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Kindsheitserinnerungen 2.

Erzählung zum Thema Erinnerung


von Februar

Für mich war es sehr schwer, als meine Mutter so still und leise von mir gegangen war. Ich konnte mir das früher gar nicht vorstellen, dass sie einmal sterben würde. Aber 93 Jahre, das ist schon ein stolzes Alter. Jetzt saß ich vor einem leeren Bildschirm und wusste nicht wo ich anfangen sollte. Da fiel mir das Büchlein ein, das mir letztens in die Hände fiel, als ich etwas anderes suchte.
Mein Tagebuch aus längst vergangenen Zeiten. Darin hatte ich sorgfältig aufgeschrieben, wenn ich etwas aus meiner Kindheit und Jugendzeit erfuhr. Damals war ich schon Recht neugierig, und meine Fragen nahmen kein Ende. Als ich vierzehn Jahre alt war, ermutigte mich mein Vater dazu ja nicht aufzuhören. Da mir meine Mutter immer viel berichtete, wurde die kleine Kladde ansehnlich gefüllt. Nun denn, so sollen Sie es erfahren, liebe Leser, wie es damals war.
1938 Kindheit

Heute muss ich darüber lachen. Soweit ich mich zurück erinnern kann, war ich mit meiner Mama in Worms in einem Geschäft. Sie bezahlte an der Kasse etwas Blaues. Es wurde gut eingepackt und dauerte dementsprechend. Ich langweilte mich, kniete auf dem Boden und spielte mit den wunderschönen Knöpfen an ihrem Rock. Ich knöpfte immer weiter auf, bis oben an die Taille. Auf einmal fiel das Kleidungsstück und sie stand im Unterrock da. Anscheinend bemerkte sie es erst als ihr kalt wurde. Was weiter geschah entzieht sich meinem Erinnerungsvermögen. Wenn man bedenkt ich war erst drei Jahre alt. Übrigens das Blaue war Emailgeschirr für meine Puppenküche. Davon hatte ich noch ein Töpfchen als ich heiratete. Da passte genau eine Tasse Milch hinein.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Teichhüpfer
Kommentar von Teichhüpfer (25.10.2019)
Lügner, Lügner ...
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Februar meinte dazu am 26.10.2019:
aber hallo, ich verstehe nicht?
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Teichhüpfer antwortete darauf am 26.10.2019:
Da gibt so viele Erinnerungen. Es relativiert sich vieles bei den Freunden und so...
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