine Kindheit im Nachhinein ändern. Und doch gibt es eine Art Selbsterziehung und einen Blick in eine gewaltfreie Welt. Die gibt es ja auch. Es liegt an jedem selbst, wohin er steuert. Es gibt Dinge die wir nicht beeinflussen können aber ganz machtlos sind wir auch nicht.
Liebe Grüße
Kerstin
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