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Kurzgeschichte zum Thema Meer


von Manzanita

Ich wachte auf.

Es war dunkel. Das weite Meer, indem ich mich befand, hatte sich in der Dunkelheit aufgelöst. Nur ich, ich war noch da. Mitten im Nichts. Aber das störte nicht. Nichts und niemand störte jetzt. Nichts und niemand konnte meine Aussicht beeinflussen, denn es gab sie nicht. Nur in meinem Kopf, da schwimme ich noch in einem Rettungsboot auf dem Meer. Aber das Meer ist weg. Es hatte sich in die Dunkelheit aufgelöst. Für eine Nacht. Eine Nacht lang, hätte ich diese wundervolle Aussicht genießen können, wenn mir nicht eine Besonderheit dieser Dunkelheit aufgefallen wäre.

Es war dunkel. Nicht dunkel, sondern ganz dunkel. So dunkel konnte es eigentlich gar nicht sein. Aber es war so dunkel. Nichts, aber auch gar nichts konnte man am Himmel erkennen, denn da war nichts. Aber da musste etwas sein, denn überall ist etwas. Nur im All nicht, aber da konnte ich nicht sein. Hier musste etwas sein. Etwas, was etwas anderes versteckte. Etwas, was sowohl Sterne als auch den Mond verdeckte. Eine Wolke. Eine große Wolke.

Plötzlich wurde es hell. Über mir erstreckte sich ein langer, sehr langer, weiß leuchtender Streifen. Mit viel Wucht krachte er den Himmel herunter und gab dabei ein so erschreckendes Geräusch von sich, sodass ich erstens vor Schreck fast vom Boot viel und zweitens mir fast das Trommelfell geplatzt wäre. Aber das Geräusch hielt nicht lange an, denn auch der Streifen brauchte nur erstaunlich kurz, um auf dem Meer anzukommen.

Glücklicherweise, denn meine Ohren sollten das Geräusch nicht länger aushalten. Aber ich war mir nicht sicher, ob dieses „Objekt“ mir nur Glück bringen würde. Vorallem zweifelte ich daran, als ich realisierte, dass der Streifen ein Blitz, und das ohrenbetäubende Geräusch ein Donner war.

Der Blitz schlug direkt neben mir ein. Ich war natürlich sofort wahnsinnig erleichtert, denn wenn der Blitz im Boot eingeschlagen wäre, wäre das bestimmt nicht gut für mich ausgegangen, aber dieses erleichtete Gefühl hielt nicht lange an. Kaum hatte sich der Blitz in die Dunkelheit aufgelöst, begannen erste Wassertropfen vom Himmel zu fallen. Es war Süßwasser, wie ich herausfand, als ich versuchte, sie mich der Zunge aufzufangen, ich war ja durstig. Aber bei der Kälte überfielen mich schnell auch andere Gefühle, als nur der Durst.

Kaum war der erste Wassertropfen auf meine Nase gefallen, folgte ein so starker Regen, dass auch wenn es nicht so dunkel wäre, man trotzdem nichts erkennen könnte, weil die Wassertropfen den kompletten Raum in Anspruch nahmen. Aus einer schwarzen Dunkelheit, folgte eine graue, wässrige Dunkelheit. Das war aber auch nicht viel besser. Im Gegenteil, denn zum Regen kam kurze Zeit später Wind dazu. Ein sehr starker Wind. Ein sehr sehr starker Wind. Ein Wind, der mein Boot zum umkippen bringen sollte.

Ich hielt mich fest, aber auch das brachte nicht. Obwohl meine Hände am Boot festgewachsen waren, kippte es um. Nicht nur das Boot kippte um, auch ich. Ich lag nun direkt unter dem Platz wo ich bis gerade eben noch friedlich gesessen hatte, allerdings nicht unter Wasser. Jetzt war ich unter Wasser. Mein Mund lief mit Wasser voll, beinahe in meine Lunge, doch im letzten Moment hatte ein Reflex es mir ermöglicht, das Salzwasser runterzuschlucken. Wie viel davon wohl jetzt in meinem Magen war? Das ist bestimmt nicht gesund. Aber für solche Gedanken hatte ich jetzt keine Zeit. Ich musste so schnell wie möglich an die Wasseroberfläche. Mit einem Schub versuchte ich nach oben zu schwimmen, aber es brachte nichts. Statt zurück an die Luft zu kehren, knallte ich mit aller Kraft an das Rettungsboot, dass sich über mir befand. So konnte ich es nicht schaffen. Ich musste in kürzester Zeit an die Oberfläche kommen, andernfalls würde ich ertrinken. Also nahm ich alle meine Kräfte zusammen und schwamm in die Richtung, in die auch die Strömung wollte (falls man in dem Chaos noch eine Strömung definieren konnte). Dies schätzte ich am Anfang noch als <sinnvoll> ein, allerdings änderte ich meine Meinung bald. Ich war zwar längst nicht mehr unter dem Boot, aber inzwischen kam ich immer weiter weg von ihm. Aber mit den Kräften, die ich jetzt noch hatte, würde ich es nie schaffen, zurück zu schwimmen. Also richtete ich wieder einen Schub ein, der mich diesmal auch bis zur Oberfläche brachte. Dort atmete ich erst mal auf, während mich die Strömung immer mehr vom Boot entfernte. Zwar schwamm das auch in die gleiche Richtung, aber es war schwerer, und ich war schneller. Mit der frisch gesammelten Kraft stemmte ich mich gegen die Strömung und schwamm so lange, bis ich das Boot erreichte. Bevor ich drauf kletterte, hielt ich mich erstmal ein bischen am Boot fest, denn meine Kräfte waren aus. Nach einer kurzen Pause und gefühlte 100 Versuche schaffte ich es dann, mich auf die Unterseite des Rettungsbootes zu legen. Geschafft!

Mit letzter Kraft sah ich nun, wie Handy und die „Safety instructions on a rescue ship“ wegschwimmen.

Wahrscheinlich schlief ich ein, denn, wie so oft, kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was daran passierte.

Traum? Kapitel 16InhaltsverzeichnisTraum? Kapitel 18
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