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Der Unsympath

Erzählung zum Thema Fremdenfeindlichkeit


von Al-Badri_Sigrun

„Schön ruhig ist es hier“, dachte ich noch, leider etwas vorschnell, wie ich bald darauf feststellen sollte. Verträumt blickte ich aus dem Fenster und beobachtete die Leute, die draußen vorbei gingen.

Ich hatte mich hier im Café mit meinem Mann verabredet. Es konnte noch etwas dauern, bis er kam, da er durch den dichten Feierabendverkehr fahren musste. Ich trank einen Schluck von dem kräftigen Kaffee, den ich mir vom Tresen geholt hatte.

Plötzlich wurde meine Aufmerksamkeit in die Mitte des Cafés gelenkt, wo ein Mann vor dem Geschirrwagen stand und laut schimpfte:„Was für ein Sauladen, die könnten hier ruhig mal das Ding abräumen!“ Seine Stimme durchdrang die bis dahin friedliche Atmosphäre. Die Gespräche der Leute brachen ab, da der Mann nun im Fokus stand.

Für mein Befinden regte sich der Mann künstlich auf, da mindestens noch fünf gefüllte Tabletts auf dem Wagen Platz gefunden hätten. Gleichzeitig registrierte ich, dass er offensichtlich den Blickkontakt zu mir suchte, so als erwartete er meine Zustimmung, doch ich schaute wieder zum Fenster hinaus.

„Ist hier noch frei?“, hörte ich eine Stimme fragen und für mich stand außer Zweifel, wem sie gehörte. Der Mann stand nun direkt vor dem Tisch, an dem ich saß. „Ich warte auf jemanden!“ antwortete ich ablehnend. „Macht nichts, noch ist der Jemand ja nicht da", bemerkte er frech und setzte sich.

„Na toll“, dachte ich, „da ist das halbe Café leer und dieser Unsympath setzt sich ausgerechnet zu mir!“

Ich wandte meinen Blick demonstrativ nach draußen, um ihm zu signalisieren, dass ich an keinem Gespräch mit ihm interessiert war. In meinen Gedanken schätzte ich den Mann auf Anfang sechzig. Er war groß, breit gebaut und hatte einen stechenden Blick, der mir Unbehagen bereitete.

„Ich arbeite bei der Feuerwehr“, erzählte er ungefragt. Ich blickte ihn leicht erstaunt an und erwiderte höflich: „Das ist bestimmt ein harter Job.“ Ich dachte daran, dass er bei dem Beruf sicherlich viel Schlimmes erlebt und bei manchem Einsatz sein Leben für andere riskiert. Grundsätzlich empfinde ich großen Respekt für Menschen, die diesen Beruf ausüben. „Vielleicht ist er doch ein netter Typ, der einfach nur einen schlechten Tag hat“, überlegte ich versöhnlich und widmete ihm meine Aufmerksamkeit.

„Ja, harter Job, besonders seit wir diese vielen Migranten hier in Deutschland haben.“

„Wieso das denn?“, fragte ich ihn verblüfft. Ein unerklärliches Unbehagen machte sich in mir breit.

„Vor ein paar Tagen war da wieder so ein Messerstecher unterwegs, so'n dunkler Typ, Araber oder Türke. Er und ein Deutscher waren schwer verletzt.“

„Ach und Sie haben gesehen, wer zuerst zugestochen hatte?“

„Hey, das machen die Kanaken so! Die sind immer mit Messern unterwegs und stechen zu, wenn ihnen jemand nicht gefällt. Verstehst du?“

„Ich verbiete Ihnen, mich zu duzen!“ Mittlerweile standen mir die Haare zu Berge. „Das ist ein Vorurteil und durch Vorurteile entsteht Fremdenhass. Ich habe null Verständnis für Rassismus. Verstehen SIE mich?“, entgegnete ich aufgebracht und spürte, wie mir übel wurde.

Der Blick des Mannes wurde noch stechender. „Ja, ja rede nur“, meinte er abfällig. Als er weitersprach, nahm seine Stimme einen verschwörerischen Ton an:„Seit wir diese Vergewaltiger und Kinderschänder hier haben, müssen wir um unsere Frauen und Kinder Angst haben. Die verhüllten Frauen haben in ihren Ländern ohnehin nichts zu sagen. Ihre Männer nehmen sich, was sie brauchen. Mit unseren Frauen machen sie nun das gleiche.“

„Was ist denn das für eine riesengroße braune Scheiße, die Sie da von sich geben!“  Ich registrierte, dass alle Augen im Café auf uns gerichtet waren.

Der Unsympath beugte sich über den Tisch und schimpfte wüst weiter, während seine Aussprache immer feuchter wurde: „Die nehmen uns die Jobs weg und sind arbeitsfaul. Sie stöhnen, weil sie angeblich nichts haben, aber alle laufen mit 'nem Handy rum. Das alles haben wir der ollen Merkel zu verdanken!“

„Was denn, nehmen sie uns nun die Jobs weg oder sind sie arbeitsfaul? Merken Sie denn gar nicht, was für einen gefährlichen Mist Sie da reden?“, fragte ich ihn entsetzt.

Es reichte!

Ich erhob mich abrupt von meinem Platz, blickte ihm direkt in die Augen und holte tief Luft. Ich legte meine ganze Verachtung für ihn in meine folgenden Worte: „Wir Deutsche sind an der Flucht der Migranten mit schuldig und wenn unter den Hunderttausenden, die zu uns kommen, auch Verbrecher sind, dann ist das normal. Kriminelle sind überall auf der Welt. Es ist ja so einfach, den Migranten für alle Missstände bei uns die Schuld zu geben, nicht wahr? Müssen Sie jetzt auf ein zweites Frühstücksei verzichten?“

Er schnaufte vor Wut, wollte mich unterbrechen, aber ich ließ ihn nicht zu Wort kommen. Es sprudelte nur so aus mir heraus: "Haben Sie mal daran gedacht, dass einige Feuerwehreinsätze notwendig sind, weil rechtsextreme Deutsche Migrantenunterkünfte anzünden und dadurch bewusst den Tod vieler Menschen in Kauf nehmen, nur weil sie in ihrem Fremdenhass verblendet sind?"

Ich spürte eine innere Erschöpfung und meine Stimme wurde leiser, als ich weitersprach: „Und wissen Sie, was ich mich außerdem gerade ernsthaft frage? Ich frage mich, ob Sie während eines Feuerwehreinsatzes nur Deutsche retten."

Der Unsympath schaute mich hasserfüllt an und meinte: „Ja, ja, rede nur.“

Ich verließ das Cafè und sah erfreut und erleichtert, wie mein Mann auf mich zukam.


©by Sigrun Al-Badri (nach einer wahren Begebenheit)

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Ralf_Renkking (17.09.2019)
Hallo Jaika,

mich beschäftigen seit einiger Zeit zwei Begriffe, die ich erst kürzlich miteinander in Verbindung gebracht habe, als ich im Netz danach recherchierte, nämlich Polarisierung und Differenzierung.
Ich erzielte nur einen Treffer, der meinen Vorstellungen entsprach, "Differenzierung statt Polarisierung", und während ich den Artikel las, wurde mir bewusst, dass genau dies das Problem in unserer Gesellschaft darstellt, denn das Schwarz-Weiß Denken scheint immer noch zu dominieren, und in Anbetracht Deiner Erzählung wird das auch noch eine geraume Zeit anhalten.

Ciao, Frank

Kommentar geändert am 17.09.2019 um 11:22 Uhr
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
Hallo Frank,

ich danke dir für deine Auseinandersetzung mit meiner Erzählung.

„Differenzierung statt Polarisierung“ ist ein wichtiger Gedanke! Durch die rechtsradikale Hetze gegen Ausländer, Migranten, Flüchtlinge und Muslime, die leider auch durch die Medien unterstützt wird, werden Menschen in ihrem Denken manipuliert.

Was wäre, wenn in Deutschland Krieg herrschen würde und wir flüchten müssten? Was wäre, wenn wir von denen, die uns aufnehmen, als Deutsche Gewalttäter betitelt werden würden?

Eines ist klar: unter einem Flüchtlingsstrom Deutscher wären auch Gewalttäter dabei, so wie es jetzt auch bei den Migranten der Fall ist, die zu uns nach Deutschland kommen, aber was ist mit den Hunderttausenden, die tatsächlich nur Hilfe suchen und auf Hass und Ablehnung stoßen?

LG Jaika
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Cora antwortete darauf am 17.09.2019:
@Jaika

"die leider auch durch die Medien unterstützt wird, werden Menschen in ihrem Denken manipuliert."

Welche Medien? Alle Medien? Oder sollte man da nicht auch ein wenig differenzieren?

"Was wäre, wenn in Deutschland Krieg herrschen würde und wir flüchten müssten? Was wäre, wenn wir von denen, die uns aufnehmen"
Wer wird Millionen von deutschen aufnehmen? Glaubst du für deutsche wird es ein Land geben, wohin sie flüchten können?

Antwort geändert am 17.09.2019 um 13:18 Uhr
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Al-Badri_Sigrun schrieb daraufhin am 17.09.2019:
@ Cora

Sicher sind „die Medien“ zu allgemein. Die Springer-Presse, die einen wesentlichen Teil zur Meinungsbildung in Deutschland beiträgt, ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben. Einig sind sich so gut wie alle Medien bei der Erwähnung der Nationalität eines Täters, wenn es sich um einen Nicht-Deutschen handelt, obwohl in vielen Fällen die Nationalität oder religiöse Zugehörigkeit für die Tat unerheblich ist. Eigentlich sollte die Nationalität nur Erwähnung finden, wenn sie für die Tat maßgeblich ist. Da sehe ich schon manipulative Intention.

"Wer wird Millionen von Deutschen aufnehmen? Glaubst du, für Deutsche wird es ein Land geben, wohin sie flüchten können?"


Hier geht es doch eher darum, wie man behandelt werden möchte, wenn man flüchten muss. Wenn du flüchtest, willst du nur weg, die Frage, ob du woanders willkommen bist, stellt sich in so einer Situation doch gar nicht. Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

Antwort geändert am 17.09.2019 um 15:03 Uhr
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Regina äußerte darauf am 17.09.2019:
In der Tat flüchteten während der Nazizeit viele Deutsche, vornehmlich nach Frankreich und in die USA, und wir sind auch nicht gefeit dagegen, dass es wieder mal so kommen könnte.
In dem Text hier wird ein notorischer Nörgler porträtiert, dem es weder die Kellner noch die Migranten recht machen können. Wären sie weg, fände er andere Gründe zum Meckern. "Rede du nur", sagt er und meint, dass er seine Haltung nicht ändern werde. Die Cafébesucherin steht auf der anderen Seite und es scheint keine Brücke zwischen den polarisierten Meinungen zu geben.
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Al-Badri_Sigrun ergänzte dazu am 17.09.2019:
@Regina

Wäre es doch nur ein notorischer Nörgler gewesen, aber als Feuerwehrmann übt er eine Tätigkeit aus, bei dem er Menschenleben retten soll, egal welcher Nationalität diese Menschen angehören.

Danke für deine Ergänzung zum Thema "flüchtende Deutsche".

LG Jaika
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Cora
Kommentar von Cora (17.09.2019)
Die Protagonistin tritt dem Unsympath mutig entgegen, sie lässt seine migrantenfeindlichen Äußerung nicht im Raum stehen,
Hut ab!
Was wäre, wenn ähnlich oder sogar noch schlimmer migrantenfeindliches in einem Literaturforum verbreitet werden würde? Ein Autorenkollege mit Herz und Verstand wäre doch ebenso mutig wie deine Protagonistin, er würde einen solchen Unsympath doch gewiss nicht loben?
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
@Cora

siehe unter Nutzungsbedingungen für keinVerlag.de

Hier für dich in Kopie/ bzw. als Zitat:

"Texte
Es dürfen ausschließlich durch den jeweiligen Benutzer selbst verfasste Texte veröffentlicht werden. Es ist nicht zulässig, Texte mit Inhalten zu veröffentlichen, die vom Gesetz her untersagt bzw. eindeutig gewaltverherrlichend, pornografisch, politisch extremistisch, volksverhetzend oder anderweitig nicht geeignet sind, der Öffentlichkeit vorgeführt zu werden. Die Veröffentlichung solcher oder urheberrechtsverletztender Texte bzw. Textabschnitte führt zur Löschung derselben sowie ggf. des Benutzerkontos. Rechtliche und finanzielle Folgen der Veröffentlichung unzulässiger oder urheberrechtsverletzender Texte trägt ausschließlich der Benutzer; keinVerlag.de kann für solche Angaben nicht haftbar gemacht werden.
Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Texten besteht nicht. Bei fremdsprachigen Texten kann durch keinverlag.de ggf. die Beibringung einer (informellen) Übersetzung ins Deutsche zum Verständnis des Inhalts angefordert werden.
Des weiteren gelten für die Veröffentlichung von Texten die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes sowie ggf. weitere Regelungen nach Maßgabe des Gesetzgebers.
"

Antwort geändert am 17.09.2019 um 15:05 Uhr
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Cora meinte dazu am 17.09.2019:
Das verstehe ich nicht. Zu welchem Zweck zeigst du mir die kv-Nutzungsbedingungen vor?

Möchtest du damit andeuten, dass der Unsympath gegen das Gesetz verstoßen hat? Hat er das? Ich weiss es nicht, dafür fehlt mir der jur. Hintergrund.

Antwort geändert am 17.09.2019 um 15:16 Uhr
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
Liest du dich eigentlich selber?

Ich habe deine Frage beantwortet.
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Cora meinte dazu am 17.09.2019:
Welche Antwort?
Du meinst wegen der kv-Nutzungsbedingen gibt es in Literaturforen keine Migrantenfeindlichkeit im Stile des Unsympathen? Oder du meinst wegen der Nutzungsbedingungen ist es ok, was der Unsympath sagt, weil evtl. nicht gesetzeswidrig?
Wie gesagt, ich kann das nur vermuten, dass es gesetzeswidrig sein könnte.
Mit anderen Worten, ich bin zu blöd, deine Antwort zu verstehen.
diese Antwort melden
Sätzer
Kommentar von Sätzer (17.09.2019)
Sehr realistische Schilderung und viel Mut dabei, dem Feuerwehrmann etwas entgegenzusetzen.
Die fremdenfeindlich aufgehetzten Menschen begreifen einfach nicht, dass es keine menschlichen Rassen gibt, sondern nur von gewissen Medien, Parteien etc. zu Rassisten werden.
So befeuert z.B. der AFD-Mann Kalbitz mit dem Begriff <Ethnodeutsche> den Rassismus in Deutschland, dabei
ist dieser generell wissenschaftlich nicht begründbar. Es gibt keinen "Schnipsel" im Erbgut eines Menschen, der rassistische Unterschiede belegen kann. Alle Menschen sind letztendlich Afrikaner.
LG Sä
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
Hallo Sätzer,

ich danke dir für deine Gedanken zu meiner Erzählung!

Egal, wo wir geboren werden, welcher Religion wir angehören, welche Hautfarbe wir haben, welche Sprache wir sprechen: wir sind alle Menschen.

Es gibt keine minderwertigen Menschen. Der Mensch selber hat es in der Hand, ob er auf unserem Globus empathisch oder als Arschloch unterwegs ist, aber auch das ist unabhängig von irgendeiner Nationalität, denn Arschlöcher gibt es überall.

LG Jaika
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (17.09.2019)
Der Text stand doch bei kV schon mal online, oder?
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
Du bist doch der Dieter, der so gerne überflüssige Fragen stellt, oder?
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 17.09.2019:
Beleidigende Kommentar machen die Situation nicht besser.

Das Problem ist, dass so ein Text wirkt wie ein altes Brötchen, das man aufbäckt und als frisch ins Schaufenster stellt. Zudem stößt Du die früheren Kommentatoren vor den Kopf (nicht nur mich, auch einige andere), deren Kommentarwert Du natürlich deutlich schmälerst.
Schreib' doch lieber was neues, oder ist deine kreative Schaffenskraft erloschen???
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
Ganz ehrlich Dieter, wo ist dein Problem? Jeder User, der sich ein weiteres Mal beim KV anmeldet, wird seine früheren Texte - sicherlich meist überarbeitet - nochmals einstellen. Warum auch nicht?

Der KV lebt von Texten und warum sollten sich ehemalige Kommentatoren vor den Kopf gestoßen fühlen??? Im Moment regt sich nur einer auf: nämlich du, der bei mir noch nie kommentiert hat (zumindest kann ich mich nicht erinnern),

Ich sehe hier nur ein beleidigtes Brötchen.

Um meine Schaffenskraft brauchst du dir glücklicherweise keine Gedanken zu machen, aber ich mir vielleicht um deine?
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund meinte dazu am 17.09.2019:
Neee, sorry, das ist alt für neu angedreht und wirklich unhöflich. Wenn Du diese Texte wenigstens kennzeichnen würdest, z.B. "Unter dem User-Namen Soundso bereits erstmals im Juni 2009" eingestellt, das wäre dann halbwegs anständig und ehrlich, alles andere definitiv nicht.

Meine Schaffenskraft ist ungebrochen, wie die Donnerstagskolumne und meine Gastkolumnen beweisen.
diese Antwort melden
AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (17.09.2019)
Hallo Jaika,
von der gezeigten Haltung her ist der Text für mich in Ordnung.

Ich selber bin allerdings schon lange dazu übergegangen, Gespräche der geschilderten Art abzubrechen. Dies gilt auch für die Foren.

Mir ist dafür jedes Wort zu schade.

Liebe Grüße
der8.
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 17.09.2019:
Liebe 8. Zwergin,

ich kann deine Einstellung zu diesem Thema gut nachvollziehen, zumal man Menschen mit rassistischer Einstellung wohl kaum oder selten und schon gar nicht während einer kurzen Kontaktaufnahme bekehren kann.

Was mich aber über alle Maßen erschreckt hatte, war, dass dieser Mann Menschenleben rettet und ich mir in der Tat die Frage stellte, ob er bei Nicht-Deutschen auch Hilfe leistet.

Danke für dein Lesen und deine Empfehlung!

LG Jaika
diese Antwort melden
Momo meinte dazu am 18.09.2019:
Hallo Jaika,

"Was mich aber über alle Maßen erschreckt hatte, war, dass dieser Mann Menschenleben rettet und ich mir in der Tat die Frage stellte, ob er bei Nicht-Deutschen auch Hilfe leistet."

Das ist in der Tat eine wichtige Frage, denn die Menschenrechte gelten für alle Menschen gleich. Fakt ist aber auch, dass die westliche Flüchtlingspolitik sehenden Auges und ganz bewusst Menschen ersaufen lässt, weil Europa sie nicht will, zur Abschreckung. Und vorgeschoben natürlich, um der Schlepperkriminalität keinen Vorschub zu leisten.
Schiffe von privaten Hilfsorganisationen mit geretteten Flüchtlingen an Bord werden nicht in die Häfen gelassen, und wenn, dann nur nach langen und zähen Verhandlungen.

So ein Feuerwehrmann, wie du ihn schilderst, kann sich also einer breiten Solidarität sicher sein.

LG Momo
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 18.09.2019:
Du beschreibst erschreckende Szenen auf dem Meer, wie sie sich beinahe täglich abspielen. Sie machen ohnmächtig und sind durch nichts zu rechtfertigen. Wer Menschen in Not die Hilfe versagt, macht sich schuldig an deren Tod.

Ja, der Feuerwehrmann würde dazu bestimmt einiges zu erzählen haben und der Beifall im Umfeld Gleichgesinnter wäre ihm wohl sicher.

LG Jaika
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (17.09.2019)
ja, man sollte gleich seinem ersten Gefühl trauen, einem Unsympathen sollte man nicht einmal die Möglichkeit geben, seinen Mund zu öffnen... nennt sich Intuition
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 18.09.2019:
Schwierig, aber es wäre eine Möglichkeit gewesen, gleich den Tisch zu wechseln, obwohl sich der Unsympath ja unaufgefordert zu ihr gesetzt hatte.

Danke für dein Lesen und deine Empfehlung!

LG Jaika
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (17.09.2019)
Liebe Sigi,
du hast dich zu dem Thema mit einer Erzählung, also literarisch geäußert. Ich finde deine Erzählung authentisch. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich genau so ereignet hat oder ereignet haben könnte. Deine Protagonistin hatte keine andere Wahl als zu polarisieren.
Liebe Grüße
Ekki
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 18.09.2019:
Lieber Ekki,

ja, das sehe ich auch so.

Ich danke dir für dein Feedback zu meiner Erzählung!

LG Sigi
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (17.09.2019)
Liebe Sigrun, du kannst davon ausgehen, dass er, also der Feuerwehrmann, spätestens mit sechzig seine wohlverdiente Pension beziehen wird, um dann am Stammtisch weiterhin das nach seiner Meinung existierende Recht auf Freiheit und freie Meinungsäußerung zu vertreten. Da findet er dann willfährige Zuhörer. LG von Gil.
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 18.09.2019:
Lieber Gil,

danke für deinen Kommentar, der einerseits tröstend ist (dieser Unsympath geht auf jeden Fall bald in Rente, vielleicht genießt er sie ja bereits und gibt seine Erlebnisse als Feuerwehrmann, wie du vermutest und was auch nahe liegt, am Stammtisch zum Besten), aber andererseits ist da das Wissen, dass es viele wie ihn mit einem ähnlich üblen Gedankengut gibt.

LG Sigrun
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Momo
Kommentar von Momo (18.09.2019)
Solchen Menschen begegnet man am besten mit Ignoranz, und, wenn schon kein Gespräch zu umgehen ist, wie hier in deiner Geschichte, wäre ein Versuch zumindest hilfreich, einen Denkanstoß in eine andere Richtung zu geben. Empörung und Ablehnung verhärten da nur die Fronten. Es bleibt beim Status quo.
Du bist keine Brückenbauerin, aber deine Reaktion ist durchaus verständlich.

LG Momo
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 18.09.2019:
Diese Begebenheit hat mir noch klarer vor Augen geführt, wie krass der Hass sein kann, der einem entgegenschlägt, wenn man sich mit einem Rassisten konfrontiert sieht, der nicht die Zustimmung erhält, die es für ihn nur geben kann und darf.

Danke Momo für deine intensive Auseinandersetzung mit meiner Erzählung!

LG Jaika
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Paul207
Kommentar von Paul207 (28.09.2019)
Liebe Jaika, eine Anektote, die es in sich hat und die jeder von uns schon erlebt hat. Du hast es auf den Punkt gebracht und die Erbärmlichkeit solcher Menschen deutlich gemacht. Gefällt mir sehr.
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 28.09.2019:
Hallo lieber Paul,

ich freue mich über dein Feedback. Danke und

liebe Grüße
Jaika
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Kommentar von Sin (30.09.2019)
Wenn ich in solche "Diskussionen" geraten sollte, dann mache ich es, wie es jemand mal bei mir gemacht hat. Ich frage entsetzt und voller Unschuld in lautem Tonfall zurück: "Wollen Sie mich etwa agitieren???" Ich wette das wirkt, zumindest bei mir hat es gewirkt und der Überraschungsmoment hat mich tatsächlich erstmal sprachlos gemacht. Sofort war ich auf der Rechtfertigungsebene und hatte die Diskussion schon verloren, bevor sie überhaupt angefangen hatte. Nein, "Diskussionen" mit solchen Leuten gehe ich geflissentlich aus dem Weg. LG Sin
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 30.09.2019:
Ja, lieber Sin, das sehe ich seit dieser unerfreulichen Begegnung ebenso. Wer so fanatisch denkt, wie dieser Unsympath, wird nicht bekehrbar sein.

Danke für deine Gedanken dazu!

LG Sigrun
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