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Am Tag danach

Szene zum Thema Begegnung


von AchterZwerg

Vorhin war ich joggen. Fängt man samstags erst kurz vor vier mit der Konsumarbeit an, ist Eile geboten.
Mühsam überholte ich einen Dackel, der mit fliegenden Ohren seines Weges hetzte. „Wo mächste hie?“ fragte ich im Vorbeilaufen. “Gude!“ japste er zurück, „isch mach ma ebbe rübber zum Aldi Süd, ne Dose  Romeo  petzen!“
Das war eigentlich genau meine Strecke.
Unterwegs überlegte ich allerdings, seit wann es sprechende Hunde gäbe und wie lange sie schon  eigenständig ihre Einkäufe erledigten. – Knapp verfehlte ich den Discounter.
Im Rücken konnte ich die verächtlichen Blicke des Dackels spüren: “Isch mach ma weida!“ sagte er noch.

Anmerkung von AchterZwerg:

* Aus dem Hessischen (auf besonderen Wunsch):

"Wo mächste hie?" - Wo geht es hin?
"Gude" - Tach. Hallo.
"isch mach ma ebbe rüber" - Ich gehe mal eben hinüber. Vor der Wende auch im Osten der Republik als "Ich mach ma' rüber" bekannt.
"Romeo" - Hundefutter und gleichzeitig ein Hinweis auf die nächtliche (Plus-)Beschäftigung der Prota.
"petzen" - zu sich nehmen.
"Isch mach ma weida" - Ich geh jetzt mal.


 
 

Kommentare zu diesem Text


LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (16.09.2019)
Lieber 8.,

was ist Konsumzeit? Als Ostdeutsche denke ich sofort an den Konsum, der neben dem HO die einzige Quelle für vollumfängliches Einkaufen darstellte. Gestern erst schnappte ich im Netz die Info auf, der Konsum solle wiederkommen! War nur ne Überschrift. Ich hab nicht weitergelesen. Jetzt frage ich mich, was das bei dir sein könnte. *schulterzuck
Keine Ahnung.
Und "ne Dose Romeo petzen" - ist Romeo Hundenahrung? Ich glaube. Und petzen? Wofür steht das? Kaufen, öffnen, erbetteln, klauen? Du siehst, ich kenne mich mit dem Hessischen nicht so recht aus.

Trotzdem finde ich die Idee des Textes klasse! Am allerallerbesten gefällt mir der Part ab "Unterwegs überlegte ich ..." bis zum Ende. Da haben sich meine Überlegungen zum Dialekt erübrigt und ich lache! Hier weiß ich wieder: Wir Deutschen verstehen uns nicht immer, aber lachen können wir noch gemeinsam.


Ick hauma in' Sack! Mir dröhnt de Bonje.

Lotta

Kommentar geändert am 16.09.2019 um 09:11 Uhr
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 16.09.2019:
Hier möchte ich mich Lottas Fragen anschließen, da ich die gleichen Verständnisprobleme habe.

LG Jaika
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Ralf_Renkking antwortete darauf am 16.09.2019:
Für mich artet Einkaufen auch immer in Arbeit aus, setze ich mit Joggen gleich, aber jetzt wo ihr es erwähnt, habe ich "petzen" in diesem Zusammenhang auch noch nicht gelesen, müßte aber soviel wie "ergattern, erbetteln, o.s.ä." bedeuten, und ist "Romeo" nicht Katzenfutter?

Ciao, Frank

P.S.: Ich habe mich hier lediglich eingeschaltet, um die Antwort auch abzukriegen.
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AchterZwerg schrieb daraufhin am 16.09.2019:
Liebe Lotta,
von "Konsumzeit" ist nicht die Rede, sondern von "Konsumarbeit."
Hierbei handelt es sich um eine stehende, leicht ironisch gefärbte Wendung der Frankfurter Linken, wie ja auch der ganze Text im Hessischen angesiedelt ist.
Ich persönlich empfinde allerdings einkaufen stets als Arbeit, obwohl die Bedingungen im Westen (nach außen hin) einfacher gelagert scheinen als in der ehemaligen DDR.
Bis heute ist es so, dass beispielsweise in den Realmärkten das Sortiment wöchentlich komplett umgestellt wird, um die Kundschaft in voller Absicht durch die Gänge irren zu lasssen; das eine oder andere wird dann zusätzlich mitgenommen. Schon aus Frust.
Ich kann mich allerding sehr gut an die frühen 90er erinnert, in denen ich viele Ostdeutsche durch die Konsumtempel geistern sah - völlig überfordert.
Ich fühle mich dort eigentlich immer[i/] überfordert: durch permanente Verarsche, sog. Sonderangebote und die Hetze an der Kasse.

Liebe Grüße
der8.
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LottaManguetti äußerte darauf am 16.09.2019:
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Kommentar von Ralf_Renkking (16.09.2019)
Hi 8.,

das musst Du Dir echt eingebildet haben. ab und an kommt mir so ein Dackel schon mal entgegengeflogen, sprechen aber habe ich die noch nie gehört, dazu sind die Viecher viel zu faul.

Ciao, Frank
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AchterZwerg ergänzte dazu am 16.09.2019:
Nur deswegen, weil du nicht Franko von Assisi bist, mein Lieber.
Der Achte indes kennt sich damit aus.
Und: Dackel scheinen, figurtechnisch, zum Chillen besonders geeignet zu sein. Siehst du sie aber nach einem Dachsbau lunsen, sieht die Sache gaaanz anders aus.
Ich glaube, die sind einfach nur schlauer als viele ihrer Artgenossen.
Stöckchen apportieren ist unter ihrer Würde.

Wie auch beim 8.
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Oggy
Kommentar von Oggy (16.09.2019)
"die verächtlichen Blicke des Dackels"
Wenn er "Romeo" konsumiert hat, wird das bestimmt auch wieder mit dem Dackelblick klappen!

LG,
Oggy
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AchterZwerg meinte dazu am 16.09.2019:


Ja, solch ein Dackel hats druff.
Wenn der einen treu anschaut, bin ich sofort hin & weg.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (16.09.2019)
Für die, die es noch nicht wussten. Für Poeten gehören sprechende Dackel zur Wirklichkeit. Sie zweifeln nur leicht, wenn weiße Einhörner mit ihnen parlieren..
Realistische Grüße
Ekki
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AchterZwerg meinte dazu am 16.09.2019:
Du sagst es, Liebwerter.
Mit weißen Eichhörnchen kann ich auch nicht so gut. Wenn ich die vor ein Din A4 Blatt halte, sind sie nicht zu sehen, also irreal und mit mir nicht kompatibel (ganz wie du anmerkst).
Immer wieder schön, sich mit einem gebildeten Menchen zu unterhalten.

Pico
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (16.09.2019)
Hallo Zwergi,
am Morgen danach geht ja tierisch was ab!
Liegt das daran, dass am Morgen davor möglicherweise etwas gemenschelt hat?
Ok, wie ist das Wetter bei euch
Liebe Grüße
TT
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AchterZwerg meinte dazu am 16.09.2019:
Kann gut sein.
vielleicht war auch noch das eine oder andere Kaltgetränk im Spiel ...

Liebe Grüße
der8.
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (16.09.2019)
Also, wenn ich jogge, fangen bei mir ab dem 10. Kilometer alle möglichen Tiere, denen ich begegne, zu sprechen an. Ist doch normal.

Lauf weiter 8. Zwerg und mach dir keinen Stress, wenn dich ein redseliger Dackel überholt. Alles ist gut!

LG Jaika
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AchterZwerg meinte dazu am 16.09.2019:
In diesem Leben, liebe Jaika,
werde ich freiwillig ganz sicher nicht aufhören zu laufen.
Zwar werde ich natürlich langsamer und würde wohl keinen Marathon mehr schaffen, aber es ist und bleibt

(m)ein Glück.
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loslosch
Kommentar von loslosch (16.09.2019)
de daggel is asch apat.
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AchterZwerg meinte dazu am 17.09.2019:
Wennde den ungefraagt andatsche duust, nich mehr!

"Lieb" knurrende Grüße
der8.
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (16.09.2019)
Also, Achtel, wenn ich am nächsten Tag alles das, was ich am Vortag erlebt haben könnte, aufschriebe, ohne es zuvor auf den Wahrheitsgehalt geprüft zu haben, dann wüsste ich beim Schreiben sicher auch nicht mehr so ganz sicher und genau, mit wem und worüber wir wo gesprochen haben könnten, und welcher Beschäftigung wir eventuell dabei nachgegangen sein könnten. Streckenweise weiß ich aber für morgen schon im Voraus, dass ich zum See runtergehe, dann parallel zum Ufer und danach den Berg hinauf, um die Kirschenallee wieder hinabzugehen. Rein landschaftsbedingt wird in unserer Gegend jedoch selten bis nicht gesprochen, weder von Menschen, geschweige denn von Tieren. Auch sind die Tempi in der Regel gemäßigt, auch bergab. Das hält jeder Überprüfung stand. LG von Gil.
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AchterZwerg meinte dazu am 17.09.2019:
Lieber Gil,

"am Anfang war das Chaos", so heißt es.
Im letzten Lebensdritel angekommen, wünsche ich mir manchmal mehr davon. - "Unordnung und spätes Leid" begegnen mir derzeit eher in den kostenpflichtigen Zusatzgeräten der Banken, die ich weder haben wollte noch bedienen kann.
"Die (und ich) halten keiner Überprüfung stand."

Herzliche Grüße
der8.
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GastIltis meinte dazu am 17.09.2019:
Hallo du (aus Gründen des Datenschutzes), „begegnen mir derzeit eher in den kostenpflichtigen Zusatzgeräten der Banken“, dabei bist du doch noch so jung. Kann ich wunderbar mit einstimmen, singe Bass, wenn die Stimme nicht versagt! LG von Gil.
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Veröffentlicht am 16.09.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.09.2019). Textlänge: 97 Wörter; dieser Text wurde bereits 116 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.10.2019.
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