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Das Ritual

Gedankengedicht zum Thema Diesseits/ Jenseits


von Stelzie

Für jedes Kind, dessen Namen wir nennen,
wird das Licht einer Kerze brennen.

Still fließen die Tränen und Licht zueinander,
still geben wir uns dieser Traurigkeit hin,
still trägt uns der Fluss zu vergangenen Zeiten.

Dort spüren wir sie, diese kraftlosen Hände
noch einmal und lassen dich dann wieder los.

Anmerkung von Stelzie:

Einmal im Jahr gibt es im Kinderhospiz eine Gedenkveranstaltung, zu welcher die Angehörigen der dort verstorbenen Kinder eingeladen werden. Das Aussprechen des Namens zusammen mit dem Anzünden einer Kerze ist ein sehr intensiver Moment. Außerdem entsteht ein wunderschönes Lichtermeer.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (03.11.2019)
Ein sehr berührendes Gedicht, liebe Stelzie.

Dieses Ritual wird Nähe und Trost spenden, denke ich.

Liebe Grüße
Sigrun
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Stelzie meinte dazu am 03.11.2019:
Danke, liebe Sigrun.
Rituale können einem sehr viel geben. Wichtig ist vielleicht auch, in diesem Moment der Trauer Raum zu geben um danach wieder am Leben teilnehmen zu können.

Liebe Grüße
Kerstin
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AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (03.11.2019)
eine Freundin musste 3 Kinder begraben... in ihrer regelmäßig besuchten Kirche findet ein eben solches Ritual statt...
das was du hier in diesen zarten, weichen und natürlich auch traurigen Zeilen würdevoll überreichst hat sie mir auch beschrieben...
nur jetzt weiß ich was sie meinte...jetzt kann ich sehen...selbst fühlen...

die nächste Kerze zünde ich mit ihr gemeinsam an...

andächtig - Ava
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Stelzie antwortete darauf am 03.11.2019:
Vielen Dank liebe Ava und grüße deine Freundin von mir.
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managarm
Kommentar von managarm (03.11.2019)
Zum Glück verlor ich noch kein Kind, aber mehr als genug andere Menschen, die mir wichtig waren.
Rituale habe ich nicht entwickelt, aber wenn ich irgendwo unterwegs bin und an einer schönen Kirche vorbeikomme, gehe ich auch als Atheist gerne hinein, lasse den Bau und die Stimmung auf mich wirken, öffne meine inneren Räume, die weitab des Alltag liegen und gedenke jener, die dort sind ... die ich am Wegrand zurückließ. Dann zünde ich für sie ein paar Kerzen an und weiß, dass diese wieder verlöschen werden und am Ende einfach alles so ist, wie es ist. Vielleicht ist das auch ein Ritual.
LG Frank
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Cora (29) schrieb daraufhin am 03.11.2019:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Stelzie äußerte darauf am 03.11.2019:
Das ist eins.
Kerzen verlöschen, das ist richtig, lieber Frank. Doch für den Augenblick in dem sie brennen geben sie uns Licht und ein Gefühl von Wärme. So wie die Menschen uns einen Augenblick lang all das auch gaben.
Mir gefällt deine Sichtweise.
Danke...

Liebe Grüße
Kerstin
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managarm ergänzte dazu am 03.11.2019:
Da hast du wohl Recht, Cora. Sie sind dann wirklich sehr nahe. Das eigentlich wundervolle daran ist, dass mir diese gewollte und immer wieder sehr schmerzvolle Einkehr am Ende Kraft, Ruhe und Gelassenheit gibt.
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managarm
Kommentar von managarm (03.11.2019)
Kerstin, deine Antwort kam gerade, als ich schrieb. Ja, es gibt Wärme und eine unglaublich intensive Erinnerung an das Glück, das man genießen konnte. Für Momente wird das wieder real und füllt uns aus. Man war nie allein.
Lieben Gruß
Frank
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (03.11.2019)
Hallo Stelzie, dein sanftes Gedicht lässt Stille und Besinnung einkehren.
Liebe Grüße
Ekki
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Stelzie meinte dazu am 04.11.2019:
Danke lieber Ekki.
Liebe Grüße in den neuen Tag.
Kerstin
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millefiori
Kommentar von millefiori (03.11.2019)
Ich stelle mir dass schwierig vor, jeden Tag aufzustehen, zu fühlen, dass mein Kind in meinem Herzen lebt, aber es nicht benennen zu können. Bzw. Es trifft wahrscheinlich oft auf Unverständnis, wenn man dieses Kind wie ein lebendes Kind kommuniziert obwohl es körperlich nicht anwesend ist.
Wie tröstlich muss es sein wenn der Name ausgesprochen werden darf.

Liebe Grüße
millefiori

Kommentar geändert am 03.11.2019 um 18:21 Uhr
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Stelzie meinte dazu am 04.11.2019:
Danke liebe millefiorie.
Ein Name gibt einen Menschen Persönlichkeit. Jedes Kind, egal wie kurz es auf dieser Erde gelebt hat, war eine Persönlichkeit und hat unser Leben verändert.

Liebe Grüße
Kerstin

Antwort geändert am 04.11.2019 um 06:18 Uhr
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (03.11.2019)
Liebe Kerstin,
es ist unendlich schwer, wenn die Kinder vor ihren Eltern sterben müssen.
Und mit Sicherheit tröstlich, an solchen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen.

Liebe Grüße
der8.
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Stelzie meinte dazu am 04.11.2019:
Es ist, glaube ich, so schwer, weil es wider der Natur ist. Die Reihenfolge stimmt nicht, wenn ein Kind vor den Eltern geht.
Ohne Hilfe ist es beinahe nicht möglich, das zu ertragen.
Vielen Dank lieber Achter und einen lieben Gruß in den neuen Tag.
Kerstin
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (03.11.2019)
Liebe Kerstin, ein einzigartiges Ritual …
Und Zeilen von dir für den Rest der Zeit.
LG von Gil.
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Stelzie meinte dazu am 04.11.2019:
Danke lieber Gil.
Von Zeit zu Zeit braucht man solch ein Ritual um hinterher die Schönheiten des Lebens wieder zu entdecken.
Liebe Grüße
Kerstin
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Stelzie
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Veröffentlicht am 03.11.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.11.2019). Textlänge: 48 Wörter; dieser Text wurde bereits 178 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.09.2020.
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