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Ich bin heilig Version 2

Innerer Monolog zum Thema Absurdes


von franky

Verschont in alle Ewigkeit.

Bin stolz! Als alles überziehender Fahnenschwinger,
aus allen Löchern fahnt es, nach Stink und Muff.
Der Reben Saft rinnt mir aus den Mundwinkeln.

Stehle das Kreuz vom Kirchturm der Dreifaltigkeit, damit ich heilig bin.
Die Kreuzspinne webt mir ein silbriges Netz als Heiligenschein.
So bin ich heilig wie Antonius.

Der Sumpf gedeiht in meinen Schuhen.
Schlingpflanzen sprießen an meinen Beinen hoch,
das deckt so zierlich die Säubernis der Vergangenheit.

Ein bisschen Unkraut zwischen den Zehen,
was macht das schon?
Mir selber Am wenigsten.

So verziert und geschmückt,
marschiere ich im Faschingsumzug des Lebens mit.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Ralf_Renkking
Kommentar von Ralf_Renkking (29.10.2019)
Hi Franky,

zählt die 1. Zeile mit, oder versuchst Du da gerade ein Sonett zu verheimlichen? Im Titel würde ich "Version" durch "V" abkürzen, auch wenn das politisch vll. nicht ganz korrekt ist; das obligatorische "rinnt" im 3. Vers käme anstatt "fließt" schon aus alliterativen Gründen besser, und in der zweiten Strophe empfinde ich die Heiligkeit als etwas übertrieben. Wie wäre es mit "Stehle das Kreuz vom Kirchturm der Dreifaltigkeit."?
Sonst bin ich echt stolz auf Dich, und hoffentlich hast Du nicht vergessen, die coole Sonnenbrille aufzusetzen.

Ciao, Frank
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Kommentar von Sin (55) (29.10.2019)
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (29.10.2019)
Lieber Franky,
das hat großes (!) Potential.
Nur in der zweiten Versgruppe sehe ich Veränderungsbedarf, um mehr Logik ins surreale Geschehen zu bringen und unnötige Wiederholungen zu meiden:

"Stehle den Hahn vom Kirchturm der Dreifaltigkeit, damit ich heilig wirke.
Die Kreuzspinne webt mir ein silbriges Netz als Glorienschein.
So bin ich wie Antonius."

Hoffentlich kannst du dich dazu durchringen.

Beeindruckte Grüße
der8.
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