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Kurzgeschichte zum Thema Meer


von Manzanita

Ich wache auf.

Ich sitze immer noch auf diesem blöden Rettungsboot. Ein rotes, altes, hölzernes Rettungsschiff oder Rettungsboot, wie man es auch nennen mag. Ein Rettungsboot. Wer dieser Scheiße wohl einen Namen gegeben hat. Irgendein Dummkopf. Ein Dummkopf, der meinte, er könne mich davon überzeugen, noch einmal in meinem Leben Land zu sehen, mit Menschen in Kontakt zu kommen, das hier zu überleben. Aber da hilft auch kein Name, der das Wort Rettung enthält. Da hilft nur eine echte Rettung. Etwas, was man benutzen kann. Womit ich weiterkomme. Ich meine kein Ruder, Segel oder Motor, dem aber das Benzin, oder wie sich das bei Schiffen auch immer nennt, ausgeht. Dann bleibt man nämlich stehen. Genauso wie mit einem Ruder, wenn man keine Kraft mehr hat, und die Kekse alle sind. Und so ist es auch beim Segel, wenn kaum Wind da ist. Dann hilft nichts mehr, außer eine echte Rettung.

Eine Rettung, die mich nicht wegbringt. Eine Rettung, durch die mir andere Menschen helfen, an Land zu kommen, denn ich schaffe das in meinem jetzigen Zustand nicht.

Dieser grässliche Zustand, der jeden Tag schlimmer wird. Jeder Tag ist ein Tag mehr, oder andersherum, ein Tag weniger bis zum letzten Tag. Der Tag, die Tage, an denen ich hier sitzen werde, genau hier, aber ohne Kräfte. Ohne die Kraft, mit der ich diese Worte denke. Ohne die Kraft, mich zu bewegen. Ohne die Kraft, zu leben.

Irgendwann werde ich an genau dieser Stelle sitzen, und meine letzten Worte denken. Und dann werde ich sterben. An Hunger und Durst. Weil die Rettung in diesem Rettungsboot mich nicht retten kann. Nur Zauberei kann mich retten. Nur wenn mich ein Schutzengel mitten im Meer findet, und mein Boot anschiebt. Aber es gibt keine Schutzengel.

Was soll ich jetzt nur tun? Wie kann ich jetzt zumindest versuchen, etwas zu ändern an meiner Situation? Hilflos stecke ich meine Hände in die Tasche. Aber, da ist ja etwas!

Mein Handy.

Ich stecke also meine Hand in die Tasche und hole es raus. Ich suche nur kurz, dann drücke ich auf den Knopf an der Seite. Mit einem leisem Ta-ta-ta-dam schaltet sich das Smartphone der neusten Generation an. Es ist Dienstag, der 6. August. Der zweite Schultag. Ich entsperre den Bildschirm und drücke auf das grüne Telefon. Dann tippe ich auf „Mama“ und wieder auf das Telefon. Ich halte das Telefon an mein Ohr. Das klassische Geräusch ertönt und verrät mir, dass Mamas Handy schon am Klingeln ist. Und es klingelt lange. Sehr lange. Bis eine Stimme ertönt. „Sie sind verbunden mit der Mailbox von 0157 758 375 29. Ihr Gesprächspartner ist zurzeit nicht erreichbar. Bitte sprechen Sie Ihre Nachricht nach dem Tonsignal.“ Ein lautes „Beep“ ertönt.

„Zurzeit nicht erreichbar“ war gut, sie würde nie mehr erreichbar sein.

Ich würde meine Familie nie wiedersehen.

Traum? Kapitel 8InhaltsverzeichnisTraum? Kapitel 10
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