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Kurzgeschichte zum Thema Betrug


von Al-Badri_Sigrun

Was für eine Schmach! Seine Angebetete betrog ihn, ausgerechnet ihn!. Er hatte zufällig mit angehört, wie die Lisa von nebenan ihrer Cousine Klara von Susis Neuem, dem Peter vom Rinderhof Puttfiggen, erzählte. Sie wiederum hätte es von Gesine, ihrer Schwägerin, erfahren. Seine Angebetete trieb es mit einem anderen!

Toni schnaubte vor Wut und gekränkter Eitelkeit. Dem Peter würde er es zeigen! „Na warte, wenn ich dich erwische! Die Susi gehört mir!“

Heute hatte seine Susi ihn mit verliebten Blicken gefragt, ob es ihm recht sei, wenn sie mit ihrer Freundin Erna ein paar nette Stunden verbringen würde. Für wie naiv sie ihn hielt. Es war doch wohl klar, dass sie ein Stelldichein mit diesem arroganten Peter hatte. Ein böses Grollen entwich seiner Kehle. Es war seine Chance, die beiden auf frischer Tat zu ertappen. Also beherrschte er sich und wünschte ihr viel Spaß.

Wenig später sah er seine Susi die Dorfstraße entlang stolzieren, in Richtung Rinderhof. Hübsch war sie, sehr hübsch sogar. In ihm wuchs der Groll. Immer auf Abstand bedacht, folgte er ihr.

Susi bog um die Ecke und erreichte den Hof. Beschwingt lief sie zum Heuschober. Toni schlich näher und konnte sehen, wie sich seine Liebste an den Peter schmiegte. Tonis Augen wurden zu schmalen Schlitzen.

Wie ein Tiger pirschte er sich leise heran. Die beiden waren so sehr mit sich beschäftigt, dass sie ihn zunächst nicht wahrnahmen. Toni setzte zum Sprung an und riss seinen Widersacher zu Boden. Susi sprang erschrocken zur Seite. Peter hatte inzwischen begriffen, wer sein Gegenüber war. Es begann ein Kampf auf Leben und Tod.

Susi versuchte, schlichtend einzugreifen. Dabei traf sie ein Schlag ins Gesicht. Ihre Nase blutete und sie huschte schnell zur Seite.

Der Kampf war brutal und voller Hass. Irgendwann jedoch schauten sich die Gegner nur noch abgrundtief böse und lauernd an. Sie hatten sich gegenseitig übelst zugerichtet und keiner war als Sieger hervorgegangen. Sie hörten Schritte. Jemand näherte sich dem Schuppen. Es wurde Zeit, sich zu verdünnisieren.

Am nächsten Tag war das Erwachen scheußlich. Tonis Kopf schmerzte entsetzlich. Peter hatte ihm ins Ohr gebissen, sein Körper war schwer lädiert und er hatte das ungute Gefühl, eine Niederlage erlitten zu haben. Susi hatte er seit der Auseinandersetzung jedenfalls nicht mehr gesehen. Ob sie wohl dabei war, Peters Wunden zu versorgen? Ihm wurde übel.

Hunger hatte er dennoch. Also schlich er, beschämt wegen seines Aussehens, zum Schlachter um die Ecke und entdeckte dabei Susi. Sie stolzierte auf der anderen Straßenseite neben dem Macho Gustav einher. Ihr rosa Schnäuzchen trug sie gen Himmel und ihre grünen Augen sprühten vor lauter Lebenslust.

Einige Meter von sich entfernt sichtete Toni einen ziemlich ramponiert und dämlich dreinschauenden Peter, der ebenfalls zur Susi starrte. Peter fühlte sich wohl beobachtet und blickte nun auch ihm, dem Toni, direkt in die Augen. Beide Kater fauchten sich an, schienen kurz nachzudenken und liefen, mit eingezogenen Schwänzen, in entgegengesetzte Richtungen.


© by Sigrun Al-Badri

 
 

Kommentare zu diesem Text


Sätzer
Kommentar von Sätzer (20.10.2019)
Tja, die Susi war wohl ein heisser Feger LG Sä
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 21.10.2019:
Hallo Sätzer,

also, das glaube ich auch

Danke und lieben Gruß
Sigrun
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (20.10.2019)
Liebe Sigi, man spürt deine ironische Distanz und liest deshalb gerne deine Geschichte über dieses handgreifliche Duell.
Amüsierte Grüße
Ekki
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Al-Badri_Sigrun antwortete darauf am 21.10.2019:
Lieber Ekki,

ein Duell der besonderen Art . Ich freue mich, dass dich die Geschichte mit Susi und ihren Verehrern amüsiert hat.

LG Sigi
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eiskimo
Kommentar von eiskimo (20.10.2019)
Susi ist ein echter Strolch! Da haben es die Kater schwer - es sei denn, sie sprächen sich mal ab.
Jedenfalls schön geschrieben, ich schnurrte vor Vergnügen
lG
Eiskimo
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Al-Badri_Sigrun schrieb daraufhin am 21.10.2019:
Hallo Eiskimo,

ja, die Susi …

Schön, dass du meine Geschichte mit Vergnügen gelesen hast und sie dich sogar zum Schnurren gebracht hat.

LG
Sigrun
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