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Dramen sind dafür geschrieben, im Theater aufgeführt zu werden, sie wenden sich mit genauen Szenenanweisung den Schauspielern... weiterlesen
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Canale Grande (2. Sophia)

Roman zum Thema Befreiung


von Hartmut

Ich steige in den  Golf mit Münchener Kennzeichen ein – ein Mietwagen. Die Strecke: Autobahn über Autobahn, Brenner, Bozen, Riva. Hier hole ich die Skizze raus. Von Riva geht es nach Norden, Tenno, endlich Canale. Ich parke unterhalb des Dorfes, Touristenscharen kommen mir entgegen, finde das Haus, schließe es auf, Stille, Dunkelheit, Kühle empfängt mich. Das Haus scheint z.Zt. unbewohnt zu sein, in der Küche finde ich aber alles was ich brauche, Wein, Zigaretten… Was soll ich hier? Wer ist Paul (wirklich)? Warum so geheimnisvoll? Ich gehe die Holztreppe hinauf, finde ein Bett und schlafe sofort ein, träume wieder den alten Traum. Kein freier Mensch kann sich vorstellen, wie einsam man im Knast ist. Zeit wird zu einer Art Masse, die ganz unten im Periodensystem zu finden ist: die bleierne Zeit. Gegen Abend werde ich wach, eine Tür wird geöffnet, spüre den Windzug, rieche das Parfum einer Frau. Das Gefängnis hat mich misstrauisch gemacht, zu oft haben Menschen mein Leben verändert oder es versucht.
Eine junge Frau, vielleicht Mitte zwanzig kommt in mein Zimmer, lächelt, sagt Hallo und gibt mir die Hand. „Willkommen in einem mittelalterlichen Dorf. Ich heiße Sophia“. Ich bin mir sicher, dass ich sie vor drei Tagen schon einmal gesehen habe. Klar, sie stand hinter der Theke. Sie bemerkt mein Erstaunen. „Nein, ich war es nicht, meine Zwillingsschwester. Paul hat mir von dir erzählt. Schön, dass du da bist Paul.“
Es gibt ein Lächeln bei Frauen, das man nicht erlernen kann, es muss  von Innen kommen. Früher bei meiner Mutter, manchmal eine Unbekannte im Zug, jetzt bei Sophia.
„Wir sollten uns an die Arbeit machen, wir müssen dafür in den Keller gehen. Wo ist die Mappe?“ fährt sie fort. Ich folge ihr, sie trägt einen halblangen Rock, der spielerisch ihre Beine streichelt. Schlank ist sie, ihr Gang hat etwas Katzenhaftes. Sie macht das Licht an, überall gestapeltes Holz. An einer Wand eine doppelte Reihe. Dort geht sie hin und entfernt geschickt an einer Stelle das Holz. Das Silberne eines Aluminiumkoffers wird sichtbar, den sie vorsichtig öffnet, darin ein laptopartiges Gerät. „Damit kann man Kreditkarten beschriften“, erklärt sie mir sachlich. Wir brauchen nur die Konto- und Pinnummern, und die hast du mitgebracht.“ Von wem hat Paul die Daten, frage ich mich? Vielleicht kann sie meine Gedanken lesen? „Paul“, erklärt sie mir, „kellnert schon über zwanzig Jahre, es sind nur die Daten von Gästen, meist Diebe, oft Verbrecher, auch Mörder. Meine Schwester hat die seltene Gabe, Gespräche von den Lippen abzulesen, und Paul hat das Eingabegerät manipuliert. Du brauchst keine Skrupel zu haben, diese Menschen haben der Zivilisation den Krieg erklärt, und wir schlagen zurück“. Gegen 22 Uhr überreicht sie mir 20 Karten mit den Geheimnummern. „Fahre morgen nach Trento und Verona, übermorgen nach Brescia, benutze nur die Automaten wo die Touristen sind, trage unterschiedliche Kappen. Ich kann dir die Arbeit nicht abnehmen, bin zu bekannt.“ Zum Abschied zieht sie sanft meinen Kopf zu sich, und gibt mir einen Kuss auf die Wange.
„Ciao!“

Fortsetzung folgt!

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (27.10.2019)
Viel zu hastig erzählt, gehst Du bei Sätzer in die Lehre?
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (27.10.2019)
Gerade der flotte Einstieg wird sichern, dass ein Teil deiner Leser bei der Stange bliebt.
Servus
Ekki
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