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Der Menschenfreund

Satire zum Thema Fremdenfeindlichkeit


von Al-Badri_Sigrun

Ich hab nichts gegen die, ehrlich,
solange die unter sich bleiben,
da in der Fremde,
ist doch alles okay.

Ich bin tolerant,
eine Seele von Mensch,
aber im Ernst, ganz unter uns,
was zu viel ist, ist zu viel.

Da nisten sie nun,
auch in unserem Dorf,
diese Exoten, mit ihrer Brut.

Meine Nachbarin spricht mit denen,
hat wohl 'nen Fremdsprachenkurs besucht.
Die Alte war mir schon immer suspekt.

Wo soll das hinführen? Multikulti?
Als hätten wir nicht schon genug
Kanaken hier!

Mann, die sollen ihre Heimatländer aufbauen!

Was? Ach so, klar, nicht sofort,
aber irgendwann sind ihre Kriege vorüber.
Wer soll dann ihre Städte von Schutt,
Asche und Toten befreien,
wenn niemand mehr da ist?

Im Krieg wird gestorben, normal,
doch Flucht ist nun wirklich keine Lösung!
Hey, haltet aus,  dort, wo ihr seid,
ich denke an euch,

das sagt euch ein echter Menschenfreund.




© by Sigrun Al-Badri/ 2018 überarbeitet

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Sanchina (05.11.2019)
bitterböse, aber weit verbreitet.
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 05.11.2019:
So bitterböse können wohl nur Menschen denken. Sie geben es weiter, wann und wo immer sie Gehör finden.

Gott sei Dank gibt es auch die anderen, die mit Herz und Verstand unterwegs sind.

Danke und lieben Gruß
Sigrun
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Sätzer
Kommentar von Sätzer (05.11.2019)
Wirtschaftvertreter fordern eine Zuwanderung von 400.000 Menschen JÄHRLICH, damit unser Wirtschaftssystem mangels Arbeitskräften nicht zusammenbricht. Das ist die Realität.
Satire gelungen.
LG Sä
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Cora antwortete darauf am 05.11.2019:
Die Forderungen von Wirtschaftvertretern sind das Maß aller Dinge, denn man tau!
Wirtschaftsvertreter fordern so manches, die Ausbeutung von Mensch und Natur, Naturzerstörung.
Was ist mit den einheimischen, die zufällig keine Wirtschaftsvertreter sind? Deren Lebensqualität zählt nichts? Wirstschaftsvertreter forden ungehemmtes Wirtschaftswachstum, ohne Rücksicht auf Verluste.
Zahlen diese Wirtschaftsvertreter ihren Arbeitskräften genug, dass es für die Wuchermieten reicht, hmmm? Sanieren und bebauen diese Wirtschaftsvertreter die von der Wirtschaft hinterlassenen Indurstriebrachen, um Wohnraum für 400000 Leute pro Jahr zu schaffen? Wenn sie das tun, dürfen sie gerne Forderungen stellen!
Gebaut wird nach wie vor auf Ackerland und den Flächen der heute noch vorhandenen Restnatur.



 der Rechtsstaat steht den Migrationsfolgen hilflos gegenüber

Antwort geändert am 05.11.2019 um 12:19 Uhr
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LottaManguetti schrieb daraufhin am 05.11.2019:
Hi, liebe Cora, du weißt schon, dass Kriegsflüchtlinge und Migranten grundsätzlich nicht in einen Topf gehören?
Ja, weißt du. Aber hier lässte dich wieder verführen ...
;)

Von Sätzer habe ich ja nix anderes erwartet.
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Cora äußerte darauf am 05.11.2019:
Das weiß ich.
Hier reagierte ich nur auf den Kommentar von Sätzer. Meine Antwort betrifft nicht die Kriegsflüchtlinge.
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Al-Badri_Sigrun ergänzte dazu am 05.11.2019:
Hallo Sätzer,

Wirtschaftsvertreter suchen meist hochqualifizierte Fachkräfte. Die anderen, die keine passende Ausbildung mitbringen, werden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt und vorwiegend zu schlechten Arbeitsbedingungen und Billiglöhnen eingestellt.

LG Sigrun
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Sätzer meinte dazu am 05.11.2019:
Zu einem großen Teil ist das richtig. Allerdings sind auch Leute gesucht, die z.B. im Alten- und Pflegedienst arbeiten und das entsprechende Einkommen haben.
Generell werden natürlich auch gut ausgebildete Kräfte gesucht, wie z.B. der syrische Arzt. Viele Eingewanderte betreiben als Selbständige ein Geschäft. Aber klar, die Einwanderer ohne Ausbildung werden i.d.R. zunächst in prekären Arbeitsverhältnissen arbeiten müssen. Doch sie haben die Chance, sich weiterzubilden. Da gibt es schon viele gelungene Beispiele.
Menschlichkeit ist natürlich in erster Linie für echt politisch Verfolgte erforderlich. Das ist allerdings nicht immer einwandfrei feststellbar.
Fakt ist, dass Deutschland Einwanderung braucht, z.B. auch um die steigende Zahl alter Menschen zu versorgen und vor allem auch die Renten zu finanzieren. Das braucht dann ordentliche Jobs für die Einwanderer. Ich denke, das Problem ist jenseits jeder Ideologie erkannt.
LG Sä
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Cora meinte dazu am 05.11.2019:
@Sä

Dass Migranten die Rente finanzieren ist mir neu. Die Kosten der Migration betragen für den Bund 78 Milliarden €
Bei der geplanten Aufstokung der Rente nach 35 Arbeitsjahren auf 10% über Harz4 wird um 2,3 Milliarden gefeilscht.
Nur mal de Größenordnung gegenüber zu stellen.
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rabenvata meinte dazu am 06.11.2019:
@ Cora

Die Größenordnung sieht dann aber doch etwas anders aus. Die von Dir (bzw. von der FAZ) publizierten 78 Milliarden € sind bis 2022 angesetzt. Kosten laut FAZ pro Jahr für Aufnahme, Registrierung und Unterbringung betragen 5,2 Milliarden €.

- Aber es gibt auch eine Gegenrechnung – nämlich die Einnahmen-Seite: Wenn Zuwanderer eine Arbeitsstelle haben, dann zahlen sie Steuern und zahlen in die Rentenkasse und das Sozialsystem ein. Am Ende könnten diese Einnahmen die Ausgaben für die Flüchtlingshilfe wieder ausgleichen, so das DIW. Heute sei bereits mehr als ein Drittel der Flüchtlinge berufstätig, sagt Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarktforschung. Das liege "klar über den Erwartungen, die wir 2015 gebildet haben." - Quelle: hr info, 18.09.2019

Und was die Größenordnung anbelangt, wenn man dann mal den Aspekt der über ein Jahrhundert andauernden Ausbeutung Afrikas und der arabischen Länder auch durch Deutschland hinzu zieht, sind 78 Milliarden € nicht wirklich viel, denke ich …

… hat aber mit der Intention von Sigruns Text auch nur am Rande was zu tun ...

soweit zur Präzisierung in Kürze
rv.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (05.11.2019)
hallo Sigi,
man kann ein gewisses Verständnis für Fremdenfurcht haben, die auf Unwissenheit ber3uht, für Fremdenfeindlichkeit nicht.
LG
Ekki
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 05.11.2019:
Hallo lieber Ekki,

ich denke, dass Fremdenfurcht ein vorgeschobenes Argument vieler ist, um ihre Vorurteile ausleben zu können. Es ist ja auch bequemer zu sagen, dass die, die da kommen, an all unserer sozialen Not in Deutschland schuld sind. Dass das nicht stimmt, müsste jeder wissen. Hätten wir keine Migranten hier, würden unsere Rentner dennoch nicht mehr Rente erhalten, die Pflegekräfte nur ihren Minilohn usw.

Unwissenheit lässt sich beheben, wenn wir uns über die Menschen, die aus der Hölle zu uns fliehen, näher befassen würden. Dazu bedarf es nicht viel, meine ich.

Ich danke dir!

Liebe Grüße
Sigi
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Kommentar von AvaLiam (05.11.2019)
als Kommentar möchte ich heute mal einen Beitrag von Rebellcomedy vorschlagen, den ich selbst sehr berührend fand

und der meiner Meinung nach nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zum Nachdenken anregt...

https://www.facebook.com/rebellcomedy.de/videos/10153481262017897/?v=10153481262017897

es empfiehlt sich, GENAU hinzuhören - oder/und es sich zweimal anzuhören...
das Duett hat sogar mich sprachlos gemacht...
daran musst ich denken als ich deine Zeilen las und wie vergesslich Menschen werden - wenn Narben verblassen...

lG - Ava
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 05.11.2019:
Liebe Ava,

ich danke dir von ganzem Herzen für deinen Kommentar mit dem Link! Ich habe ihn zweimal gehört und angesehen und bin zutiefst berührt.

Mehr Worte habe ich nicht. Der Link spricht für sich.

Dankbar grüßt dich
Sigrun
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Sin
Kommentar von Sin (05.11.2019)
"Ich bin ja nicht, aber..." Ein untrügliches Zeichen für einen Menschenfreund. LG Sin
diesen Kommentar melden
Cora meinte dazu am 05.11.2019:
Was passiert hier gerade mit dem Wort "Menschenfreund"? Wird es umgedeutet, wie der "Gutmensch"?
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Sin meinte dazu am 05.11.2019:
Klar, das Wort wird gerade als ideologischer Kampfbegriff umgestaltet und vereinnahmt. Und bei der nächsten Abstimmung wird es zum Unwort des Jahres gekürt. Was sonst sollte ich damit im Sinn haben?
diese Antwort melden
Cora meinte dazu am 05.11.2019:
Nicht du allein, schon von der Überschrift her. Es geht ja nicht um einen Einzelnen, sondern um einen Typ, s.o. "weit verbreitet".


Ich meine nicht, du hättest das im Sinn.
Ein Aufeinandertreffen Gutmensch vs. Menschenfreund liegt in der Luft.

Antwort geändert am 05.11.2019 um 15:22 Uhr
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 05.11.2019:
@Sin
Lieber Sin,

ohne viele Worte: Danke!

LG Sigrun


@Cora

Du befindest dich im Genre "Satire".

LG Sigrun
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (05.11.2019)
Du schreibst hier über Flüchtlinge, Sigrun, Kriegsflüchtlinge. Und schau, wie rasch einige Kommentatoren daraus (Arbeits)Migranten machen. Als wäre da nie ein Unterschied gewesen!
So funktioniert Populismus.
Ich wundere mich nur, dass die unüberbrückbaren kulturellen Unterschiede nicht deutlicher hervorgehoben werden!
Es jammert sich eben gut auf hohem (Wirtschafts)Niveau! Die Angst, etwas abgeben zu müssen von dem, was man ohnehin zuviel hat, ist Grund genug, Kriegsflüchtigen die rettende Tür vor der Nase zuzuknallen.
Jaja, der nächste "Erlöser" wird wohl wieder einmal in einem Stall geboren werden müssen ...
Bleibt zu hoffen, dass niemand von uns dereinst in eine solche Lage kommt.

Guter Text!

Lotta
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Cora meinte dazu am 05.11.2019:
"Als wäre da nie ein Unterschied gewesen!"

Dieser Unterschied ist nicht durchzuhalten. Ein Großteil der Migranten kommt ohne Dokumente oder mit gefälschten Papieren. Unsere Behörden sind nicht in der Lage, tatsächliche Herkunft und Migrationsgründe herauszufinden.

"Bleibt zu hoffen, dass niemand von uns dereinst in eine solche Lage kommt."
Das ist immer zu hoffen, für jeden!
Wenn aber doch, wäre es eine Illusion zu glauben, weil wir Flüchtlinge aufnahmen, wird jmd. uns aufnehmen.

Was passiert, wenn sich herausstellt, dass z.B. ein Marokkaner sich eines syrischen Passes bediente und fälschlicherweise als Kriegsflüchtling ausgab? Muss er zurück? Theoretisch ja - praktisch nein. Schon weil sein Land ihm keine Papiere ausstellt. Es ist ja einfacher, die "deutschen" tragen ihn auf ihrem Rücken, als das "Heimatland" würde Verantwortung für seine Bürger übernehmen.

Das sind die Widersprüche zw. Anspruch und Realität. Diese Widersprüche sind so massiv, dass sie das Gesellschaftssystem aushöhlen.

Antwort geändert am 05.11.2019 um 15:35 Uhr
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LottaManguetti meinte dazu am 05.11.2019:
Ach, Cora, ich mag hier nicht über populäre Einzelfälle reden. Dass es sie gibt und dass nur die publik werden, ist doch klar! Auch ist von einem Einwanderungsgesetz schon lange nichts mehr verlautet. Klar ist das schlecht! Klar ist das ne Schweinerei!
Aber: Hier gehts doch nicht um solche Fälle!

Ich persönlich habe syrische Familien erlebt, die mit ihren Kindern flüchteten, in Deutschland das Ende des Mordens durch den IS ersehnen, die zwar ihre Kinder hier zur Schule schicken, aber auch nicht abwarten können, in ein befriedetes Land zurückzukehren.

Abgesehen davon bin ich der Überzeugung, dass sich auch mit Flüchtlingen Krieg führen lässt, wo man auf Bomben und offensichtliche Kriegsführung verzichten möchte. Der Arabische Frühling entstand nicht allein aus sich heraus. Der Krieg in Syrien ebensowenig. Und anstatt jenen Initiatoren den Mittelfinger zu zeigen und innerhalb der Gesellschaft zusammenzuhalten, lassen wir uns zersplittern. So lässt sich leicht herrschen und gewinnen!

Antwort geändert am 05.11.2019 um 16:03 Uhr
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Cora meinte dazu am 05.11.2019:
"Ich persönlich habe syrische Familien erlebt, die mit ihren Kindern flüchteten, in Deutschland das Ende des Mordens durch den IS ersehnen, die zwar ihre Kinder hier zur Schule schicken, aber auch nicht abwarten können, in ein befriedetes Land zurückzukehren."

Dieses kann ich nur begrüßen!!!
Bei einer Rückkehr werden sie erfolgreich sein, durch unsere Hilfe. Davor stehen Putin, Erdogan, Assad.
Ich möchte, dass sie zurück gehen, weil sie Heimweh haben, und nicht weil sie bei uns schlecht behandelt werden. Eben das was passiert, die grassierende Fremdenfeindlichkeit, will ich nicht!


"Abgesehen davon bin ich der Überzeugung, dass sich auch mit Flüchtlingen Krieg führen lässt, wo man auf Bomben und offensichtliche Kriegsführung verzichten möchte. "

Da stimme ich zu, Erdogan macht es gerade vor. Er benutzt die Flüchtlinge gegen die Kurden per Zwangsansiedlung im Kurdenheimatgebiet und gegen uns per Weitertreibung nach Europa. Er droht ganz offen damit.


"populäre Einzelfälle" das dachte ich auch einmal. Leider ist das ein Massenphänomen, keine Einzelfälle. Der Verkauf syrischer Pässe an solche, die dafür bezahlen läuft organisiert in großer Zahl. 10000 syr. Pässe wurden einmal beschlagnahmt, als Spitze des Eisbergs. Es gibt derzeit Migrationsrouten von Afrika über die Türkei nach Europa, durchorganisiert.

Antwort geändert am 05.11.2019 um 16:41 Uhr
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managarm meinte dazu am 05.11.2019:
Das diffizile Problem der Migrationsursachen und den Umgang unseres Staates mit Kontrolle und vernünftigen Regelungen lasse ich mal außen vor und konzentriere mich auf die Wirtschaft, wobei Ausnahmen, die ich selber kenne, für mich nur die Regel bestätigen.
Es gibt drei Fakten, wie ich zumindest meine:
Erstens gäbe es hier genug Arbeitskräfte, wenn in diesem System die Erziehung von mehreren Kindern nicht seit langem ein Armutsfaktor wäre.
Zweitens interessiert die Wirtschaft nur eines: Cash! Dafür verkauft sie Dreck als Essen, vergiftet die Umwelt, liefert Waffen an alle, die sie halten können und ist sich für keine Sauerei zu schade.
Drittens ist die Wirtschaft ganz heiß auf Migranten als Arbeiter. Diese kann man besonders gut ausbeuten, weil sie sich über jeden Brosamen freuen, nur eine geringe Anspruchshaltung und keine Erfahrung mit ihren Interessenvertretungen haben und ihnen immer die Angst im Nacken sitzt, irgendwohin zurück zu müssen oder ihre Familien nicht mehr ernähren zu können.
Die Wirtschaft hat das System, an Menschen zu verdienen und die Allgemeinheit für diese zahlen zu lassen, wenn sie nicht mehr benötigt werden, perfektioniert.

Antwort geändert am 05.11.2019 um 18:24 Uhr


Antwort geändert am 05.11.2019 um 18:25 Uhr
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 05.11.2019:
@LottaManguetti

Deine Gedanken gehen mit meinen absolut konform, Lotta. Es geht um Menschlichkeit! Diese können wir nicht leben, wenn wir Migranten als Terroristen und Vergewaltiger darstellen, wenn wir, weil einige wenige von ihnen, vorgenanntem Gewaltpotential entsprechen.

Ausbeuter unserer Wirtschaft ist in der Tat ein Totschlag-Argument, denn die Wirtschaft würde sich für die sozial Benachteiligten in Deutschland nicht mehr engagieren, wenn wir keine Migranten hätten. Unsere Wirtschaftspolitiker bedienen sich seit Jahrzehnten aus dem Rententopf um andere Töpfe zu füllen. Hartz IV entstand bereits 2002 unter Schröder und die Niedriglöhne auch nicht erst seit der Migrationswelle.

Auf einen Erlöser sollten wir nicht hoffen.

Wir sollten dankbar sein, „zur Zeit“ keinen direkten Krieg in Deutschland erleben zu müssen.

Danke und liebe Grüße
Sigrun


@Cora

"Ich möchte, dass sie zurück gehen, weil sie Heimweh haben, und nicht weil sie bei uns schlecht behandelt werden. Eben das was passiert, die grassierende Fremdenfeindlichkeit, will ich nicht!"

Ein guter Gedanke von dir!
LG Sigrun

­

@Managarm

Es ist eine traurig-bittere und leider wahre Bilanz, die du hier in drei Fakten aufführst.

Danke und liebe Grüße Sigrun

Antwort geändert am 05.11.2019 um 19:53 Uhr
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (05.11.2019)
Hallo Sigrun,
dein Text hat mich vor die Frage gestellt, was ist, was tut, woran erkennt man einen Menschenfreund?
Bis jetzt habe ich keine Antwort darauf. In einer Welt, in der ein großer Teil der Menschheit nicht mehr das eigene Schicksal bestimmen kann und ein anderer Teil einer gesteuerten, raffinierten Manipulation ausgesetzt ist, bleibt wenig Raum für Änderungen zum Positiven.
Sich selbst mitmenschlich zu verhalten sollte selbstverständlich sein, aber das reicht nicht für ein gutes Gewissen!
Liebe Grüße
TT
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 06.11.2019:
Hallo Tasso,

den „Menschenfreund“, wie hier in meiner Satire, erkennt man sehr wahrscheinlich nicht sofort. Seine Gesinnung steht ihm ja nicht auf der Stirn geschrieben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich Fremdenfeindlichkeit in Gesprächen offenbart.

Die Manipulation ist von der Politik gemacht. Medien tun ihr übriges. Ich denke, wir können nicht die Welt retten, aber jeder kann in sich hineinleuchten und vieles in Frage stellen.

Unsere innere Einstellung zu Hilfesuchenden sollte nicht aus Ablehnung bestehen. AvaLiam hat in ihrem Kommentar einen ganz wunderbaren Link eingefügt.

Danke und liebe Grüße
Sigrun
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Kommentar von Regina (05.11.2019)
Wenn wir auf dem Geburtenrückgang sitzen blieben, fielen wir zahlenmäßig auf 40 Mio. zurück und müssten uns mit einer Infrastruktur zufrieden geben, die etwa der polnischen entspricht. Darum lassen Regierungen lange vor 2015 jedweden Menschen einwandern. Kontakte? Der eine findet leicht welche, der andere tut sich schwer in der Fremde. Politik? Ja, die sollte freilich...........
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 06.11.2019:
Hallo Gina,

ich finde in deinem Kommentar leider nicht den Bezug zu meiner Satire.

LG Sigrun
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (06.11.2019)
Kriege, Flucht und Vertreibung lassen sich stets auf ökonomische Gegebenheiten (Verteilung von Gütern und Rohstoffen) zurückführen. Auch die Religionskriege.
Umso mehr sollte es erstaunen, dass es die eigentlichen Verursacher solcher (Stellvertreter-)Kriege diejenigen sind, die sich am vehementesten gegen die Aufnahme ihrer unschuldigen Opfer wehren.
Von Scham möchte ich hier gar nicht reden. Nicht angesichts der Toten in den bombardierten Gebieten, nicht angesichts der ungezählten Opfer, die elendiglich verrecken, wenn sie dem zu entkommen versuchen.
---
Es ist gut, wenn Menschlichkeit wenigstens noch in der Poesie anklingt.

Liebe Grüße
der8.
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 06.11.2019:
Die Verursacher, die mittel- und unmittelbar an der Entstehung von Kriegen verantwortlich sind und somit an den Folgen von Flucht und Vertreibung, wollen sich am liebsten komplett aus der Verantwortung ziehen. Du hast es sehr gut beschrieben. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Danke, liebe 8. Zwergin, und liebe Grüße
Sigrun

P.S.: Dein letzter Satz tut gut!
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Cora meinte dazu am 06.11.2019:
@8.

wenn von Ursachen und Verantwortlichkeiten die Rede ist, dann sag doch mal bitte, wieviele Flüchtlinge der krankenhausbombardierende Putinstaat Russland aufnimmt????
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 06.11.2019:
@Cora

Wenn du von Staaten schreibst, die Krankenhäuser bombardieren, dann müsstest du auch die USA und Israel benennen. Deren Flüchtlingspolitik spricht für sich.

P.S.: Putin hat ca. 7.000 Flüchtlinge aufgenommen
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AchterZwerg meinte dazu am 06.11.2019:
Liebe Cora, liebe Sigrun,
meine Informationen von 2018 sind folgende:

https://www.deutschlandfunk.de › fluechtlinge-in-russland-genau-zwei-syrer...
19.04.2018 - Russland ist in vielen Fällen Mitproduzent von Migrationsströmen. ... Die Bereitschaft, Syrer als Flüchtlinge aufzunehmen ist selbst bei russischen ... wir haben sie in diesen Krieg getrieben und nehmen selbst daran teil. ...

Selbst wenn es inzwischen 7000 geworden sein sollten, ist das natürlich ein lächerlicher Beitrag.
Ich weiß nicht, wie die "Aufnahmelager" dort aussehen, befürchte aber das Schlimmste. - Den Artikel habe ich ausgewählt, weil der die Hintergründe halbwegs vernünftig beleuchtet.
Im Text geht es aber um etwas anderes, den sog. Menschenfreund. Eine Spezies, zu der sich Putin und Trump mit Sicherheit (!) zählen. Und ebenso die Waffenlieferanten. Da steht Deutschland ganz weit vorn.

Der8.
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 06.11.2019:
Liebe 8. Zwergin,

"Im Text geht es aber um etwas anderes, den sog. Menschenfreund. Eine Spezies, zu der sich Putin und Trump mit Sicherheit (!) zählen. Und ebenso die Waffenlieferanten. Da steht Deutschland ganz weit vorn."


Genauso ist es!

Nochmals liebe Grüße
Sigrun
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