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Meine Worte schlagen keine Wurzeln

Gedicht


von unangepasste

Ich kenne keine Heimat,
nur diese weißen Flecken
zwischen den Buchstaben,
ein Ziehen.

Manchmal lege ich mich
in das Gras von damals,
als könnte ich mich darin finden
oder einen Ton von meinem Lachen.

Kiesel gleiten aus den Taschen,
und auf meine Wünsche
fällt ein Leben,
färbt sie ein.
Nur meine Sehnsucht
atmet noch
in blau.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von AndereDimension (02.11.2019)
sehr berührend, und auch klasse geschrieben!

Gruß, A.D.
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unangepasste meinte dazu am 02.11.2019:
Vielen Dank, das freut mich!
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Kommentar von Artname (02.11.2019)
Ein schönes Gedicht!

"ich kenne keine Heimat" klingt mir allerdings zu wortgewaltig , wenn anschließend vom Gras von damals die Rede ist. "ich suche (m)eine Heimat " in diesen Flecken usw. entspräche meiner Sicht auf das Schreiben mehr.

lg
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Slivovic antwortete darauf am 02.11.2019:
Nimms mir nicht übel, Artname. So wie es ist, ist es besser. Sonst wirds kitschig.
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Artname schrieb daraufhin am 02.11.2019:
Spricht das gegen meinen Vorschlag? Oder für deinen Wunsch nach vorgekauter Harmonie im kitschigen Widerspruch?

Wer sich nach dem Gras von damals sehnt, verortet bereits eine Heimat.
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Slivovic äußerte darauf am 02.11.2019:
Ich sagte doch, nimms mir nicht übel. Ich beziehe die Sehnsucht am Schluss nicht aufs Gras von damals. Das wäre nicht aushaltbar! Den letzten Satz kann man sich anders wünschen.
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Artname ergänzte dazu am 02.11.2019:
"Nimm es mir nicht übel!," klingt in meinen Ohren nach keiner Bitte, sondern einer ungeduldigen Aufforderung, Nimm es mir nicht übel!.

Der Beginn lautet: ich kenne keine Heimat, nur… Anschließend sprich das LI vom Gras von damals. Wie kann ich das anders verstehen als seine Heimat.. Wenn es aber eine Heimat hatte, kennt es eine Heimat. Oder?

Vielleicht ist die Kenntnis dieser damaligen Heimat der Grund, warum es aktuell keine Heimat hat. Aber das ist eine andere Frage. Mir geht es lediglich um das Wort kennen.

Damit will ich zugleich sagen, das wohl jeder wenigsten in seiner Kindheit einen Flecken Heimat besaß. Und wenn der noch so klein und unscheinbar war.
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unangepasste meinte dazu am 02.11.2019:
Interessante Diskussion. Danke für eure Meinungen.
Ich finde, man kann sich durchaus heimatlos fühlen und trotzdem (ganz dem Klischee folgend) einen Kindheitsort aufsuchen, in der Hoffnung, dort etwas zu finden, was man "fühlen soll" oder auch was man selber ist. Dennoch muss dieser Ort keine Heimat sein. Was bleibt, ist dann vielleicht eine Zerrissenheit: "Ich müsste eigentlich, aber es ist nicht".
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Artname meinte dazu am 02.11.2019:
Ich finde, man kann sich durchaus heimatlos fühlen und trotzdem (ganz dem Klischee folgend) einen Kindheitsort aufsuchen,


Ja, unangepasste, das kann man! Aber was ist dieser "Kindheitsort" dann, wenn keine äußerliche Heimat? Neben der inneren Heimat.

Ich hatte eine andere innere Heimat, wohin ich mit 18 sofort zog. Aber mein "Kinderort " hat mich extrem geprägt! Nur in dem Maße, wie ich diese Prägung respektiere, kann ich mich selber lieben. Und dieser Selbst-Respekt beginnt mE mit dem Wort Heimat.

P.S. Seit ich weder Kosten noch Mühe scheue, Klassentreffen welche Art auch immer zu besuchen, habe ich an innerer Wärme gewonnen. Meine Klassenkameraden haben mich von manchen inneren Vorurteil überzeugt!

Antwort geändert am 02.11.2019 um 15:09 Uhr
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Slivovic meinte dazu am 02.11.2019:
So wie die Autorin es oben beschriebt, habe ich es gelesen. Orte sind austauschbar, was man kennt ist nicht automatisch vertraut.
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Artname meinte dazu am 02.11.2019:
was man kennt ist nicht automatisch vertraut. [/quote ]
Es geht doch darum, dass das LI keine Heimat kennt.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Der Ort der Kindheit bleibt einem als sehr vertraut in Erinnerung. Egal ob man als Einzelgänger oder im großen Freundeskreis unterwegs war. Wer würde seine Kinderort als ihm unbekannt bezeichnen.

Ich verstehe die Autorin ebenfalls. Weil Sprache einen redundanten Toleranzbereich hat. Wem das reicht...

Antwort geändert am 02.11.2019 um 16:23 Uhr
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unangepasste meinte dazu am 02.11.2019:
Ich denke, entscheidend ist an dieser Stelle, wie man dieses (zu) große, vielleicht zu schwammige, alles und nichts sagende Wort "Heimat" definiert. Ich verstehe es am ehesten als Ort, der ein bestimmtes Gefühl auslöst. Nicht zwangsweise gleichzusetzen mit "Geburtsort" oder "Kindheitsort". Natürlich hat jeder einen Ort, an dem er aufgewachsen ist - nicht aber unbedingt Heimat im zuvor genannten Sinn.

Antwort geändert am 02.11.2019 um 16:32 Uhr
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Slivovic meinte dazu am 02.11.2019:
Artname du versteigst dich in deine persönlichen Gefühle. Du kannst sie nicht anderen Leuten keine Heimat unterschieben, wo sie sie nicht fühlen. Man kann einen Ort gut kennen, ohne Heimat zu kennen.
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Artname meinte dazu am 02.11.2019:
Wikipedia definiert:


Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum (Territorium). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen.


Ich will mich aber nicht weiter in diese Sachlichkeit reinsteigern. Es lebe die Leidenschaft! Wir sind in einem Lyrikforum. 2019!

Antwort geändert am 02.11.2019 um 17:47 Uhr
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Slivovic meinte dazu am 02.11.2019:
Jeder Begriff kann sachlich auseinandergenommen werden. Dadurch wird das subjektive Gefühl, das er beschreibt, nicht zur objektiven Tatsache. Begriffe sind Konstrukte und transportieren Emotionen. Der Begriff Heimat ist denn auch nur in wenigen Sprachen zu finden.
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unangepasste meinte dazu am 03.11.2019:
Ich habe jetzt auch mal im Duden und Wahrig geschaut: Auch hier wird Heimat eng an den Herkunftsort geknüpft. Dennoch weichen die Diskussionen zu dem Begriff oft weit davon ab, so mancher distanziert sich davon, und Aussagen wie "Meine Heimat ist die Sprache" - also doch eine Art Ortlosigkeit - sind schon fast wieder zum Klischee geworden.
Ich mache zur Zeit bei einem Projekt namens "Heimat.Heute" mit. Es handelt sich um eine Textwerkstatt in Dresden, zu der Schreibende aus ganz Deutschland (und sogar Frankreich) kommen. Vielleicht bin ich deshalb bei der Begriffsdefinition "blind" insofern, als ich gar nicht mehr auf den Gedanken kam, mich aufs Ursprüngliche zu konzentrieren.
Generell denke ich, dass mein Ansatz durchaus verständlich sein dürfte, wenn auch - wie ich jetzt selber merke - die Loslösung von einem Ursprungsort offenbar eher etwas Neues ist, was erst im Rahmen von Diskussionen um den Begriff aufkam. Wikipedia deutet meine Auslegung allerdings als Möglichkeit durchaus an ("Ort tieferen Vertrauens") und fügt diesen Hinweis hinzu: "Eine einheitliche Definition existiert nicht".
Insofern: Es bleibt ein schwieriger Begriff.
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Artname meinte dazu am 03.11.2019:
Liebe unangepasste, Danke für deine sachliche Antwort.

Kritik ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits trägt man eine kaum veränderbare Biografie mit sich rum, andererseits die Fähigkeit oder wenigstens Bereitschaft zur Empathie.

Ich stell mir gerade einen rassistisch verfolgten Menschen vor, der gleichzeitig das Herkunftsland seiner Eltern nur aus deren Erzählungen kennt.

So gesehen berührt mich dein Gedicht. Denn man muss nicht rassistisch verfolgt sein, um sich von der hässlichen Fratze der Vorurteile abgestoßen zu fühlen.
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Slivovic meinte dazu am 03.11.2019:
Du bist nicht die Erste, die sich mit einer Loslösung vom Ort beschäftigt, eine kritische Auseinandersetzung mit den Begriffen Heimat und Herkunft unter Intellektuellen und Künstlern gibt es seit geraumer Zeit. Ich persönlich komme aus dem Bauch meiner Mutter, aber ich kannn mich an diesen Ursprungsort nicht mehr erinnern. Alles danach war Fremde.
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princess
Kommentar von princess (02.11.2019)
Manchmal lege ich mich
in das Gras von damals,
als könnte ich mich darin finden
oder einen Ton von meinem Lachen.

Das finde ich ganz ganz ganz wunderbar.

Liebe Grüße
Ira
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unangepasste meinte dazu am 02.11.2019:
Vielen Dank!
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Kommentar von Agneta (03.11.2019)
ja, blau ist ein beliebtes Bild ( auch bei mir), um die Kälte zu symbolisieren, liebe Un.
Stark kommt das Gefühl des Prots rüber. Wer keine Wurzeln hat, keine Heimat, ist arm dran.
LG von Agneta
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Kommentar von Agneta (03.11.2019)
ja, blau ist ein beliebtes Bild ( auch bei mir), um die Kälte zu symbolisieren, liebe Un.
Stark kommt das Gefühl des Prots rüber. Wer keine Wurzeln hat, keine Heimat, ist arm dran.
LG von Agneta
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Kommentar von Agneta (03.11.2019)
ja, blau ist ein beliebtes Bild ( auch bei mir), um die Kälte zu symbolisieren, liebe Un.
Stark kommt das Gefühl des Prots rüber. Wer keine Wurzeln hat, keine Heimat, ist arm dran.
LG von Agneta
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unangepasste meinte dazu am 03.11.2019:
Ja, vielleicht ist es ein bisschen zu klischeehaft, dieses Blau. Ich weiß, dass ich mich da oft sehr nah an der Grenze bewege.
Aber ich hatte das Gefühl, hier passt es.
Danke und lieben Gruß zurück!
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unangepasste
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Veröffentlicht am 02.11.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.11.2019). Textlänge: 49 Wörter; dieser Text wurde bereits 103 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.11.2019.
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