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Das Klopfen

Kurzgeschichte zum Thema Einsamkeit


von BeBa

Da ist wieder dieses Klopfen. Wie lange kenne ich es schon? Wo auch immer ich bin, es findet mich überall. Jetzt habe ich mich klammheimlich mit dem Zug auf den Weg gemacht, dem Klopfen ein Schnippchen zu schlagen. Ich sitze allein in meinem Abteil, strecke meine Füße unter der gegenüberliegenden Sitzbank aus und schließe die Augen. Schon ist es wieder da. Immer derselbe Rhythmus. Ich wünsche mir, jemand käme herein ins Abteil, um sich zu mir zu setzen. Denn eins habe ich im Laufe der gemeinsamen Jahre gelernt: das Klopfen liebt die Einsamkeit mit mir. Es mag mich nicht mit anderen teilen. Nähert sich mir jemand, verschwindet es augenblicklich. Zuhause habe ich schon oft Gästen von meinem Klopfen erzählt. Wir haben dann gewartet, dass es endlich kommt. Aber, Sie ahnen es schon, es blieb ruhig. Meine Gäste glauben mir am Ende nicht und der Eine oder Andere macht sich schon Sorgen oder schlägt gar meine Einladungen unter hanebüchenen Entschuldigungen aus. Ich kann es niemandem verübeln. Mir selbst ist es mittlerweile immer weniger geheuer. Ja, ich beginne, mir um mich Sorgen zu machen.
Ich denke immer wieder einmal darüber nach, zum Arzt zu gehen. Aber das Klopfen kann ich in keine Praxis mitnehmen und ich bekäme bestenfalls ein Beruhigungsmittel. Aber Medikamente helfen am Ende nicht gegen Klopfen.
Ich spüre, dass auch Sie mir nicht glauben. Kann ich Ihnen nicht übelnehmen, Ihren Zweifel. Aber mal ehrlich, wem soll ich es erzählen wenn nicht Ihnen als meine Leser? Und wenn Sie mir in diesem Abteil gegenüber säßen, seien Sie sicher, es würde nicht klopfen. Verdammt, ich weiß, was Sie denken, aber glauben Sie mir, ich bin nicht verrückt.
Das Klopfen ist da, gerade jetzt in diesem Augenblick. Und hören Sie bitte auf, mich beruhigen zu wollen. Nein, seien Sie still! Ich weiß genau, dass Sie mich für übergeschnappt halten. Sie haben doch gar keine Ahnung von diesem Klopfen. Wie sollten Sie auch? Aber maßen Sie sich gefälligst nicht an, sich ein Urteil über mich bilden zu können. Hören Sie endlich auf damit!
Die Abteiltür öffnet sich. Sind Sie es?

 
 

Kommentare zu diesem Text


Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (07.09.2019)
Mit sich alleine - in aller Einsamkeit - kann man sein Herz klopfen hören, sogar zuweilen sehr laut. Es schlägt bis zum Hals, wird gesagt und das nicht nur bei Aufregung oder Angst.

Ich denke, das laute Klopfen hört auf, wenn die Einsamkeit ein Ende findet. Dann werden andere Geräusche hörbar und stellen sich in den Vordergrund.

Einsamkeit kann depressiv machen.

LG Jaika
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BeBa meinte dazu am 07.09.2019:
Danke, liebe Jaika. Du könntest Recht haben.

LG
BeBa
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