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Im Verborgenen

Gedicht zum Thema Identität


von GastIltis

An der Küste lebt der Küster.
Küster oder Küster nicht,
tut trotz heimlichem Geflüster
täglich sorgsam seine Pflicht.

Einesteils tritt er als Tröster
oft bei Witwen auf den Plan.
Oder als vom Kreuz erlöster
Heiliger Sankt Scharlatan.

Streift sich gern das Hemd als Büßer
über/unters Chemisett.
Fern vom Habitus Genießer
träumt er vielfach quer im Bett.

Lädt sich oft genug als Dulder
andrer Leute Last und Fron
auf die leidgeprüfte Schulter.
Alles nur für Spott und Hohn.

Spukt noch mit der Schar der Geister,
mehr entgeistert als zu viel.
Ruft ihn dann sein Herr und Meister,
endet jede Lust am Spiel.

Anmerkung von GastIltis:

Empfohlen von: Didi.Costaire, AchterZwerg, plotzn, Sätzer, TassoTuwas, LottaManguetti, EkkehartMittelberg, AvaLiam, tueichler, Walther, Al-Badri_Sigrun, juttavon.
Lieblingstext von: AchterZwerg, LottaManguetti, AvaLiam.
Schön im Verborgeen bleiben!


 
 

Kommentare zu diesem Text


Sin
Kommentar von Sin (30.10.2019)
Küster oder Küster nicht unser vom Kreuz erlöster Heiliger Sankt Scharlatan... Giltis, ich kriege gleich einen Lachkrampf. Und Du bist mal wieder schuld! Herzlich, Sin
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GastIltis meinte dazu am 30.10.2019:
Hallo Rothaut, in Schuldfragen bei ernstgemeinten Gedichten von mir weise ich die Zuständigkeit natürlich nicht zurück. Was weniger ernste angeht, da ziehe ich mich dezent hinter mein Vorbild plotzn zurück, der mich immer animiert, meine Ernsthaftigkeit und Melancholie zugunsten seiner Kunstfertigkeit Humor abzulegen, im Wissen, dass ich da niemals erster, selten zweiter Sieger sein könne. Ich erspare es mir, die anderen in Frage kommenden Persönlichkeiten, die sich mit Längen vor mir tummeln zu benennen, da ich gerade eine Ordnungswidrigkeit in Höhe von 30,00 € begangen, daraufhin berechtigt mit einer Zivilklage gedroht habe und darum weitere rechtliche Auseinandersetzungen meiden muss.
Für gesundheitliche Einschnitte in dein Befinden äußere ich mein tiefes Bedauern, kann aber nichts versprechen, Rückfälle sind nie auszuschließen. Bis dahin danke und brüderliche Grüße sendet dir Gil.
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plotzn antwortete darauf am 31.10.2019:
Lieber Gil, mir scheint, der Küster
leidet heimlich, still und tief
ob der Laster und als wüsst er,
welche Geister er da rief.

Ist er nicht auch ein Gestresster,
tuschelt die Gemeinde schon?
Lässt er von der Ordensschwester,
ist Geläster Gottes Lohn?

Du solltest es vorziehen, Dich nicht zurückzuziehen, schon gar nicht hinter mich... Dein Gedicht kommt so locker und flockig daher, dass es die wahre Freude ist!

Liebe Grüße,
Stefan
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GastIltis schrieb daraufhin am 31.10.2019:
Danke Stefan, dir jetzt noch zu widersprechen, grenzt nahezu schon an Blasphemie. Das bezieht sich auf die Verse, leider muss ich es, in Bezug auf einen Teil deiner Zusatzbemerkungen mit äußerster Vorsicht wie im Falle der Ordnungswidrigkeit einer rechtlichen Überprüfung unterziehen lassen. Wahrscheinlich wird sich dein Schreibstil dann wesentlich in Richtung Melancholie verwandeln. Schade um dein naturgegebenes Talent! Dennoch: Sei herzlich (wenn auch ein wenig mitleidig) gegrüßt von Gil.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (30.10.2019)
Mein lieber Freund, dank deiner enthüllenden Recherchen wird mir auch klar warum es derzeit in einigen Berufen, z.B. Schrankenwärter, Stasimitarbeiter oder Kohlentrimmer, kaum noch Bewerber gibt, hingegen auf jede freie Küsterstellung (???) unzählige Freiwillige Schlange stehen. Körpereinsatz ernährt also immer noch Leib und Seele. Zeit wieder einmal in die Kirche zu gehen. Ich hoffe man sieht sich Es grüßt in Demut TT.
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GastIltis äußerte darauf am 30.10.2019:
Lieber Tasso, die Gefahr, der Stasi-Mentalität bezichtigt zu werden, wenn man gerade Mitarbeiter der (Kirche) städtischen Verwaltung beobachtet, was ich ja nur in Gedanken getan habe, ist nicht wegzuleugnen. Aber, erstens Schwamm drüber und zweitens war ich mit (nur) 99 Seiten Stasi-Akte ein Opfer und nicht Täter.
Da ich immerhin „Das Totenschiff“ von B.Traven gelesen habe, wäre auch meine Eignung als Kohlentrimmer nicht so ohne. Und auch das Studium von Jack Londons „Abenteuer des Schienenstrangs“ hat mit dazu beigetragen, dass ich hierzu einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Dass mein Geburtshaus immer noch in der Bahnhofstraße 7 eines nicht zu nennenden Ortes in der Altmark steht, wo selbst die Trasse der Bahn, die ich noch als Erwachsener genutzt habe, nicht mehr zu sehen ist, sei nur am Rande genannt.
Dass ich nur das erwähnt habe, was nicht dem Datenschutz unterliegt, versteht sich. Und wenn ich wieder in eine Kirche gehe, hat es meist kulturhistorische Gründe. Vielleicht noch bautechnische, aber das führte jetzt zu weit. Ansonsten noch, um dich zu treffen. Aber das verschieben wir. Danke, bis bald und sei gegrüßt von Gil.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (30.10.2019)
Hallo Gil, sagte ich schon, dass offenbar deiner Fantasie bei Themenwahl und Formvollendung keine Grenzen gesetzt sind.

Hat der Herr und Meister
sich doch einmal wegbegeben
und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.

Kpmm, du schöner Engel,
halt dein Mündchen hin;
denn ich bin der Küster,
geb ihm seinen Sinn.

Lebensfrohe Grüße an dich und alle Küster
Ekki
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GastIltis ergänzte dazu am 30.10.2019:
Hallo Ekki, ich grüße dich.
Weil ich die zweite Strophe auch einem großen Meister zuordnen wollte, von dem ich glaubte, dass ich ihn nicht kenne, habe ich sie bei Google eingegeben.
Es erschien: Meinten Sie:
Komm, du schöner Engel, halt dein MÜNCHEN hin; denn ich bin der Küster, geb ihm seinen Sinn.
Da kannst du sehen, großer Meister, was herauskommt, wenn man an der falschen Stelle sucht. Jedenfalls habe ich mich köstlich amüsiert.
Ich danke dir und grüße lebensfroh zurück. Gil.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 30.10.2019:
hahaha, det ist jut. Ich werde jetzt googeln auf Teufel komm raus.
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AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (30.10.2019)
Küster oder Küster nicht,


von mir aus soll er küssen soviel er will... auch er lebt nur einmal...

ups... da fällt mir ein:

da gibts Filme, die das in Frage stellen

und der Ruf der Kirche... hm... hat sich seit dem Mittelalter ja auch noch nicht ganz erholt...

betrachtend die EIGENTLICHE Funktion und die Aufgaben eines Küsters - ja, dann tut er mir schon BEINAHE leid...
also gönnen wir ihm doch ein wenig Spaß und wenn es nur die Muse jener, deiner Zeilen ist, die den armen Küster küsst...

lG - Ava
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GastIltis meinte dazu am 30.10.2019:
Liebe Ava, danke für dein großes Verständnis. Natürlich liegt es mir fern, mich über jemand lustig zu machen, zumal ich ihn/sie nicht kenne. Es ist selbstverständlich, dass ich mich über die „eigentlichen“ Aufgaben vor der Veröffentlichung belese. Und ich maße mir auch kein Urteil über eine Institution an, höchstens deren Vertreter.
Übrigens hatte ich Arbeitskollegen (Eheleute), die diesen Namen tragen. Wenn wir wieder mal telefonieren, werde ich die Zeilen verlesen. Ich bin sicher, dass beide, aber besonders die Frau, sehr viel Verständnis für den Anteil Lebensfreude, um Ekki zu zitieren, zeigen. Liebe Grüße von Gil.
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tueichler
Kommentar von tueichler (30.10.2019)
Sagenhaft! Das wäre eines Morgenstern oder Ringelnatz würdig, sach ich mal. Abgesehen von einer 1a Metrik - ließt sich wie geschnitten Brot - einfach herrlich. Zeile 1 & 2 einfach köstlich - Großes Kompliment!

VG,

Tom
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GastIltis meinte dazu am 30.10.2019:
Lieber Tom, das ist der Ehre zu viel. Der Vergleich! Dass du es so gut zu lesen vermagst, freut mich natürlich. So sollte es auch sein. Mancher Stoff ist mehr geeignet, andere Stoffe sind es weniger.
Dennoch: Danke für dein Kompliment und viele Grüße von Gil.
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (31.10.2019)
Ja, an der Küste geht es stürmisch zu...

An der Küste lebt der Küster.
Niemals möchte auf ein Schiff er,
aber ständig auf die Schiffer
und er träumt davon, die küsst er.

Doch dem Pastor, seinem Meister,
geht mit sowas auf den Geist er.
Der beschwört die Schar der Geister
und die Schiffer küsst zumeist er.

Schöne Grüße, Dirk
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GastIltis meinte dazu am 31.10.2019:
Dirk, beim Schiff, das dampft und segelt,
wird das irgendwie geregelt.
Trägt die Waschfrau ihr MeToo
auf der Stirn, dann sieht man zu,

ob man mit dem Steuermann
nicht ein Land ansteuern kann,
wo es zeitlich nicht zu viel ist
und der Küster* pädophil ist.

*ersatzweise: König

Danke und LG von Gil.
PS: saubere Konstruktion von dir! Hut ab.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (31.10.2019)
Küsst der Küster einen Küster
aus der schönen Uckermark,
kann es sein, dass viel Geflüster
rauscht ins Ohr der Mucker - stark!

Dein Gedicht, lieber Gil,
ist aber auch nicht übel *hüstel).
Und Didis Fantasie nicht minder.

Euch2en sehr herzliche Grüße
der8.
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GastIltis meinte dazu am 31.10.2019:
Hallo Achtel,

unsere arme unbescholtene Kanzlerin.
Dass du nun ihre Gegend, in der man jetzt erst beginnt, die Halbschuhe einzuführen und Farben zu unterscheiden, manchmal beides zugleich, ins Spiel bringst, und dann mit zwielichtigen Machenschaften noch an die Küste zu versetzen sucht, schüttel, schüttel, um mich mal deinem Sprachgebrauch anzuschließen.
Damit meine ich jetzt mein Haupt, nicht, dass du auf falsche Ideen kommst.
Die Grüße, OK, danke und überhaupt.
Viele Grüße zurück von Gil.
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (01.11.2019)
Hallo lieber Gil,

neulich - welch ein Zufall - las ich folgende Annonce unter den Stellenangeboten/ Raum Dortmund:

Suche einen Diener für folgende Aufgaben: Er sollte Hausmeistertätigkeiten verrichten können, sich zutrauen, feierliche Anlässe zu organisieren, als Türsteher arbeiten und sich bei allem, was er tut, im christlichen Sinne geistig engagieren. Sexuelle Aktivitäten sind ihm untersagt.

Ich dachte sofort an den Küster an der Küste, den du in deinem Gedicht beschreibst. Vielleicht wäre ein neuer Wirkungskreis ganz interessant für ihn. Was das Küssen oder Nicht-Küssen betrifft … wer will ihm denn ein Küsschen in Ehren verwehren? Es muss ja nicht öffentlich geküsst werden, eben nur heimlich und hinter verschlossenen Vorhängen. Danach wird dann Buße getan und alles ist gut.

LG Sigrun
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GastIltis meinte dazu am 03.11.2019:
Liebe Sigrun, da ich die Bewrbung in groben Zügen bereits vorbereitet habe, möchte ich gern mit dir noch ein paar Details klären, da mir die Annonce nicht direkt vorliegt. Zuerst geht es um die Konfektionsgröße, ich meine die Konfession, und dann natürlich um die Tatsache, ob das Schreiben von Versen dann noch möglich ist bzw. ob ich mit Einschränkungen rechnen muss.
Dass man als Diener neben der nötigen Demut all die Eigenschaften haben muss, von denen ich schrieb, nämlich Trost zu spenden, bußfertig zu sein, was du ja erwähnt hast und die nötige Geduld mitzubringen, wer eignet sich da mehr als ein Türsteher, passt wie vorausgeahnt in das Ausschreibungsprofil. Also, ich rechne mit den notwendigen Infos von dir und bin mir sicher, dass meiner dann zu vollendenden Bewerbung ein guter Erfolg beschieden wird.
Vielen Dank und sei ganz lieb gegrüßt von Gil.
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