Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Spaxxi (16.01.), polkaholixa (15.01.), AsgerotIncelsior (12.01.), minamox (07.01.), Frau.tinte (06.01.), Herbstlaub (05.01.), selcukara (03.01.), Ania (01.01.), jimmy.hier (31.12.), Ksenija (23.12.), Athene (19.12.), Hannelore (05.12.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 647 Autoren* und 76 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.928 Mitglieder und 432.376 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 19.01.2020:
Persiflage
Die parodistische Technik der Persiflage lässt sich gut mit den rhetorischen Strategien der Satire vergleichen, insbesondere... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Der Au-Tor macht einen Vorschlag zur Restaurierung von KV von Sätzer (29.11.19)
Recht lang:  Verzweiflungsschrei einer Hausfrau von tastifix (1360 Worte)
Wenig kommentiert:  Fegen Feuers Lust von Walle-Sieber-Gamma (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Finale von JoePiet (nur 41 Aufrufe)
alle Persiflagen
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Killerverse
von Mutter
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich wachsen will." (Carlito)

Kindheitserinnerung Teil 1

Geschichte zum Thema Erinnerung


von Februar

Und nun erinnerte ich mich an meine Kindheit.

Ich war ein mageres hochgeschossenes Mädchen. Es war Januar und im Herbst davor wurde ich eingeschult. Der Schularzt fand, dass ich für meine Größe zu wenig wog und schickte mich zur Kur. Das erzählter mir meine Mutti. Erwartungsfroh saß ich am Morgen auf dem gepackten Koffer. Ich sehe Mama am Tisch, sie weinte. Es herrschte eine gedrückte Stimmung, die mir auffiel, denn bei uns wurde steht’s gelacht. Meine Güte, sechs Jahre, was weiß man da vom Leben.
 Eine Frau nahm mich in Worms von meinen Eltern weg und hängte mir einen Zettel um den Hals. Im Kinderheim in Nieder Seelbach im Taunus hatte jedes Kind eine gemalte Blume an seinem Bett und Schrank Meine war eine Tulpe, Auch mein Zahnputzglas, meine Zahnbürste, alles war damit gekennzeichnet.
Jetzt sehe ich mich an einem langen Tisch sitzen. Mittagessen. Es gab Weißrüben. Einige Kinder erbrachen sich in ihren Teller und die Pflegerin schickte sie damit hinaus.
Mir erging es genau so. Ich war es nicht gewohnt von zu Hause, dass man sich in den Teller erbrach und nahm die Hände dazu. Ich wurde geschimpft und mit samt meinem Teller raus geschickt. Mir war so elend, keine Mutti da, die mir den Kopf dabei hielt, mir ein Glas Wasser reichte und mich säuberte, ich dachte ich müsste sterben. Am nächsten Tag was gab es,…Weißrüben.
 Noch so etwas wo ich mich heute noch schüttele, wenn ich nur daran denke. Eine Frau hatte einen Esslöffel mit dem sie jedem Kind Lebertran einflößte.
„Nase zuhalten, schlucken“, dann hielt sie uns ein Glas Wasser hin, „trinken.“ Nicht dass wir das Glas leeren durften, nein, nein, kaum ein Schluck und schon nahm sie es wieder weg. Seit dieser Zeit kann ich keinen Fisch mehr essen oder nur riechen.
Wir waren bestimmt dreißig Kinder, vielleicht noch mehr. Jedes bekam, ohne abgespült das gleiche Geschirr. Das gab es bei uns zu Hause auch nicht. Meine Eltern bestanden auf Reinlichkeit.
 
Ein anderer Tag, alle Kinder bekamen eine dunkle Brille und mussten sich auf die Erde legen. Zuerst auf den Bauch, dann auf den Rücken. Oben an der Decke hing eine riesige Lampe. Ich hatte meinen Platz an der Außenseite. Manchmal schmuggelte ich mich in die Mitte, aber die Schwester scheuchte mich immer an den Rand. Heute weiß ich, das war eine Höhensonne und da ich hellblond war, durfte ich nicht soviel davon abkriegen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Habakuk
Kommentar von Habakuk (25.10.2019)
Ja. An diese Höllen-Kur erinnere ich mich noch sehr genau, irgendwo bei den barmherzigen Schwestern. Leider hatten sie sich den falschen Namen zugelegt. Genau so, wie du es beschreibst, war es. Und noch viel schlimmer.

H.
diesen Kommentar melden
Februar meinte dazu am 25.10.2019:
Danke dass Du es gelesen , über Deine Worte freue ich mich. Gruß Siglinde
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (26.10.2019)
Einige kleine Schlampigkeitsfehler, z.B. "erzählter".
diesen Kommentar melden

© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de